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Love's just the beginning of something beautiful


Zwei Menschen, wie Katz und Maus, doch was sich liebt, das neckt sich...

~Miriam~

Langsam schlenderte ich durch die Straßen London´s und genoß die Schönheit dieser unglaublichen Stadt. Als Tiermedizin Studentin hatte ich nicht viel Zeit dafür, nur einfach so durch London zu laufen. Mein Studium war mir ungeheuer wichtig und beanspruchte jede Menge Zeit. Doch heute nahm ich mir diese Zeit einfach mal. Ich hatte keine Lust, mir schon wieder zuhause von Anke, meiner besten Freundin und Mitbewohnerin anhören zu müssen, wie dumm ich doch sei, Duncan immer wieder abzuweisen. Aber ich kann einfach nicht anders, dafür bin ich schon viel zu oft verletzt und benutzt worden....dafür hatte sich Duncan schon viel zu weit in mein Herz geschlichen.... Ich gebe das wirklich nur ungern zu, aber ich liebe ihn und das macht mir Angst. Ich kenne Männer wie ihn nur zur genüge! Alle waren doch nur auf das Eine raus....auch er! Ich könnte mich in den Hintern treten, dass ich es hab soweit kommen lassen. Niemals darf er merken, dass ich ihn liebe. Er würde diese Schwachstelle nur ausnutzen und deshalb bin ich auch immer so kratzbürstig und zickig zu ihm, wenn wir uns begegnen. Und das war häufig der Fall, denn seit ein paar Wochen waren meine beste Freundin Anke und sein bester Freund Lee ein Paar. Dadurch sahen wir uns oft und meine Standhaftigkeit wurde ganz schön auf die Probe gestellt, dennoch behielt mein Verstand das Sagen und schaltete mein Herz aus. Und nun schweiften meine Gedanken wieder zu jenem Tag, an dem ich Duncan das erste Mal begegnete.....

~Rückblende~

~Miriam~

„Miri, das sind Simon Webbe, Lee Ryan, Antony Costa und Duncan James. Jungs, das ist meine Tochter Miriam“, stellte uns mein Vater, Plattenboss des Labels „Virgin“ vor. Ich schüttelte die Hände der Jungs und lächelte freundlich, aber innerlich stöhnte ich auf. Schon wieder ne Boyband! Als ob´s davon nicht schon mehr als genug gäbe. Trotzdem verkniff ich mir eine Bemerkung. Anscheinend hatten die Jungs echt was drauf, sonst würde mein Vater sie nicht unter Vertrag nehmen und ich wollte sie auch nicht gleich entmutigen. Eigentlich wollte ich meinen Dad auch nur darum bitten, Anke, die als seine Sekretärin arbeitete, früher gehen zu lassen, damit wir uns einen schönen Tag machen konnten und so war es reiner Zufall gewesen, dass ich die neue Band „Blue“ kennen lernte. Mein Dad war hell auf begeistert gewesen, als ich in sein Büro gestürmt war, obwohl er gerade in einer Besprechung mit den Jungs war. Ich wusste, dass er mich sehr vermisste, denn vor fast genau einem Jahr , mit 19 Jahren, war ich von zuhause ausgezogen, um auf eigenen Beinen zu stehen. Nun lebte ich zusammen mit meiner besten Freundin Anke in einem kleinen Londoner Apartment. So hatte ich gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen und mich selbst zu versorgen. Neben meinem Studium hielt ich mich mit Aushilfsjobs über Wasser. Gelegentlich arbeitete ich auch bei meinem Vater, bei „Virgin“. Er hatte viel Vertrauen in mich und obwohl ich noch sehr jung war, musste ich manchmal als Managerin für diverse Künstler einspringen. Ich kam selbst mit den schwierigsten und aufdringlichsten Künstlern zurecht und mein Dad hegte die Hoffnung, dass ich eines Tages „Virgin“ übernehmen würde, obwohl er wusste, dass ich ein ganz anderes Ziel verfolgte. Ich liebe und lebe für Tiere. Schon seit ich ein kleines Kind war, ritt ich und das tat ich auch heute noch, wenn es die Zeit und mein Geldbeutel zuließen. Ich wusste, dass mein Vater mir ein eigenes Pferd und noch so viel mehr ermöglichen könnte, aber ich wollte sein Geld nicht. Mir gefiel die Selbständigkeit, auch wenn ich oft zurück stecken musste. Aber das war es auf jeden Fall wert. Wenn ich mein Studium erst einmal beendet hatte, würde die Welt schon wieder ganz anders aussehen. Das war mein festes Ziel und nichts und niemand würde mich davon abhalten können. Nicht mein Vater oder sonst ein anderer Mann. Von denen hatte ich nämlich gehörig die Schnauze voll, denn mein letzter Freund hatte mich nach Strich und Faden belogen und betrogen. Tiere sind eben doch die besseren Menschen, dachte ich und erinnerte mich wehmütig an meine Labrador Hündin Emmie, die vor meinem Auszug an einer Vergiftung gestorben war. Ich spürte einen Kloß im Hals und schluckte diesen schnell runter. Jetzt bloß nicht wieder anfangen zu heulen, die halten mich doch sonst noch für verrückt. Plötzlich merkte ich, dass ich beobachtet wurde.....

~Duncan~

Wow, wird dieser Tag noch besser? Wir unterschreiben heute endlich unseren Plattenvertrag und mir begegnet diese unglaublich attraktive Frau. Gut, dass Lee mir nicht in die Quere kommen kann. Er hat sich nämlich draußen in die Sekretärin verguckt. Eigentlich sollte ich ja lieber den Ausführungen ihres Vaters folgen, aber ich kann meine Augen einfach nicht von ihr abwenden. Man, sie könnte mir echt gefährlich werden......oder ich ihr?! Miriam jedenfalls würdigte mich keines Blickes und lauschte ihrem Vater. Ich merkte deutlich, dass es sie ärgerte, dass ich sie die ganze Zeit anstarrte und beobachtete amüsiert an ihrem Gesichtsausdruck, wie ich sie damit auf die Palme brachte. Nachdem das Gespräch vorbei und der Plattenvertrag endlich unterschrieben war, verabschiedeten wir uns höflich und ließen Miriam mit ihrem Vater allein. Ich hoffe, dass Miri bald raus kommen würde und ich ihre Handynummer ergattern konnte. Unauffällig konnte ich warten, weil Lee sich ja noch angeregt mit Anke, der Sekretärin von Mr. Simpson unterhielt, der er gerade die Handynummer angeluchst hatte. Irgendetwas sagte mir, dass das bei Miri nicht so schnell gehen würde.....

~Miriam~

„Daddy, kann Anke heute mal früher schluss machen? Ich würd so gern den Nachmittag mit ihr verbringen“, bittend sah ich meinen Vater an und natürlich konnte er mir diesen Wunsch nicht abschlagen. So verließ ich wenige Minuten später freudestrahlend sein Büro. „Du hast Feierabend“, wandte ich mich so gleich an sie, die verdutzt drein schaute. „Super“, mischte sich Lee gleich ein, „dann können wir ja zu viert was unternehmen.“ Zu viert? Super, damit war natürlich die andere Witzfigur auch gemeint. Eigentlich hatte ich vorgehabt, mit Anke ganz gemütlich einen Kaffee trinken zu gehen und mal wieder zu quatschen, denn in der letzten Zeit war nicht genug Platz dafür gewesen. Und jetzt haben wir auch noch diese Typen am Hals, obwohl Anke das gar nichts aus zu machen schien, denn Lee und sie zeigten unverhohlenes Interesse aneinander, während dieser Duncan mich schon wieder anglotzte. Anke wieder rum setzte nun ihren Dackelblick auf. Ach mist, das ist unfair! Nun blieb mir nichts anderes übrig, als widerwillig zuzustimmen. Was ich auch sogleich wieder gehörig bereute, als ich Duncan´s triumphierende Miene sah. Das letzte, was ich jetzt gebrauchen kann, war ein Verehrer.....

~Duncan~

Natürlich freute ich mich diebisch, dass wir jetzt ein Doppel Date hatten. Na gut, Miri sah jetzt noch genervt aus, aber das würde ich schon noch ändern. Während Lee und Anke sich bestens unterhielten, schwieg Miri stur vor sich hin. Irgendwie hatte sie keine Lust, sich mit mir anzufreunden und wenn, dann gab sie mir nur einsilbige Antworten auf meine Fragen. Was ist bloß los mit der Frau? Ich hab sie doch nur beobachtet vorhin, aber war das so schlimm, dass sie mich jetzt einfach ignorieren muss? Irgendwie wird ich ihre harte Schale schon knacken! Ah, Anke steuert ja schon auf ein Cafe zu.....

~Miriam~

Das läuft hier alles gar nicht nach Plan! Ich hab vorgehabt einen schönen Nachmittag mit Anke zu verbringen und was ist daraus geworden? Ein Alptraum! Anke steuerte schon auf unser gemeinsames Lieblingscafe zu und Duncan dackelte ihr fröhlich hinterher. Sie und Lee suchten uns gleich einen Tisch in einer ruhigen Ecke aus. Der Kellner kam und alle bestellten Kaffe, bis auch mich, denn die Lust auf mein heiß geliebtes Getränk war mir gründlich vergangen und deshalb orderte ich eine Cola. Anke hatte nur noch Augen für Lee. Toll, dafür hab ich meinen Vater nicht gefragt, ob er sie früher gehen lässt, damit sie hier nun hemmungslos mit Lee flirten konnte und ich schon wieder von diesem Duncan angestarrt wurde. Oh man, am liebsten würde ich ihm ins Gesicht springen. Ich weiß auch nicht, warum ich ihn nicht ab kann, aber es ist nun mal so. Als die Getränke kamen, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich nahm einen Schluck von meiner Cola, stellte das Glas wieder auf den Tisch.....und dann kam, was kommen musste. Duncan stieß an die Cola und der gesamte Inhalt kippte auf meine Hose. „Super gemacht!“, fauchte ich ihn an. „Hey, es tut mir leid! War doch keine Absicht“, zerknirscht sah er mich an, „du gibst mir einfach deine Handynummer und.....“ „Pah, ja klar, das könnte dir so passen“, blitzte ich ihn an. Wenn dieser Kerl je auch nur die klitzekleinste Chance gehabt hat, dann hatte er sie jetzt endgültig verspielt. Wütend knallte ich Geld auf den Tisch und machte mich ohne ein weiteres Wort auf den Weg nach hause. Duncan lief mir hinterher und fasste mich am Arm. „Lass mich los!“, fauchte ich zickig, „das war ja grad wohl die dümmste Anmache, die ich je erlebt hab. Hattest wohl nicht den Mumm, mich nach meiner Nummer zu fragen, was?! Aber ich sag dir was, du hättest dir so oder so ne Abfuhr geholt. Solche Typen wie dich kennen wir nämlich schon, Herr Popstar!“ „Ach wirklich?“, verschränkte er die Arme vor der Brust, „wie sind solche Typen wie ich so drauf?“ „Als ob du das nicht wüsstest. Du bist doch nur auf das Eine raus und du bist nicht der erste, der so was linkes bei mir versucht.“ „Du hältst mich also für eine linke Ratte, die dich nur vögeln will“, brachte Duncan es auf den Punkt. „Du bist schlauer, als du aussiehst und jetzt lass mich in Ruhe, ansonsten....“ „Was ansonsten?“, er blickte mich amüsiert an, was mich nur noch mehr ärgerte. Dieser Blödmann nimmt mich einfach nicht ernst. „Fordere mich lieber nicht heraus“, funkelte ich ihn an, drehte mich auf dem Absatz um und lief wutentbrannt nach hause.....

~Duncan~

Ich stand da und sah ihr nach. Man, was für eine Frau! Ihre blitzenden blauen Augen und, oh gott, wie sexy sie aussah, wenn sie wütend war. Miriam hatte mein Interesse geweckt und ich werde mich doch nicht von dieser kleinen Zickerei abschrecken lassen. Pah, wäre doch gelacht, wenn ich Miri nicht erobern würde. Während ich zu Anke und Lee zurück ging, machte ich mir Gedanken, wie ich bei Miri Punkte machen konnte. Sie denkt, ich will ihr nur an die Wäsche, aber ich bin nicht so. One´s waren noch nie mein Fall gewesen und ich hab auch nicht vor, etwas daran zu ändern. Nur, weil ich in einer Boyband bin, heißt das ja noch lange nicht, dass ich über alles, was Röcke trägt, herfallen würde. In dieser Hinsicht hat sie einen ganz falschen Eindruck von mir. Ich lebe doch einfach nur meinen Traum, an dem ich nichts falsches sehe. Ja, viele sagen, man verändert sich, aber das musste ja nicht bei allen so sein. „Die hat´s dir aber gegeben, Dunc“, lachte Lee schadenfroh. Ja, der hatte mal wieder gut lachen. Anke fraß ihm ja auch aus der Hand. „Miriam hat nichts persönliches gegen dich, Dunc“, sagte Anke und Lee hörte unter ihrem bösen Blick mit dem Lachen auf, „sie ist einfach nur oft enttäuscht worden. Nimm ihr das nicht übel, bitte.“ „Ich hätte sie so gern näher kennen gelernt“, seufzte ich und schaute geknickt zu Boden. Da trifft man einmal ein süßes Mädel, dachte ich, und dann will sie nichts von einem wissen. Lächeln fragte Anke, ob sie mein Handy kurz haben könnte. Verwirrt reichte ich es ihr und als Anke es mir wieder gab, war eine neue Nummer gespeichert: Miri´s Nummer! „Sie wird an die Decke springen“, meinte ich. „Da kommt sie auch wieder runter“, lachte Anke, „lass das mal meine Sorgen sein. Wir sind wie Schwestern: Wir streiten uns und dann ist alles wieder Friede, Freude, Eierkuchen.“ Nun lächelte ich glücklich vor mich hin. Einmal muss ich ja auch Glück haben......

~Miriam~

„WAS HAST DU GETAN??“ Ich war total außer mir, weil Anke mir gerade gebeichtet hatte, dass Duncan nun meine Nummer hatte. Wie konnte sie das nur tun? Der lässt mich doch jetzt nicht mehr in Ruhe. „Er hatte recht, du gehst an die Decke“, grinste Anke. „Wer hatte Recht?“ „Duncan!“ „Ahhhh, sprich diesen Namen nicht mehr in meiner Gegenwart aus.“ „Duncan, Duncan, Duncan, Duncan.......“, flötete Anke. „Treib es nicht zu weit“, warnte ich. „Du hast dich verguckt!“ „Nein.“ „Du hast recht! Es ist viel mehr! Du hast dich verliebt!“ „Nein, verdammt! Ich bin nicht verliebt, weder in Duncan, noch in sonst jemanden!“ „Was zur Hölle ist dein Problem?“, fuhr sie mich an, „ich meine, er ist sympathisch und gerade hässlich ist er auch nicht. Ganz im Gegenteil! Er ist äußerst attraktiv und jede andere Frau wäre überglücklich, einen solchen Kerl an der Angel zu haben.“ „Ach, ist dir das auch aufgefallen?“, fragte ich spitz, „ich dachte schon, Lee hätte dir komplett den Verstand vernebelt. Man konnte richtig die rosa Herzchen in deinen Augen sehen!“ „HA! Jetzt hast du dich verraten!“ „Hab ich gar nicht!“ „Doch hast du! Du hast „ist dir das AUCH aufgefallen“ gesagt. Du findest ihn also auch attraktiv!“ Triumphierend grinste sie mich an. „Schluss jetzt damit“, brach ich die Diskussion wütend ab. „Das war ja mal wieder klar! Aber ich sag dir eins, Miriam, du und Duncan, ihr werdet ein Paar. Du weißt ganz genau, das ich dich besser kenne, als du dich selbst und das alles, was ich sage, auch eintrifft.“ „Und jetzt werde ich mich erst recht dagegen wehren“, fuck, schon wieder verplappert. Zufrieden lächelte Anke mich an und ich verschwand Tür knallend in meinem Zimmer.......

~Zurück in der Gegenwart~

~Miriam~

Ganz in Gedanken an unsere erste Begegnung versunken, hatte ich gar nicht gemerkt, wie ich die Richtung nach hause einschlug. Ich muss Duncan vergessen......ihn aus meinem Herzen verbannen. Wie soll es sonst weiter gehen, wenn er mir dauernd im Kopf herum spukt?! Im Moment waren er und die Jungs irgendwo auf Tour. Ich wusste nicht, wie lange sie noch weg bleiben würden und das war auch gut so. Nur Anke heulte mir Tag für Tag die Ohren voll, wie sehr sie ihren Lee doch vermisste. Ich bin wirklich froh, dass sie jemanden, wie Lee gefunden hat, aber sie fängt an, es zu übertreiben. Weiß gar nicht, wie sie ihn vermissen kann, wenn sie 3 bis 4 mal am Tag mit ihm telefoniert und dazwischen jede 2 Minuten ihr Handy piepst: Kurzmitteilung empfangen! Nun war ich vor unsere Wohnung angekommen und schloss die Tür auf. Im Wohnzimmer traf ich auf Anke....die wild mit Lee am rumknutschen war. „Ach Ryan, auch mal wieder da?!“ „Wie du siehst“, grinste er. Das heißt, Duncan ist auch wieder da, es sei denn, sie haben ihn unterwegs verloren..... Um den beiden etwas Privatsphäre zu gönnen (obwohl sie ja auch in Anke´s Zimmer gehen könnten, dachte ich leicht verärgert), machte ich mich auf den Weg in mein Zimmer. „Miriam, du solltest da jetzt besser nicht.....“, riefen Lee und Anke im Chor, aber es war schon zu spät. Ich drückte die Klinke hinunter, öffnete die Tür......und stand vor einem splitterfasernackten Duncan! Dieser grinste mich frech an, schnappte sich eine Boxershorts und zog diese seeeehr langsam nach oben. Aufgewühlt schnappte ich nach Luft. Einerseits, weil mich dieser Anblick total aus dem Konzept gebracht hatte, andererseits, weil ich vor Wut hätte platzen können. Wütend schlug ich dir Tür zu. „Anke, was zum Teufel macht DIESER Kerl in MEINEM Zimmer?“, verlangte ich zu wissen. „Ja, also....ähm....“, druckste sie rum, dann ergriff Lee das Wort. „Duncan und ich wohnen ja zusammen, wie du weißt, und wir haben einen Rohrbruch in unserem Apartment. Wir sind heute nach hause gekommen und alles stand unter Wasser. Anke meinte, es wäre kein Problem, wenn wir für die Zeit, in der unsere Wohnung trocknen und renoviert werden muss, hier wohnen.“ Okay, ganz ruhig, Miri! Umbringen kannst du sie immer noch..... „Wie lange wird das dauern?“ „Na ja....öhm....“, jetzt fängt der auch noch an rumzudrucksen. „Raus damit, Ryan! Wie lange?“ „Vielleicht ein paar Wochen....“ „WOCHEN?!“ „.....oder Monate...“ „MONATE?!?!“, super, das wird ja hier echt immer besser. „Na ja, erstmal muss ja alles richtig trocken sein und du weißt ja, die Handwerker heutzutage.....“, setzte Anke schnell hinzu. „Könnt ihr mir mal verraten, wie ihr euch das vorstellt?“ „Zwischendurch bist du uns auch mal los. Uns steht nämlich noch eine Tour durch Germany bevor“, warf Lee rasch ein. „Wenn du damit die Schlaferei meinst....“, füge Anke hinzu, „Lee wird natürlich bei mir schlafen und Duncan....“ „Hallo Bettgenossin!“, grinste Duncan fröhlich und kam aus meinem Zimmer. Wieder schnappte ich nach Luft, diesmal vor Empörung! So was dreistes! „Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, Anke, das verspreche ich dir“, keifte ich und rauschte in mein Zimmer.......

~Duncan~

Der Rohrbuch hatte auch ein gutes! Lee und ich konnte zu Anke und Miriam ziehen. Dort angekommen sprang Lee gleich unter die Dusche und danach ich. Es war also keine Absicht gewesen, dass Miri mich so gesehen hatte. „Was grinst du eigentlich so?“, fragte Lee sauer, „Miriam war schon so wütend genug. Dann kommst du auch noch und setzt dieses „Bettgenossin“ drauf.“ „Ich will sie doch nur aus der Reserve locken“, verteidigte ich mich. „Ja, ja, du brauchst dich dann aber auch nicht wundern, wenn sie dir dafür irgendwann mal die Augen auskratzt....und Duncan....“ „Nicht jetzt!“, ich warf ihm einen Nicht-vor-Anke-Blick zu. Ich weiß ganz genau, worauf er anspielt und das ich scheiße gebaut hab. Während unserer Tour hatte ich......gegen all meine Prinzipien verstoßen. Ich hatte eine Frau, Eva, kennen gelernt und hab auch ein paar mal mit ihr geschlafen. Eines Nachts hab ich dann wohl mal im Schlaf „Ich liebe dich“ gemurmelt, während Eva daneben lag. Sie hatte das allerdings komplett falsch verstanden, denn ich hatte, wie in der ganzen Zeit, von Miriam geträumt und das „Ich liebe dich“ galt ihr. Auf jeden Fall sagte sie mir am nächsten Morgen, dass sie mich auch liebt und dachte, dass wir jetzt richtig zusammen wären. Tja, und ich Idiot hab das Missverständnis nicht aufgeklärt. Jetzt hatte ich eine vermeintliche Freundin am Hals, obwohl ich eine andere Frau liebe. Ich weiß nicht, wie ich das Eva oder gar Miri erklären soll. Lee lag mir schon die ganze Zeit in den Ohren, dass ich „Schluss“ machen sollte. Nur, wie soll ich das anstellen? Soll ich ihr die Wahrheit sagen? Das mir das alles nichts bedeutet hat? Ich bemerkte Lee´s vorwurfsvollen Blick und sah, wie Anke misstrauisch zu mir, dann zu Lee und wieder zu mir sah. Wenn Miri oder Anke das jemals spitz kriegen, dann werden hier Köpfe rollen.....

~Miriam~

Den Rest des Tages verkroch ich mich in meinem Zimmer. Ich wollte weder Anke, noch Lee und schon gar nicht Duncan sehen. Scheiße, kann mir mal jemand dieses Bild aus dem Kopf hämmern?! Immer wieder sehe ich Duncan vor mir.....NACKT!!! Hätt ich bloß gehört und nicht die Tür aufgemacht! Ich darf gar nicht dran denken, wenn er gleich kommt und ins Bett will....nein, das wird er doch wohl nicht wagen....oder?! Oh doch, und wie er das wird! In diesem Moment ging nämlich die Tür auf und Duncan kam pfeifend ins Zimmer. „Oh, du liegst ja schon im Bett“, sagte er erstaunt. Schlau erkannt, Junge, dachte ich genervt, doch ich schwieg beharrlich. Er drehte mir den Rücken zu und zog sich aus. Nacheinander flogen sein Shirt und seine Jeans auf meinen Schreibtischstuhl. Und jetzt noch die Boxershorts, dachte ich und biss mir auf die Unterlippe, aber die behielt er dann doch an. Eilig versuchte ich mich wieder auf das Buch in meinen Händen zu konzentrieren, während er ins Bett krabbelte, die Arme hinter dem Kopf verschränkte und an die Decke starrte. Eine Zeit lang schwiegen wir uns an, bis plötzlich Geräusche aus dem Nebenzimmer zu hören waren. Zum einen war das Anke´s „Ohhhh jaaa, Lee, jaaaaa“ – Gestöhne und zum anderen das Quietschen des Bettes. „Himmel, kann er´s ihr nicht leiser besorgen“, schimpfte ich, während Duncan in schallendes Gelächter ausbrach. „Nur kein Neid, Miri“, gluckste er. „Neid?!
Worauf sollte ich neidisch sein?! Ich kann mich beherrschen, was man von dir ja nicht behaupten kann, wenn ich da an heute Mittag denke....Geh doch rüber, vielleicht lassen sie dich mitmachen.“ „Nein danke“, winkte er ab, „ich kann mir was besseres vorstellen, als n Dreier mit Lee...“, dabei klimperte er verheißungsvoll mit den Augen. „Ohhhh DU.....“ „Was hab ich jetzt schon wieder gemacht?“ Angefressen versuchte ich das Gestöhne zu ignorieren und mein Buch weiter zu lesen. Das hätte ich auch fast geschafft, wenn Duncan nicht zwischendurch immer wieder angefangen hätte zu lachen. „Duuuu, Miri?!“ „Hmmmm?“, machte ich als Zeichen, das ich hörte. „Kann ich dich mal was fragen?“ „Wenn´s denn sein muss“, murrte ich, starrte aber weiter in mein Buch. „Hat dir eigentlich gefallen, was du heut Mittag gesehen hast?“ Was soll das denn jetzt hier geben? Soll ich ihm seine Männlichkeit bestätigen oder was?! Ich fuhr ihn an, geriet jedoch schnell ins Stottern: „ Weißt du, es ist mir egal, wie groß dein.....dein.....dein....“ „Ja, sprich dich nur aus“, grinste er spitzbübisch. „Ach, sei doch ruhig, sonst.....“ „......stopfst du mir das Maul?!“, beendete er den Satz, „ich wüsste da auch schon en Möglichkeit.....“, Dunc formte mir den Lippen einen Kussmund. „Ich könnte dich aber auch ans Bett fesseln und knebeln.“ „Hmmmm.....auch keine schlechte Idee.....“ „Ohhhh warum springe ich bloß immer wieder darauf an?!?“ „Keine Ahnung, sag du es mir....“, nagelte er mich mit seinen Blicken fest. „Schluss damit“, ich knallte das Buch auf den Boden, knipste das Licht aus und versuchte einzuschlafen.....

~Duncan~

Man, diese Frau hat echt Temperament und je mehr sie mich anzickt, desto mehr verfalle ich ihr. Während das Gestöhne verebbte, schlief Miri neben mir tief und fest. Allerdings hatte sie einen sehr unruhigen Schlaf, denn sie wälzte sich von einer Seite auf die andere. Und bald darauf wusste ich auch, warum sie das tat. Auf einmal stöhnte sie meinen Namen und das sehr lustvoll. „Ich bin ja hier, Baby“, hauchte ich. Sie drückte sich mit dem Rücken an mich, griff im Schlaf nach meiner Hand und legte sie auf ihren Bauch. Warum eigentlich nicht?! Warum soll ich nicht so liegen bleiben? Sie bzw. ihr Unterbewusstsein wollte es ja auch. An meine Traumfrau gekuschelt schlief ich dann schließlich auch ein, bis mich am Morgen ein spitzer Schrei weckte.....

~Miriam~

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, dachte ich, alles sei nur ein böser Traum gewesen, aber ich sollte schnell eines besseren belehrt werden. Ich stieß einen spitzen Schrei aus, als ich merkte, dass Duncan direkt hinter mir lag (da hätte nicht mal mehr ein Streichholz zwischen gepasst!) und seinen Arm um mich geschlungen hatte. Hastig sah ich zu, dass ich aus diesem Bett raus kam. „Was n los?“, gähnte Duncan und rieb sich verschlafen über die Augen. „Was los ist?!“, schrie ich ihn an, „du mieses Schwein hast wirklich keine Skrupel, dich an mich ran zu machen, wenn ich schlafe!“ „Von was redest du? Du wolltest es doch!“, gähnte er wieder. „Du hast sie ja nicht mehr alle“, wütend stapfte ich aus dem Zimmer in die Küche. Auf diesen Schreck brauch ich jetzt erstmal einen Kaffee. „Oh schön, machst du mir auch einen?!“, und schon wieder stand er neben mir. „Pff mach ihn dir doch selber.“ „Ich weiß gar nicht, warum du jetzt schon wieder so zickig bist. Du hättest mal hören sollen, wie lustvoll du meinen Namen gestöhnt hast. Weißt du, an was mich das erinnert?“, als ich nicht antwortete, sang er:

“I wanna look into your eyes
And let the world just pass me by
But when you´re talking in your sleep
I know that I´m in too deep
Everytime you call my name”

„Halt die Luft an, Goldkehlchen! Und dann will ich dir noch eins sagen: Einbildung ist auch ne Bildung!“ „Ich hab mir das nicht eingebildet“, sagte er unbeeindruckt und trat schnell in den Türrahmen, damit ich nicht aus der Küche flüchten konnte. „Lass mich sofort hier raus!“ „Warum sollte ich?!“, zuckte er mit den Schultern. Verdammt, warum kann er sich nicht einmal richtig mit mir zoffen?! Ich hasse es, wenn er so ruhig bleibt und mir freche Antworten gibt! „Ich sag´s nur noch einmal, Dunc, lass mich hier raus!“ „Erst, wenn du das mit der Einbildung zurück nimmst“, oho, höre ich da etwa Trotz aus seiner Stimme?! „Da kannst du lange drauf warten!“ „Dann kannst du auch lange darauf warten, hier raus zu kommen.“ Gut, du hast es nicht anders gewollt, dachte ich. „LEE! Beweg endlich deinen Arsch aus dem Bett!!“, brüllte ich. Verschlafen standen er und Anke wenige Minuten später hinter Duncan. „Miri, ich hoffe, du hast einen guten Grund uns so früh aus dem Bett zu schmeißen“, gähnte Lee, „ich bin noch so müde!“ „Tja, ich würde mich mal nicht so verausgaben“, meinte ich spitz, „und jetzt sag deinem Freund endlich, er soll mich hier raus lassen!“ „Und deshalb weckst du uns? Hättest du ihm das nicht selber sagen können?“, fragte Anke genervt und versuchte ein Gähnen zu unterdrücken. „Scherzkeks! Meinst du, das hab ich nicht schon versucht?“, keifte ich. „Okay, Dunc, es recht! Lass sie raus!“, befahl Lee und, oh Wunder, er machte auch tatsächlich Platz. Aber nur so viel, dass ich mich gerade so an ihm vorbei quetschen konnte. „Und du kleb dir das nächste mal n Pflaster vor den Mund“, zischte ich Anke zu, bevor ich ins Bad verschwand.....

~Duncan~

„Was hat sie denn damit jetzt gemeint?“, fragte Anke verwirrt. „Ich zitiere, Zitatanfang: „Kann er´s ihr nicht leiser besorgen“, Zitatende“, grinste ich. Sie lief puterrot an: „Oh, ich wusste gar nicht, dass ich so laut war.“ „Macht ja nichts....“, zwinkerte ich ihr zu, „.....so lange du dich nicht beschwerst, wenn es bei uns auch mal laut wird.....“ Lee warf mir wieder einen dieser Blicke zu. Ich weiß, er hängt da mit drin, aber das könnte er trotzdem sein lassen. Das ich mich immer tiefer rein reite, weiß ich selbst, dafür brauche ich keinen Lee Ryan. Ich werde das schon irgendwie schaffen, wieder aus diesem Schlamassel raus zu kommen....

~Miriam~

Die Tage vergingen und dir Semesterferien rückten immer näher. Duncan und Lee hatten viele Termine, so dass ich sie zum Glück nur selten zu Gesicht bekam. Als ich an meinem letzten Tag von der Uni auf dem Weg nach hause war, klingelte mein Handy. „Miri, ich bin´s Anke“, meldete sie sich. „Hey, was gibt’s denn?“ „Du musst sofort ins Büro deines Vaters kommen.“ „Was ist denn? Ist was passiert?“ „Komm einfach schnell her“, und schon hatte sie wieder aufgelegt. Seufzend steckte ich mein Handy weg und machte mich auf den Weg zu „Virgin“. „Okay Anke, was ist los? Wo brennt´s?“, fragte ich direkt, als ich ankam. „Das sagt dir dein Dad lieber selber“, wich sie aus. Irgendwas ist hier doch faul..... Ich klopfte an die Bürotür und wurde gleich herein gebeten. Drinnen traf mich fast der Schlag! Der Kerl verfolgt mich! Ja, so muss es sein! Duncan grinste mich an, aber er war nicht allein. Lee, Simon und Antony waren auch mit von der Partie. „Du wolltest mich sehen, Daddy?“, wandte ich mich ihm zu, aber nicht, ohne Duncan einen vernichtenden Blick zuzuwerfen. „Ja, und zwar geht es um folgendes: Wie du weißt, steht für die Jungs eine Tour an durch Germany. Nichts großartiges, nur Promo bei Radio, TV, Zeitschriften etc und ein paar Gigs, aber es ist trotzdem wichtig. Durch ein unglückliches Missgeschick hat sich Johnny heute das Bein gebrochen und muss sich schonen. Da die Jungs aber dringend einen Manager brauchen.....wäre es mir lieb, wenn du das übernehmen würdest. Du kannst auch Anke mitnehmen. Ein bisschen Unterstützung kannst du bestimmt gebrauchen.“ „Kann das nicht auch wer anders machen?“, fragte ich, worauf Lee traurig aus der Wäsche guckte. Klar, wenn ich den Job nicht mache, würde Anke auch nicht mitkommen. „Nein, ich möchte, dass du es machst, weil ich die Jungs niemand anderem anvertrauen möchte.“ „Also gut, ich mach´s“, seufzte ich, „wann soll´s losgehen?“ „Morgen früh, danke Miri“, umarmte mich mein Dad, „genaueres wird Johnny dir heute abend am Telefon erklären.“ Schließlich verließen wir fünf das Büro. „Und?“, fragte Anke aufgeregt. „Sie ist dabei“, hüpfte Lee auf sie zu und umarmte sie stürmisch. „Habt ihr heute eigentlich nix mehr zu tun?“, wollte ich von Antony wissen. „Nein, alles abgesagt worden, wegen Johnny´s unglücklichem Missgeschick. Ich stehe dir also zur vollen Verfügung“, grinste Duncan stattdessen. „Wenn ich´s nicht besser wüsste, würde ich sagen, du hast deine Finger da mit im Spiel!“, sah ich ihn herausfordernd an. „Was? So was gemeines traust du mir zu?“, er tat empört und setzte ein Engelsgesicht auf. Wütend kniff ich die Augen zusammen. „Hat Johnny euch schon gesagt, wann euer Flug nach Deutschland geht, ANTONY?“, ich betonte seinen Namen absichtlich, damit Duncan nicht wieder dazwischen quatschte. „Ja, um 9 Uhr“, antwortete er. „Gut, dann seid ihr alle um 8 Uhr am Flughafen.“ „Oh man, schon wieder so früh aufstehen“, gähnte Duncan demonstrativ und streckte sich. „Ich werde persönlich dafür sorgen, dass du aus den Federn kommst.“ „Ich freu mich schon drauf.“ „Abwarten“, genervt verließ ich „Virgin“ und ging endlich nach hause.......

~Duncan~

Was für ein glück.....ähhhh bedauerlicher Zufall, dass Johnny sich das Bein gebrochen hat. Erst dachte ich schon, sie würde ablehnen, aber das hat sie dann zum Glück doch nicht gemacht. Heute hatten wir keine Termine mehr und so konnten wir mir Miri „Virgin“ verlassen, auch wenn sie stur vor uns bzw. vor mir herlief. Gegen Abend wollte Johnny ja anrufen, aber er tat es nicht und das machte Miri ziemlich nervös. Plötzlich klingelte es und ich öffnete. „Schön langsam, alter Mann“, lachte ich und ging im nächsten Augenblick vor Johnny´s Krücke in Deckung. „Wenn ich könnte, wie ich wollte, dann würde ich dich jetzt erwürgen, Dunc“, brummte er. „Johnny, komm rein, setz dich und ignorier diesen Blödmann“, bat Miri, „warum hast du denn nicht angerufen? Ich wäre doch auch vorbei gekommen.“ „Das wollte ich aber nicht, wo du dich doch schon mit diesen Chaoten rumschlagen musst.“ „Oh, drei von ihnen sind gar kein Problem“, meinte sie spitz, wobei sich ein breites Grinsen bei Lee, Antony und Simon ausbreitete. Eingeschnappt hörte ich Miri und Johnny zu, wie sie alles weitere besprachen. Bald darauf verabschiedete er sich: „Und Dunc, wenn du noch einmal deinen Rucksack im Weg stehen lässt.....“, drohte er. „Sorry, war doch keine Absicht.“ „Soll das heiße, der ist schuld?“, fragte Miri, worauf er nickte. Dann verließ er die Wohnung. „Ich hab´s doch gewusst“, ging sie gleich auf mich los und es sah so aus, als wolle sie mir die Augen auskratzen. „Hey, hey, vergiss nicht, du brauchst mich noch“, vorsichtshalber trat ich einen Schritt zurück. „Wenn du irgendwelche miesen Tricks versuchst, James, dann bist du fällig!“, sie rauschte in unser.....ähm ihr Zimmer. „Dein Charme kommt wohl nicht so wirklich an, was Duncylein?!“, witzelte Simon. „Ach, halt´s Maul“, erwiderte ich mies gelaunt. Ich krieg Miri schon noch dazu, ihre Gefühle zuzulassen und wenn es das letzte ist, was ich tue....

~Miriam~

Am nächsten Morgen stand ich in aller Frühe auf, um mich fertig zu machen und meine Koffer zu packen. Dabei nahm ich keine Rücksicht auf Duncan, der noch selig vor sich hin schlummerte. Ich schaltete das Licht ein, doch er drehte sich nur auf den Bauch und zog sich das Kissen über den Kopf. Was für ein knackiger Hin..... Nein! Ich hab mir geschworen, stark zu bleiben! „Duncan“, schnurrte ich ihm ins Ohr, als ich das Kissen angehoben hatte, „wenn du nicht auf der Stelle aufstehst, wird diese Nadel hier in meiner Hand, in deinem Hintern landen.“ Ach guck mal einer an, wie schnell Mr. James aus den Federn springen kann. Die Hände auf seinen Hintern gepresst, starrte er mich mit aufgerissenen Augen an: „Aber du hast doch gar keine Nadel.“ „Nein, aber es hat doch gewirkt“, lachte ich. Brummig guckte er durch die Gegend. „Och sind wir heute ein bisschen muffelig?“, spottete ich, „dafür ist jetzt aber keine Zeit. Sieh lieber zu, dass du ins Bad kommst und deine Koffer gepackt kriegst.“ Murrend fügte er sich und ich packte meine Koffer zu ende. Als er wieder kam, hatte er schon bessere Laune. Mittlerweile waren auch Anke und Lee auf den Beinen. Alles war fertig, die Koffer standen an der Tür und kurz darauf klingelte der Taxifahrer, der uns zum Londoner Flughafen bringen sollte. Ganz gentlemenlike wollte Duncan meine Koffer tragen, aber ich machte ihm gleich einen Strich durch die Rechnung. Selbst ist die Frau und wofür haben diese Dinger sonst Rollen?! Am Flughafen trafen wir dann auf Antony und Simon. Bald darauf checkten wir ein und betraten das Flugzeug. Die Plätze waren so verteilt worden, dass man immer zu zweit sitzen konnte. Und wie sollte es auch anders sein, hatte ich mal wieder Duncan am Hals. „Was hab ich dir bloß getan?“, stöhnte ich und ließ mich in meinem Sitz nieder. „Schicksal Honey“, flötete Duncan neben mir. „Von wegen Schicksal! Ich hab immer mehr das Gefühl, dass du überall deine Finger mit im Spiel hast, nur um mir auf die Pelle zu rücken und weißt du, wie man das nennt? Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz!“ „Oh nein, Babe! Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wäre, wenn ich dich jetzt in das Klo da drüben befördern, dich an die Wand drücken, du auf meinen Hüften sitzen würdest und.....“ „Wage es ja nicht, diesen Satz auch nur zu ende zu denken“, zischte ich, „und lass verflucht noch mal diese Kosenamen!“ „Okay, Boss“, grinste er. „Ganz genau, das ist ein sehr gutes Stichwort! Du hast du machen, was ich dir sage und....“ „Ich wusste von Anfang an, dass du gern die Kontrolle behältst, nicht nur bei deinen Gefühlen.“ „Ich werde jetzt ganz sicher nicht mit dir über mein Gefühlsleben diskutieren.“ „Irgendwann wirst du es müssen, Miri, irgendwann schon....“ Verärgert drehte ich mich auf die Seite und starrte aus dem Fenster......

~Duncan~

Miri sprach den ganzen Flug über kein Wort mehr mit mir und auch danach versuchte sie mich zu ignorieren. Als wir dann im Taxi saßen, verkündete sie, dass wir heute den restlichen Tag frei hatten, bevor es morgen so richtig los ginge. Im Hotel angekommen erkundigte sie sich sogleich nach unseren Zimmern. Wütend stapfte sie quer durch die Lobby auf uns zu. Man konnte förmlich die kleinen Rauchwölkchen sehen. Wurd aber auch langsam Zeit, wir stehen uns ja hier schon ne halbe Stunde die Beine in den Bauch. „Wo warst du so lange?“ Sie ignorierte meine Frage und fing an zu erzählen: „Also Leute, wir haben da ein kleines Problem. Es wurde angeblich ein Zimmer zu wenig gebucht, laut des Hotels ein Fehler von „Virgin“ aber na ja..... Ich habe gerade schon mit den anderen Hotels gesprochen und überall sagte man mir das gleiche: „Leider können wir daran jetzt nichts mehr ändern, Miss Simpson.“ . Also müssen wir uns jetzt eben unter einander arrangieren. Wir machen jetzt die Zimmerverteilung, die während der ganzen Zeit, wo wir hier sind, so bleibt und....“ „Danke Miri“, Anke schnappte ihr einen Schlüssel aus der Hand und zog Lee schnell weg. „Danke schön“, das gleiche auch bei Ant und Si, die schleunigst zusahen, dass sie das Weite kriegten. „Hallo Bettgenossin!“, grinste ich keck. „Sollte ich raus kriegen.....“, sie stach mir ihren Zeigefinger in die Brust, „....dass du dahinter steckst, dann......“ „Hey, lass mal diese Unterstellungen“, verteidigte ich mich, „ich hab damit nix zu tun! Großes Blödmann – Ehrenwort!“, grinste ich. Sie warf mir wieder einen dieser vernichtenden Blicke zu und rauschte in Richtung Aufzug, in den ich gerade noch so rein schlüpfen konnte. Als wir dann die Koffer in unserem Zimmer hatten, verkündete sie: „Ich gehe jetzt in die Stadt......ALLEIN!!“ Geh nur, Honey, dachte ich, aber deinem......unserem Schicksal kannst du nicht entkommen.....

~Miriam~

Wenigstens bin ich Duncan für ein paar Stunden los und ich hab vor, diese paar Stunden voll auszukosten und zu genießen. Während ich so durch die Stadt lief, ging mir eines nicht mehr aus dem Kopf: mein Schicksal! Ist es wirklich mein Schicksal mit ihm zusammen zu sein? Sind wir wirklich füreinander bestimmt? Ach fuck, jetzt denk ich ja schon wieder an Duncan! Was hat dieser Kerl bloßmit mir gemacht?! Unterwegs kam ich an einem Plattenladen vorbei, aus dem eines dieser Lieder erklang, dass einem sofort ins Ohr ging. Mir waren diese Stimmen unbekannt uns so fragte ich in dem Laden nach diesem Song, den ich dann auch so gleich kaufte. Am frühen Abend erreichte ich wieder das Hotel. Oben in unserem Zimmer legte ich die CD in den Player und warf mich aufs Bett. Eine Minute später kam Duncan rein und ließ sich auch auf dem Bett nieder, wovon ich mich aber gar nicht stören ließ, sondern dem Lied lauschte:

“Someday”

Someday……Someday
Someday……Someday

I believe we´ve come to where there´s no turning back
It´s a one-way street and it seems like we´re trapped
In a way, I know that things have been going on for too long
It´s become too much, It´s so hard to go on

But I´m not the one who walks away that easily
I try to believe in love
Try so hard to be in love

Someday, in another time and place
With a brighter stronger flame
We´ll make it right
In some way, there can be a miracle
Our love can still be magical
I know that we can make it right

I used to think that U had been sent from above
That we were meant to be, forever you and me
Day by day went by and somewhere we went wrong
And our devotions been gone from that moment and on

But I´m not the one who walks away that easily
I try to believe in love
Try so hard to be in love

Someday, in another time and place
With a brighter stronger flame
We´ll make it right
In some way, there can be a miracle
Our love can still be magical
I know that we can make it right

Cause deep inside my heart and mind
I truly think that love is blind
I know there can be miracles
Our love can still be magical
I know that we can make it right

Someday……Someday
Someday……Someday

Someday, in another time and place
With a brighter stronger flame
We´ll make it right
In some way, there can be a miracle
Our love can still be magical
I know that we can make it right

Someday, in another time and place
With a brighter stronger flame
We´ll make it right
In some way, there can be a miracle
Our love can still be magical
I know that we can make it right


„Ob wir es auch eines Tages richtig machen?“ Mist, ich hab schon befürchtet, dass diese Frage kommt. „Fängst du jetzt schon wieder damit an?“, fragte ich genervt zurück. „Schon gut, beruhig dich wieder“, beschwichtigte er mich, „ich will nicht schon wieder mit dir streiten.“ Pah, wenn er ja wenigstens streiten würde..... „Kommst du nachher mit? Wir wollen in einen Club und bevor du fragst, Anke kommt auch mit.“ „Gut, dann komme ich auch mit.“ Die nächste halbe Stunde schwiegen wir uns wieder nur an, bis Duncan dann plötzlich aufstand und im Bad verschwand. Sekundenspäter hörte ich das Wasser rauschen und das eine ganze viertel Stunde lang. Dann kam er wieder raus, nur mit einem Handtuch um die Hüften. Ich konnte nicht anders und starrte ihn einfach an. Dies bemerkte er natürlich und quittierte es mit einem schelmischen Grinsen. Schnell verschwand ich im Bad um auch zu duschen.....

~Duncan~

Oh man, wie süß sie mich angestarrt hat und sie ist sogar ein bisschen rot geworden. Und schon wieder schossen mir Lee´s Worte durch den Kopf: „Duncan, du musst die Sache endlich klären!“ Das hatte er mir vorhin erst wieder gesagt, als Anke kurz das Zimmer verlassen und mein Handy geklingelt hatte. Es war natürlich Eva gewesen. Sie bombardierte mich mir SMS´n und Anrufen, so dass ich mein Handy fast immer auf ´lautlos´ gestellt hatte. Und wenn ich dann doch mal ran ging, dann war sie auch noch so verständnisvoll. Fuck, warum kann ihr das nicht einfach alles zu viel werden? Warum kann sie nicht einfach schluss machen? Dann würde mir das wenigstens erspart bleiben.... Gedankenverloren zog ich mir die Klamotten über, die ich gerade raus gesucht hatte. Kurz darauf kam Miri, in ein Handtuch gewickelt aus dem Bad und ich flitzte schnell hinein, um meine Haare zu stylen. Danach tauschten wir wieder. Als sie dann fertig gestylt aus dem Bad kam, musste ich aufpassen, dass mein Mund nicht offen stehen blieb, denn sie sah einfach atemberaubend aus! ! Unten trafen wir dann die anderen und Miri erntete bewundernde Blicke von Antony und Simon, was mich ziemlich wurmte! Die sollen mal mein Mädchen nicht so anstarren! Im Club verzogen sich gleich alle auf die Tanzfläche, außer ich. Ich wollte mir irgendwas einfallen lassen, wie ich Miri dazu bringen konnte, mit mir zu tanzen. Also ließ ich mich zunächst an der Bar nieder und bestellte mir einen Drink. Wie stell ich das jetzt am Geschicktesten an? Ich schaute angestrengt in mein Glas, als ob dort die Antwort zu finden wäre. Nun nahm ich erstmal einen Schluck und drehte mich dabei zur Tanzfläche um. WAS IST DAS DENN DA??? Mein bester Freund tanzt mit meinem Mädchen?!? Vor Schreck verschluckte ich mich an meinem Getränk. Miri bekam das mit, grinste mich boshaft an und drängte sich noch enger an Simon, der natürlich überhaupt nicht abgeneigt war. Dieses kleine Biest wollte mich eifersüchtig machen!!! Wenn ich jetzt sagen würde, dass ich es nicht bin, dann wäre das eine fette Lüge! Jetzt ließ ich die beiden nicht mehr aus den Augen. Irgendwann mussten die doch mal von einander ablassen?! Dann kam auch noch Lee zu mir und klopfte mir aufmunternd auf die Schulter. Genau in diesem Moment wurde ein, mir sehr bekanntes, Lied gespielt. Jetzt oder nie....

~Miriam~

Awww, wie ich es liebe, Duncan auch mal zu ärgern. Seine eifersüchtigen Blicke sagte wirklich alles!! Als ich sah, dass er es endlich mit gekriegt hatte, trieb ich das Spiel noch etwas weiter, indem ich mich noch enger an Simon drückte. Ach, hier kennt man Blue also doch n bisschen, dachte ich gerade, als ein sehr bekanntes Lied erklang. Zielstrebig steuerte Duncan auf uns zu. Er tippte Simon auf die Schulter: „Du hast jetzt erstmal Pause, mein Freund!“ Duncan schob ihn von mir weg in Richtung Bar und fing dann an mit mir zu tanzen. Okay, du hast es nicht anders gewollt. Zum Schein ging ich darauf ein und machte seeeeehr eifrig mit:

“Too close”

Oh yes Blue Too close

Baby when we´re grinding
I get so excited
Uh, how I like it
I try but I can´t fight it
Oh you´re dancing real close
Plus it´s real, real slow
You´re making it hard for me

All the slow songs you requested
You´re dancing like you´re naked
Oh it´s almost like we´re sexing (Oh yeah)

Yeah, Boo, I like it
You know I can´t deny it
But I know you can tell I´m excited

Step back you´re dancing kind of close
I feel a little pull coming through on you

Now girl I know you felt it
Before you know I can´t help it
You know what I wanna do (ohh)

Baby when we´re grinding (uh yeah)
I get so excited (it is so good)
Uh, how I like it (so real)
I try but I can´t fight it
Oh, you´re dancing real close (real close)
Plus it´s real, real slow (You know)
You´re making it hard for me

Baby, us dancing so close
Ain´t a good idea
´Cos I´m want you now and here
The way that you shake it on me
Makes me want you so bad sexually (Oh girl)

Step back you´re dancing kind of close (uh yeah)
I feel a little pull coming through on you

Now girl I know you felt it
Before you know I can´t help it
You know what I wanna do

Baby when we´re grinding
I get so excited
Uh, how I like it
I try but I can´t fight it
Oh, you´re dancing real close (real close)
Plus it´s real, real slow (You know)
You´re making it hard for me

I love when you shake it like that (ha ah ah)
I see that you like it like that (ha ah ah)
I love when you shake it like that (ha ah ah)
I see that you like it like that (ha ah ah)

Baby when we´re grinding
I get so excited
Uh, how I like it
I try but I can´t fight it
Oh, you´re dancing real close (real close)
Plus it´s real, real slow (You know)
You´re making it hard for me (Baby real slow)

Baby when we´re grinding
I get so excited
Uh, how I like it
I try but I can´t fight it
Oh, you´re dancing real close (real close)
Plus it´s real, real slow (You know)
You´re making it hard for me (Baby real slow)

Baby when we´re grinding
I get so excited
Uh, how I like it
I try but I can´t fight it (Uh yeah)
Oh, you´re dancing real close
Plus it´s real, real slow
You´re making it hard for me


„Warum machst du es uns nur so schwer, Miriam?“, hauchte er mir ins Ohr, „wann wirst du endlich verstehen, dass mir der Sex nicht so wichtig ist?! Ich will dein Herz!“ Wer´s glaubt..... Meine Hände wanderten über seinen Körper und ich musste aufpassen, nicht die Kontrolle über mich zu verlieren. „Was soll das? Hör auf damit“, protestierte er, aber entziehen konnte er sich mir nicht und als ich ihm dann noch ein „ohhhh Duncan“ ins Ohr stöhnte, war es vollkommen um ihn geschehen. Das war hier kein Tanzen mehr, sondern reines Vorspiel. Ich merkte, wie erregt `er´ war, denn, oh gott, so nah hatte ich mich noch nicht mals an Simon gedrückt. Als das Lied zu ende war, hatte ich ihn da, wo ich ihn haben wollte. Fies grinsend sah ich an ihm herunter und deutete auf seine Hose: „Viel Spaß noch!“

~Lee~

Kopfschüttelnd saß ich mit einem Drink an der Bar und beobachtete das Geschehen auf der Tanzfläche. So was nennt man dann wohl „Trocken“ – Sex?! „Was guckst du denn so ernst, Schatz?“, Anke kam aus Richtung der Toiletten wieder und drückte mir einen Kuss auf den Mund. „Sieh selbst“, deutet ich auf Miri und Duncan. Sie schlug die Hand vor den Mund und schüttelte ungläubig den Kopf. Das waren wohl die heißesten 3 ½ Minuten, die Dunc je mit Miri hatte, wie man nur allzu deutlich sehen konnte, als Miri grinsend von ihm zurück trat und ihn wie einen Deppen auf der Tanzfläche stehen ließ. Sie kam auf uns zu und trank meinen Drink auf Ex runter: „Man, hat das gut getan!“ Allerdings wusste ich nicht, ob sie damit meinen Drink gemeint oder das, was sie mit Duncan veranstaltet hatte. Ohne ein weiters Wort verließ sie den Club, während Duncan mit hochrotem Kopf versuchte, möglichst unauffällig zu den Herren – Toilette zu gelangen. Armer Junge! Jetzt tut er mir doch ein bisschen leid! Duncan hat nur Glück, dass wir nicht in England sind. Dort wären er und sein kleiner…..ähm im Moment großer Freund morgen in aller Munde und in allen Zeitungen. „Ich sollte vielleicht mal nach Miriam sehen…..“, meinte Anke. „Das halte ich für keine gute Idee! Sie wird uns nachher noch genug anfauchen, wenn wir einen sturzbesoffenen Duncan bei ihr abliefern.“ „Na ja, vielleicht steckt er es ja ganz gut weg?!“, unsicher blickte Anke sich um, ob Duncan schon in Sicht war. Ich sah sie nur schief an und sagte nichts weiter dazu. Gut 10 Minuten später kam Duncan wieder und allem anscheinen nach hatte `er´ sich wieder erholt. Er pflanzte sich neben uns und orderte einen Whiskey. „Siehst du?!“, entfuhr es mir, wofür Anke mir auf den Arm schlug. „Alkohol ist doch keine Lösung, Dunc“, sagte Anke, setzte sich auf seine andere Seite und nahm ihm sanft das Glas aus der Hand. „Warum nicht?!“, fragte er trotzig, „es lässt mich wenigstens vergessen…“ „Miriam liebt dich“, begann sie erneut. „Tja, das wissen wir beide, aber mach ihr das mal klar“, er griff nach seinem Glas und stürzte den Whiskey hinunter, um sich gleich wieder neu einschenken zu lassen. Anke wollte weiter auf ihn einreden, aber ich unterbrach sie: „Lass ihn, Schatz! Du kannst jetzt eh nichts bei ihm ausrichten.“ „Du willst also einfach zugucken, wie er sich voll laufen lässt?“, fragte Anke aufgebracht. „Was bitteschön soll ich machen? Er ist alt genug und wenn er meint, dass ihm das hilft, dann lasse ich ihn.“ „Das ist ein wahres Wort, Ryan! Darauf trinke ich“, der Barkeeper hatte den Whiskey schon da gelassen und Duncan schenkte sich immer fleißig nach……
…….1 ½ Stunden später saßen wir mit Duncan, der total dicht war, im Taxi auf dem Weg zum Hotel. Mühsam bugsierten wir ihn aus dem Taxi zum Aufzug. Anke klopfte an die Tür, während ich versuchte, Duncan auf den Beinen zu halten. Verschlafen öffnete Miri die Tür und, wie nicht anders zu erwarten, rümpfte sie gleich die Nase: „Der stinkt ja wie ne ganze Brauerei!“ „Ja, und das nur wegen dir!“, warf ich ihr vor. „Nehmt ihn mit zu euch!“ „Das könnte dir so passen“, mit der freien Hand packte ich ihren Oberarm, „du hast dir die Suppe eingebrockt, jetzt wirst du sie auch wieder aus löffeln!“ Gemeinsam legten wir Duncan´s Arme um sie, so dass Miri nun gezwungen war, ihn aufrecht zu erhalten. „Das könnt ihr doch nicht machen….“, schnappte sie empört nach Luft. „Und ob wir das können“, fuhr ich sie an, „und wenn du nicht bald damit aufhörst, dann mach ich dir mal die Hölle heiß. Ich hab nämlich so langsam die Schnauze voll von deinem Rumgezickte! Das musste mal gesagt werden!“ „Hast du das gehört, Anke?!“ „Ja, das habe ich und ich stehe voll hinter Lee!“, antwortete diese. „Kümmere dich jetzt endlich um Duncan“, sagte ich noch, bevor ich mit Anke in unser Zimmer ging……

~Anke~

„Denkst du, Miri kommt mit Dunc zurecht? Immerhin ist er sturzbesoffen“, gab ich zweifelnd zu bedenken. „Hey, ich dachte, du stehst hinter mir?!“, empörte Lee sich und schloss die Tür zu unserem Zimmer, „sie hat es ja nicht anders gewollt.......oder fandest du das fair, was sie mit Duncan gemacht hat?“ „Nein, natürlich nicht......“ „Na also! Mach dir um die beiden mal keine Gedanken. Richte die mal lieber auf deinen armen, vernachlässigten Freund.“ „Och, du armer Junge“, ich tätschelte lachend seinen Kopf, „wie kann ich dich denn wieder glücklich machen?“ „Damit“, hauchte Lee einen Kuss auf meinen Hals, „und damit“, seine Hand fuhr meinen Rücken hinab über meinen Hintern. „Komisch, dass Männer „bei glücklich“ machen immer gleich an Sex denken“, witzelte ich. „Wir können auch Mau-Mau spielen“, ließ er abrupt von mir ab. „Nein, mach bitte weiter“, flehte ich und Lee erfüllte mir nur allzu gern diesen Wunsch. „Na, wer denkt hier an Sex?“ Ungestüm drängte er mich zum Bett und wir befreiten uns gegenseitig von unseren Klamotten. „Oh Gott, Lee!!“, stöhnte ich auf, als er in mich eindrang. „Pssst Babe, du weißt doch, was Miri für gute Ohren hat.“ „Scheiß drauf, die kommt auch wieder runter von ihrer Palme“, keuchte ich und passte mich Lee´s heftigen Vorgaben an. „Du machst mich total verrückt! Weißt du das, Anke?!“ Und du mich erst, dachte ich und krallte mich in seinem Rücken fest. Ein letztes Mal stieß er in mich, bevor wir beide wieder dieses unglaublich Glücksgefühl erlebten. Eng aneinander gekuschelt lagen wir danach beieinander. „Denkst du, sie hat was gehört?“, fragte Lee und drückte mir einen Kuss auf den Mund. „Und wenn schon“, grinste ich, „sie wird schon drüber hinweg kommen.....“

~Miriam~

Jetzt lassen die mich hier einfach mit dem allein. Warte ab, das wird euch noch leid tun!! Mühsam bugsierte ich Duncan zum Bett, zog ihm das Hemd aus und ließ ihn aufs Bett fallen. Irgendwie schaffte ich es dann noch, ihm die Hose auszuziehen und mich neben ihn, mit so viel Abstand wie möglich, zu packen. Duncan war eingeschlafen, kaum das er das Bett berührt hatte und schnarchte nun vor sich hin. Das gibt ja ne tolle Nacht, dachte ich grimmig, als ich dann auch noch das Gestöhne von nebenan hörte, und zog mir das Kissen über den Kopf….
Am nächsten Morgen klingelte schon wieder früh mein Wecker. Als Managerin hat man nun mal diese scheiß Aufgabe, seine Schützlinge zu wecken und damit will ich auch mal gleich anfangen. Ich zog Duncan die Decke weg und rüttelte ihn, damit er sich schon mal seelisch auf das Aufstehen vorbereiten konnte. Danach ging ich schnell duschen, zog mich an und startete einen zweiten Versuch, Duncan aus dem Bett zu schmeißen. Wieder rüttele ich ihn heftig und zischte ihm ins Ohr: „Wenn du nicht in ner dreiviertel Stunde unten bist, James, kann ich für nichts garantieren.“ Nun brauchte ich nur noch Antony und Simon wecken, denn Anke und Lee waren schon wach. „Miri, warte bitte“, bat Anke. „Was willst du noch? Ich weiß, `hinter wem du stehst´!“, drehte ich mich um und ging nach unten in den Speisesaal, um mir einen starken Kaffee zu gönnen. Simon war der erste, der runter kam. „Du, Miri“, unsicher knetete er seine Hände, „Lee hat mir alles erzählt. Wenn ich gewusst hätte, dass da was zwischen Duncan und dir ist, dann….“ „Da läuft rein gar nichts! Ryan hat eine viel zu lebhafte Fantasie!“ „Wer hat eine lebhafte Fantasie?“, wenn man vom Teufel spricht….Anke und Lee setzten sich zu uns. Fehlten nur noch Duncan und Antony…. Letzterer erschien zwei Minuten später außer Atem vor uns. „Sorry“, entschuldigte er sich, „ich hab noch versucht, Duncan zu wecken….“ „WAS? Der pennt immer noch?“, wütend sprang ich auf und lief nach oben, die anderen im Schlepptau, „dem werd ich helfen, meinen Terminplan durcheinander zu bringen….“ Ich riss die Zimmertür auf, rüttelte ihn wieder, aber er schlummerte weiter. Das reicht!! „Miri, ich bitte dich, reg dich nicht auf!“, bat Anke. Schnurstracks ging ich ins Bad und kam mit einem Eimer eiskaltem Wasser wieder. Diesen leerte ich mitten auf Duncan´s Boxershorts aus. Wie von einer Tarantel gestochen sprang er aus dem Bett und hielt sich die Shorts so gut es ging vom Körper. „Sag mal, tickst du eigentlich noch richtig?“, schrie er mich an. Der war ja ganz schön sauer……tja, wer nicht hören will, muss eben fühlen! „Das gleiche könnte ich dich auch fragen. Was fällt die eigentlich ein, so viel zu saufen?“ „Was fällt DIR ein, mich so zu wecken?“, oh man, wie ich diese Gegenfragen hasse! „Selbst schuld“, gab ich schulterzuckend zurück. „Das ist Körperverletzung!“ „Mach dich nicht lächerlich“, ich wandte mich von ihm ab. „Hier geblieben, meine Liebe, wir sind noch nicht fertig miteinander!“, grob drehte er mich zu sich um, „du vermischst hier privates mit beruflichem!“ „Ist ja gar nicht wahr!“ „Oh doch!“ „Ich geb dir 30 Minuten! Wenn du bis dahin nicht unten bist, vergesse ich mich…“, riss ich mich von ihm los und stürmte aus dem Zimmer. „Ich dachte, das hättest du schon längst“, schrie er mir hinterher, „verdammt Miriam, Ich liebe dich!“

~Duncan~

Wer weiß, ob sie das überhaupt noch gehört hat?! Mein Kopf sank gegen den Türrahmen und ich fasste mir an den Kopf. Es fühlte sich an, als würde er gleich zerplatzen!! Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte mal so viel gesoffen hab. „Anke, du bzw. ihr kümmert euch um Duncan. Ich werd mir jetzt erstmal Miriam vorknöpfen“, entschlossen wollte Lee an mir vorbei. „Nein Lee, lass sie in Ruhe!“ „Warum?“, wollte er aufgebracht wissen, wobei ich bei seinem lauten Ton schmerzhaft das Gesicht verzog, „Miss Simpson kann sich auch nicht alles erlauben!“ „Ich WILL aber das du sie in Ruhe lässt. Das ist eine Sache zwischen mir und ihr, die niemanden was angeht!“ „Duncan, du weißt…“ „Lee, BITTE! Besorg mir lieber ne Kopfschmerztablette oder noch besser ne ganze Schachtel“, ohne ein weiteres Wort schlurfte ich ins Bad, um zu duschen. Als ich wieder raus kam, waren alle verschwunden und nur ein Glas Wasser und Kopfschmerztabletten stand auf dem Nachttisch. Eilig zog ich mich an, schluckte die Tabletten und sah zu, dass ich nach unten in die Lobby kam. Schnell hatte ich ausgemacht, wo die anderen sich befanden. Nach unserer Auseinandersetzung war die Stimmung bei allen auf dem Nullpunkt angelangt. Miri musterte mich mal wieder abschätzend, aber sie sagte nichts weiter. Als erstes stand heute ein Radio – Interview auf dem Programm. Die Moderatorin war ganz schön sauer und machte Miriam auch gleich zur Schnecke. „Sie kann nichts dafür“, lächelte ich charmant, „Es ist meine Schuld.“ „Oh, aber das ist doch nicht so schlimm“, errötete die Moderatorin nun und führte uns ins Studio. „So, und nun, wie angekündigt, haben wir nun die Jungs von Blue hier“, Applaus wurde eingespielt, „ich will auch gar nicht lange um den heißen Brei rumreden, Jungs, und stelle euch gleich die erste Hörer – Frage. Diese stammt von Sabrina, 16 Jahre alt und zwar möchte sie wissen, wie es bei euch in Sachen Frauen aussieht. Von Lee wissen wir ja bereits, dass er glücklich vergeben ist, aber wie sieht es mit euch anderen aus, z.B. mit dir Duncan?!“ Erwartungsvolle Blicke waren auf mich gerichtet und die kamen nicht nur von der Moderatorin und den Jungs, sondern auch von Miriam. „Ähm…..“, ich zögerte, aber warum eigentlich? Ist es etwa falsch, die Wahrheit zu sagen? „Ja, es gibt eine Frau in meinem Leben. Wir sind noch nicht zusammen, aber wir lieben uns, nur will sie das nicht wahr haben“, ich sah zu Miri rüber, die mich warnend ansah und sich über den Hals strich, was so viel bedeutete, wie `Kopf ab´, „Ich werde nicht eher aufgeben, bis ich dein Herz erobert hab, Miriam! Ich liebe dich!“ Unter den entsetzten Blicken der Moderatorin lief ich aus dem Interview und hetzte Miri nach, die einfach weg gelaufen war. Ich bekam sie noch zu packen und zerrte sie in ein leeres Büro. „Aber ich vermische privates mit beruflichem, ja?!“, fauchte sie gleich. „Ich musste die Gelegenheit einfach nutzen. Wie soll ich dir sonst meine Liebe beweisen? Du hörst mir ja nie zu!“, konnte ich mir einen vorwurfsvollen Unterton nicht verkneifen. „Warum sollte ich auch? Du blubberst ja eh nur Blödsinn und deshalb gehe ich jetzt auch!“ Von wegen…… „Du willst also wieder mal weglaufen! So machst du es ja immer…..ist ja auch am einfachsten……“, ich schlug ihr die Tür wieder vor der Nase zu. Genervt verdrehte sie die Augen: „Das hatten wir doch alles schon mal.“ „Bingo, nur diesmal wird niemand kommen, um dir zu helfen!“ Bevor sie anfangen konnte, zu schreien, verwickelte ich sie in eine wilde Knutscherei. Wow, ein geiles Gefühl, sie so nahe bei mir zu spüren. Allerdings zappelte sie ganz schön, so dass ich sie gegen die Tür drücken musste und……schwupps, saß sie auf meine Hüften. Ihr Widerstand ließ nach, so dass ich glaubte, sie ohne Gefahr wieder runter lassen zu können, aber da hatte ich mich gewaltig getäuscht! Sie ließ von mir ab, holte aus und verpasste mir so dermaßen ein, dass meine Wange sogar noch nach 10 Minuten wie Feuer glühte. Aber das war es mir wert. Es befriedigte mich, sie so aus der Fassung gebracht zu haben. „Wage es ja nie wieder, Duncan James…..“, blitzten ihre blauen Augen mich an. „Irgendwann wirst du noch mal darum betteln…..“ „Oh, wir sind heute wieder mal zu Scherzen aufgelegt“, spottete Miri, „du hältst dich wirklich für unwiderstehlich! Das hat man ja gerade mal wieder bei der Moderatorin gesehen!“ „Höre ich da Eifersucht aus deiner Stimme?“ „Mistkerl!“, Nase an Nase standen wir uns jetzt gegenüber. „Hab ich dir schon mal gesagt, wie sexy du aussiehst, wenn du wütend bist?“, grinste ich und hielt im nächsten Moment reflexartig ihre Hand fest, weil sie mir schon wieder eine kleben wollte, „oh nein, Babe! Einmal reicht finde ich und damit du dich jetzt wieder abregen kannst, werde ich ein braver Junge sein und ins Interview zurückgehen. Vielleicht kann ich ja von meinen Fortschritten berichten?!“ Eilig schloss ich die Tür, denn von drinnen war schon wieder lautes Gefluche zu hören. Du bist Mein, Honey, auch, wenn du das noch nicht wahr haben willst…..

~Miriam~

Was bildet sich der Typ eigentlich ein? Mich schon wieder so aus dem Konzept zu bringen mit diesem Kuss und das schlimmste ist, er hat das auch noch genau gemerkt! Wenn ich nicht so einen starken Willen hätte, wäre ich ihm jetzt endgültig verfallen. Das darf einfach nicht passieren, irgendwie muss ich es schaffen, ihn mir vom Hals zu halten………..
Wie lange kann man einen Menschen ignorieren, den man obendrein auch noch liebt? Ich hab keine Ahnung, wie ich das schaffe, aber ich tue es. Die ganzen Semesterferien, 6 Wochen lang, war ich die Managerin von Blue, was es noch schwieriger machte, Abstand zu halten. Das schwerste war, mich nicht von ihm provozieren zu lassen und, Gott weiß, er hatte wirklich alles getan, um mich zu reizen. Irgendwann hatte er es aufgegeben und sah mich nur noch so traurig an, doch ich hatte mir geschworen, nicht darauf herein zu fallen. Außerdem mussten Duncan und Lee weiter bei uns wohnen, denn ihre Wohnung war immer noch nicht fertig. Also lebten wir weiter neben einander her, so wie wir es die ganze Zeit getan hatten…..bis es Dunc eines Morgens zu bunt wurde…..
Ich hatte mich an diesem Morgen für die Uni fertig gemacht und wollte das Bad verlassen, als Duncan schon abwartend vor der Tür stand und mir mit einem Arm den Weg versperrte. „Du merkst gar nicht, wie weh du mir tust, oder?“, fragte er. Nicht schon wieder…. „Ich will nicht drüber reden“, gab ich genervt zurück und wollte mich an ihm vorbeidrängeln. „Nein, meine Liebe, diesmal nicht“, resolut drängte er mich ins Bad zurück und verschloss die Tür, „ende des Spielchens!“ „Was für ein Spiel? Und außerdem ist das Freiheitsberaubung“, empörte ich mich. „Keine Angst, du kommst hier schon wieder raus, aber erst, wenn wir vernünftig miteinander geredet haben.“ „Wann kapierst du endlich, dass es nichts mehr zu reden gibt? Wir sind fertig miteinander, Duncan“, eiligst flitzte ich zur Tür, aber er hielt mich fest. „Das sehe ich nicht so…..“ Okay, er will es ja mal wieder nicht anders…. Wie ich es im Selbstverteidigungskurs gelernt hatte, befreite ich mich aus Dunc´s Griff und schaffte es, ihn mitten im Badezimmer auf die Matte….ähm auf den Boden zu legen. Wer hätte gedacht, dass mir dieser Kurs noch irgendwann mal zu Gute kommen würde?! Schmerzhaft stöhnte er auf, als er mit dem Rücken aufschlug. „Oh, ich bitte dich, Dunc, sei ein Mann und so schlimm war das ja nun auch wieder nicht.“ „Miriam, hilf mir bitte“, flehte er, „meine Schulter…“ „Sorry, keine Zeit. Die Uni ruft“, flötete ich, „aber Anke und Lee werden bestimmt bald vom Joggen nach hause kommen. Die helfen dir bestimmt und so lange machst du es dir einfach bequem.“ „Verdammtes Miststück“, hörte ich ihn aus dem Bad fluchen, „komm sofort zurück!“ Na endlich, so gefällt er mir schon viel besser, wenn er nicht so viel Süßholz raspelt, dachte ich und verließ die Wohnung……

~Lee~

Total ausgepowert kamen Anke und ich vom Joggen zurück. Ja richtig, wir können uns auch anders auspowern, nicht nur um Bett…. Lautes Gefluche und gequältes Stöhnen drang an unser Ohr aus Bad, das eindeutig von Duncan stammte. „Duncan?“ „Lee, endlich“, stöhnte er erleichtert, als wir das Bad betraten. „Was machst du da auf dem Boden?“ „Ich zähle die Platten an der Decke“, erwiderte er ironisch, um mich dann anzuschnauzen, „natürlich hat mich dieses kleine Miststück hier hinbefördert, Ryan, du Volltrottel!“ „Welches Miststück?“, fragte ich verwirrt nach. „Miriam Simpson! Jetzt helft mir endlich hoch. Meine Schulter tut scheiße weh!“ Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen, als wir Duncan, der immer zwischen seinen Schmerzensschreien über Miriam fluchte, auf die Beine halfen. Als erstes verfrachtetem wir ihn auf die Couch, wo Anke prüfend seine Schulter untersuchte. Bei jeder kleinsten Berührung von ihr, schrie Duncan gequält auf. „Hör verflucht noch mal auf zu lachen, Ryan oder ich polier dir gleich mal so richtig die Fresse!“ „Ich glaube zwar nicht, dass du dazu in der Lage bist…..“, gluckste ich, „aber gut, ich höre auf!“ „Also ich würde ja sagen, die Schulter ist geprellt“, meldete sich Anke zu Wort, „aber mit Bestimmtheit kann ich das nicht sagen.“ „Meinst du nicht eher, dass sie gebrochen ist?“, wollte Dunc mit weinerlicher Stimme wissen. „Na na, ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Trotzdem ist es vielleicht besser, wenn wir dich zu einem Arzt bringen“, meinte Anke und dieser bestätigte ihre Vermutung. Miriam hatte Duncan eine geprellte Schulter beschert! Als Miri nach hause kam, war Anke gerade dabei, Dunc´s Schulter mit dem kühlenden Gel einzucremen, das er vom Arzt bekommen hatte. „Was ist denn hier los?“, oh, höre ich da etwa einen Hauch Besorgnis aus ihrer Stimme?!? „Deinetwegen habe ich nun eine geprellte Schulter“, sprang Dunc auf, verzog aber so gleich schmerzhaft das Gesicht. Sie machte einen Schritt auf ihn zu: „Dunc, es tut mir leid.“ „Spar dir das!“, winkte er unwirsch ab und verschwand wütend in ihrem Zimmer. Ich bemerkte Miri´s traurigen Blick. Sie war es nicht gewohnt, dass Duncan sie abwies und ich glaube, so langsam erkennt sie die Wahrheit……

~Miriam~

Es tat weh, dass er mich abwies, vor allem da ich endlich erkannt hatte, dass er es ernst meinte. Schon auf dem Weg zur Uni überkam mich ein mieses Gefühl. Er hat recht, ich bin ein Miststück und allem Anschein nach, war es jetzt zu spät. Nun strafte er mich mit seiner Ignoranz und sprach, wenn überhaupt, nur das Nötigste mit mir. Wir lieben uns, aber anscheinend ist es uns nicht vergönnt, zusammen zu sein……
Tage später, Dunc war dazu verdonnert werden zu hause zu bleiben, um seine Schulter zu schonen, sah ich ihn auf dem Sofa sitzen, wie er verzweifelt versuchte, sich die Schulter einzucremen. Anke war arbeiten, Lee auch und so blieb nur ich, die ihm hätte helfen können, aber darum bat er mich natürlich nicht. Das ließ sein Dickschädel einfach nicht zu. Wir sind uns doch ähnlicher, als ich dachte. Kopfschüttelnd ging ich zum Sofa und schnappte ihm die Tube aus der Hand: „Na gib schon her!“ Dafür wollte er nun aufspringen, aber eine Berührung an der geprellten Schulter ließ ihn wieder zurück aufs Sofa sinken. So konnte ich ihn nun mit sanften Berührungen eincremen. „Duncan, es tut mir wirklich leid! Das musst du mir glauben!“ „Schon gut, Miriam! Wie du schon so treffend sagtest….`Wir sind fertig miteinander!´“ Damit verschwand er aus dem Zimmer und ließ mich allein zurück……

~Lee~

Ich hab Miriam noch nie so fertig gesehen. Ich glaube, dass Schweigen tat ihr noch mehr weh, als wenn er sie anschreien würde. Duncan´s Schulter regenerierte sich ziemlich schnell wieder, so dass er bald wieder arbeiten konnte und ich ihn sogar einmal dabei erwischte, wie er über einem Songtext brütete. Komischerweise wollte er ihn mir nicht zeigen….
Eines Abends saßen Anke und ich mit Miri zusammen im Wohnzimmer und versuchten sie zu überreden, mit uns in den Club zu kommen, aber sie gab nur ein „Weiß nicht“ von sich. Duncan kam fertig gestylt aus dem Bad und seine erste Frage war: „Kommt die etwa auch mit? Dann bleibe ich hier….“ „Nein, du kannst ruhig mitgehen. Ich bleibe hier“, sagte Miri leise und verschwand eiligst in ihrem Zimmer. „Musste das sein?“, zischte Anke, „ich weiß, sie hat Mist gebaut, aber das ist noch lange kein Grund, sie so zu behandeln.“ „Ach nein? Wie hat sie mich denn die ganze Zeit behandelt? Wie den letzen Dreck“, schnaufte er aufgebracht. „Ich finde, ihr steht euch da in nichts nach…“ „Schluss jetzt“, ging ich dazwischen, „oder ich schick euch beide ins Bett.“ Oh je, wenn Blicke töten könnte, wäre ich auf der Stelle tot umgefallen und das sogar doppelt. Im Club zog mich Anke sogleich auf die Tanzfläche, während Duncan sich an die Bar verkrümelte. Von unserer Position aus konnte ich bestens beobachten, wie Duncan eine Frau nach der anderen abblitzen ließ, die ihm zu nahe kam. Für ihn gab es eben doch nur Miri…. Irgendwann kam er dann zu uns rüber und verkündete, er würde nach hause gehen, weil die Weiber im auf die Nerven gehen würden. So sagte er jedenfalls, doch ich hegte den leisen Verdacht, das er wegen Miri nach hause ging….

~Miriam~

Schnell war ich in meinem Zimmer verschwunden, damit Duncan nicht meine Tränen sehen konnte. Er hat falsch gelegen. Es ist nicht unser Schicksal zusammen zu sein, sondern uns immer nur gegenseitig zu verletzen. Wir beide haben das eindrucksvoll bewiesen. Nachdenklich lag ich eine ganze Weile auf meinem Bett, während vereinzelte Tränen meine Wange hinunter liefen. Plötzlich begann es zu donnern und helle Blitze zuckten am Himmel. Oh nein, warum ausgerechnet jetzt? Es gibt nichts, wovor ich mehr Angst habe, als vor einem Gewitter! Irgendwie muss ich mich ablenken, sonst breche ich noch in Panik aus. Zitternd ging ich zum CD – Player. Ich weiß, das sich das nicht so gut mit Gewitter verträgt, aber was soll ich machen? Schließlich ist niemand zuhause……Neben dem Gerät fand ich eine CD, die ich nicht kannte….. Was steht darauf? „For my one Love who will never love me and be by my side…..” Das war ganz eindeutig Duncan`s Handschrift! Neugierig schob ich die CD in den Player und huschte schnell wieder ins Bett, als es erneut donnerte….

“Get down”

Yo
C´mon, C´mon
That´s right
C´mon, C´mon
Check this out

I´m not the kind of guy you can take for granted
But if you treat me right
I´ll give you what you wanted
It´s not the way I am to tell you what I´m feeling
But if you really care
You´ll know what I´m meaning

Think again, before you get the wrong impression on your mind
Think again, don´t walk away, I´m not fooling
(I´m not fooling)

If you wanna get down with me
Let the Love come naturally
We can get back what we had you cannot deny it
Say you wanna get down with me
Close your eyes and you will see
It can be just like before you just got to try it

Yeah, that´s right
C´mon check it out

You´ve heard it all before
But this time I can change girl
I´ll show you so much more
Love you´ve never seen now
I got so much to give I want a chance to prove it
Reach out and take my hand
I never want to lose it

Think again, before you get the wrong impression on your mind
Think again, don´t walk away, I´m not fooling
(I´m not fooling)

If you wanna get down with me
Let the Love come naturally
We can get back what we had you cannot deny it
Say you wanna get down with me
Close your eyes and you will see
It can be just like before you just got to try it

If you wanna get down with me
Let the Love flow naturally
We can get back to what we had
You know girl it ain´t that bad
So let me tell you what I´m gonna do
I´m gonna pull you closer
I´m gonna ground you slow
Feel our bodies in harmony
C´mon Girl get down with me (down with me)

Think again, before you get the wrong impression on your mind
Think again, don´t walk away, I´m not….I´m not fooling

If you wanna get down with me (get down)
Let the Love come naturally (let it flow girl)
We can get back what we had you cannot deny it
Say you wanna get down with me
Close your eyes and you will see
It can be just like before you just got to try it (just got to try it)

If you wanna get down with me
Let the Love come naturally
We can get back what we had you cannot deny it
Say you wanna get down with me (Say you wanna)
Close your eyes and you will see (You will see)
It can be just like before you just got to try it
Stop trying


Dunc´s raue Stimme nahm mich gefangen und für Momente nahm ich das Blitzen und Donnern draußen überhaupt nicht wahr. Leider verging dieser Augenblick nur allzu schnell und die Angst kehrte zurück. Warum kann er jetzt nicht hier sein, mich in seinen Armen halten und mir sagen, dass er mich liebt?! Ich brauche ihn…..Herr Gott noch mal ja, ich brauche ihn!! Irgendwann ging plötzlich die Tür auf und ich atmete erleichtert auf: „Ich bin so froh, dass Jemand nach hause kommt…..“

~Duncan~

Ach, ist doch alles scheiße! Erst werd ich von Anke blöd angemacht wegen Miri und dann baggern mich diese blöden Weiber im Club auch noch unaufhörlich an. Kein Wunder, dass ich schon bald die Nase voll hatte und durch das Unwetter schnellstens nach hause lief. Kann dieser Abend noch schlechter werden? Nein, ganz im Gegenteil, denn als ich nach hause kam, hörte ich das Lied…..das Lied, das ich für Miri geschrieben hatte und das auf Blue´s zweites Album kommen sollte. Natürlich wusste niemand, dass es für Miriam war, selbst Lee hab ich es erst gezeigt, als ich damit komplett fertig war. Es kam ganz eindeutig aus ihrem Zimmer, was mein Herz einen Freudenhüpfer machen ließ. Ich öffnete die Tür zu ihrem Zimmer und fand eine zitternde Miriam auf dem Bett vor. „Ich bin so froh, dass Jemand nach hause kommt“, sagte sie ängstlich. „Wieso? Was ist denn los?“, besorgt setzte ich mich zu ihr aufs Bett. „Ich habe Angst bei Gewitter schon seit ich ein kleines Mädchen war“, gestand sie mir. „Na komm her“, sie kuschelte sich an mich in meine Arme, „ich…..ich hätte nicht gedacht, dass du vor irgendetwas Angst hast.“ „Warum? Hast du denn vor nichts Angst?“, fragte sie überrascht. „Ich habe mein Herz an eine Frau verloren und ich habe Angst, dass sie es ganz zerbricht.“ „Würdest du es wieder haben wollen, wenn sie es dir geben würde?“, dabei sah sie mir tief in die Augen. „Nein, um nichts in der Welt……“, Miri´s Lippen kamen den meinen immer näher und vereinigten sich zu einem sanften Kuss. Sie lächelte und stupste meine Nase mit ihrer an. „Hast du immer noch Angst?“ „Nein, nicht wenn du mich jetzt liebst…..“ Ihre Küsse waren sanft und zugleich fordernd. „Wir haben doch Zeit, Honey, es gibt….“ Sie verschloss meine Lippen wieder mit einem Kuss, ließ ihre Hände zu den Knöpfen meines Hemdes wandern und knöpfte dieses auf. Mit jedem Kleidungsstück das fiel, wurde der Kampf um die Kontrolle in diesem Spiel immer energischer. All unsere Sachen lagen im Zimmer verstreut, bis auf ihren Slip, von dem ich sie aber auch so gleich befreite. Miri wollte sich auf mich setzen, aber im letzten Moment beförderte ich sie wieder auf den Rücken. „Tut mir leid, Babe, aber das kann ich dir nicht erlauben. Ich will, dass du dich mir hingibst…..mir gehörst mit Leib und Seele….“, raunte ich ihr ins Ohr und glitt in sie. Miri verwehrte sich mir nicht, ganz im Gegenteil. Sie schlang ihre Beine um meine Hüften und wand sich leidenschaftlich unter mir. Mit meinen Lippen wanderte ich über ihren Busen und bewegte mich heftiger in ihr. „Ohhh Duncan, ich brauche dich!“, stöhnte sie. „Pssst, ich bin doch hier! Kannst du mich spüren, Babe? Ich bin in dir….“ Sie nickte heftig, wobei sie sich auf die Unterlippe biss und ihre Beine noch fester um meine Hüften schlang. Als sie kam, stöhnte sie nicht, nein, sie schrie vielmehr lustvoll und krallte sich in ihrem Kissen fest. Wohlig seufzend folgte ich ihr und genoss schwer atmend auf ihr liegend meinen Höhepunkt. „Ich liebe dich, Duncan“, flüsterte sie. „Das ist das Schönste, was du je zu mir gesagt hast“, hob ich den Kopf um ihr in die Augen sehen zu können. „Ich weiß und ich hätte es schon viel früher sagen müssen“, bedrückt blickte sie mich an, „du wusstest es von Anfang an, oder?!“ „Nein, aber ich habe die Hoffnung nie aufgegeben“, gab ich zu, legte mich neben sie und schloss Miri in die Arme, „Für immer?“ „Für immer!“, lächelte sie und verbarg ihr Gesicht an meinem Hals……

~Lee~

„Meinst du, da ist letzte Nacht was zwischen Duncan und Miriam gelaufen?“, fragte Anke, als wir am nächsten Morgen gemeinsam den Frühstückstisch deckten. „ich bin mir nicht sicher…..Möglich wäre es natürlich schon, aber Miriam hat Duncan sehr verletzt…..“ „Er sie aber auch“, wandte Anke ein. „Ja, die beiden sind eben zwei Sturköpfe, wie füreinander geschaffen. Gut, dass es bei uns nicht so kompliziert war…“, grinste ich und hob Anke auf die Arbeitsplatte. Zärtlich wanderten meine Hände über ihren Körper und küsste ihren Hals. „Was meinst du? Verziehen wir uns noch mal ins Bett?“, hauchte sie, „sieht ja nicht danach aus, als ob einer der beiden auf….“ „Habt ihr kein Zimmer dafür?!“, brummte Duncan und ließ sich auf einen Stuhl fallen. Aus der Traum, vielen Dank, Kumpel! So wie Duncan drauf is, hatte der letzte Nacht bestimmt nichts mit Miri. Eigentlich müsste er doch dann viel entspannter sein….. Im nächsten Moment kam auch schon Miri aus ihrem Zimmer und zickte Duncan direkt an, ob er nicht auch leise aufstehen könne. Dieser jedoch verdrehte nur genervt die Augen. Oh nein, die beiden hatten definitiv keinen Sex und das schon gar nicht miteinander…….oder es war so dermaßen schlecht gewesen, dass daher diese miese Stimmung kam…… Anke und ich schüttelten den Kopf und 5 Minuten später saßen wir beim `gemütlichen´ Frühstück. Was für eine Idylle, dachte ich ironisch. Gibst du mir mal bitte die Butter, Miriam?“, bat Dunc. Oh, jetzt bin ich aber mal gespannt! „Miriam?“ „Was?“ „Die Butter……bitte!“ „Kannst du dir die nicht selber nehmen?“ „Würde ich sonst fragen?“, gab Dunc pampig zurück. „Könnt ihr jetzt bitte mal aufhören mit der Rumzickerei!?“, ging ich dazwischen. „Wer zickt hier rum?“, kam es von beiden wie aus einem Mund. „Ihr beide!“ „Toll, jetzt darf man hier wohl gar nichts mehr sagen“, eingeschnappt lief Miri in ihr Zimmer und drehte die Musik auf, während wir weiter frühstückten. Plötzlich ging die Tür wieder auf: „Duncan James, beweg sofort deinen Arsch hierher und räum deinen Kram auf!“ Murrend erhob er sich und schlurfte in ihr Zimmer. „Die hatten keinen Sex!“, platzte es aus Anke raus. „Ganz deiner Meinung, Darling“, erwiderte ich und meine Gedanken wanderten zu Dunc´s `kleinem´ Problem. Ich wünsche ihm ja, dass er mit Miri zusammen kommt, aber er hat die Sache mit Eva immer noch nicht geklärt. Wenn die hier eines Tages mal auf der Matte steht, dann bezweifle ich, dass Dunc hier lebend raus kommt……..

~Miriam~

„Du warst gut“, grinste ich, als Duncan ins Zimmer kam. „Das kann ich nur zurückgeben. Die glauben echt, wir zicken uns immer noch an. Hast du gesehen, wie sie beide mit dem Kopf geschüttelt haben?“, grinste er zurück, „man, bin ich froh, dass du mich da raus geholt hast. Ich hätte sonst noch los gelacht.“ „Was meinst du, warum ich abgehauen bin?!“ „Wie lange wollen wir dieses Spielchen jetzt spielen?“, fragte er und ließ sich neben mir im Bett nieder. „Hmmmm…erstmal abwarten, wie es zwischen uns so läuft. Schließlich sind wir beide nicht gerade einfach….“ „Irrtum Babe, du machst es dir komplizierter als es ist!“ „Gar nicht wahr!“ „Doch.“ „Nein.“ „Do…“, Klasse, jetzt weiß ich auch, wie man ihn abstellen kann, nämlich mit küssen und schon wieder beförderte er mich auf den Rücken. „He, das heißt jetzt aber nicht, dass ich jetzt immer unten liege!“ „Ach nein?“, murmelte er zwischen zwei Küssen, „stimmt, ich vergaß, dass ich mit einem Kontroll-Freak zusammen bin.“ „Du bist ganz schön frech“, zwickte ich ihn in die Seite. „Na warte, jetzt bist du fällig“, grinste er und kitzelte mich. „Hör auf Dunc, die hören uns noch und dann war alles umsonst“, kicherte ich möglichst leise. Von seiner Kitzel-Attacke ging er über zu einer wilden Knutscherei. „Keine Angst, Babe, dich wird niemand hören…..“

~Duncan~

Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Miri und ich zickten uns immer fleißig vor Lee und Anke an und abends, wenn wir allein waren, holten wir alles nach, was wir während des Tages nicht tun konnten……
An diesem Morgen wollten Anke und Lee shoppen gehen. Johnny hatte uns gnädigerweise einen freien Tag gegönnt und den wollten die beiden nutzen…..Miri und ich natürlich auch…..nur mussten wir unsere Freunde dafür erstmal los werden. Gerade wollte ich vorsichtig aufstehen, als Miri erwachte. „Hey, wo willst du dich denn hinverkrümeln?“, gähnte sie und zog mich wieder zurück ins Bett an sich. „Ich will nur gucken, ob Anke und Lee noch da sind.“ „Komm aber schnell wieder“, räkelte sie sich. „Versprochen“, drückte ich ihr einen Kuss auf die Stirn. „Morgen Dunc, willst du nicht doch mitkommen?“, begrüßte mich Lee, als ich in die Küche kam, na toll, die sind ja immer noch da, „Ich hab gehört, D&G hat neue Jeans gekriegt“, lockte er. „Nee, lass mal stecken. Ich weiß so schon nicht, wo ich mit meinen Klamotten hin soll“, winkte ich dankend ab. „Wer nicht will, der hat schon“, meinte er eingeschnappt. „Willst du doch mit?“, Anke kam aus ihrem Zimmer. „Nein, Mr. James braucht im Moment keine neue Jeans“, antwortete Lee spitz. „Was? Bist du krank?“, wollte Anke grinsend wissen. „Mach dich nur lustig! Wollt ihr nicht mal langsam los?“, versuchte ich unauffällig in Erfahrung zu bringen. „Willst uns wohl los werden, was?!“, grinste Lee. „Auf was du schon wieder kommst…..“ „Okay, wir können“, sagte Anke, schnappte sich Lee und zog ihn aus der Wohnung. Na endlich! Rasch ging ich wieder in Richtung unseres Zimmers. Da öffnete sich die Tür auch schon. „Ich wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben“, grinste sie und schmiegte sich gleich an mich. „Sorry Honey, aber ich wollte sicher gehen, dass wir auch alleine sind, damit ich dir nicht wieder den Mund zuhalten muss….“ „Wenn das so ist, dann lass uns dir Zeit nutzen…..“, verführerisch sah sie mich an, zog mich hektisch ins Zimmer und schubste mich aufs Bett…..

~Lee~

Wir waren gerade mal um die zweite Ecke gebogen, als Anke plötzlich aufstöhnte: „Fuck, ich hab mein Handy vergessen. Wir müssen zurück und verdreh jetzt ja nicht die Augen!“ Was blieb mir jetzt auch anderes übrig, als meiner Liebsten zurück nach hause zu folgen. Sie würde ja doch nicht eher Ruhe geben, bis sie ihr Handy hatte. Anke schloss die Wohnungstür auf, blieb stehen und horchte aufmerksam. Obwohl….hier hätte auch ne ganze Fußballmannschaft rein poltern können, man hätte Miriam´s Stöhnen oder sollte ich besser sagen sollen Schreien trotzdem gehört. „Hörst du das auch, Lee?“ „Ja und ich finde, wir sollten uns schnellstmöglich wieder verziehen.“ „Kommt nicht in Frage! Rein da, Ryan“, ihr Ton ließ keinen Widerspruch gelten. Leise pirschte sie sich an Miri´s geöffnete Zimmertür und zog mich mit sich. Anke fielen förmlich die Augen aus dem Kopf, denn durch den Spalt konnte man ganz deutlich sehen, wie Miriam und Duncan sich vergnügten und ganz sicher spielten die da kein Mau-Mau. Miri saß auf ihm, Dunc packte sie an den Hüften und dirigierte sie. Anke zeigte fassungslos auf den Spalt und ich bugsierte sie aus der Wohnung. Das Handy war längst vergessen! Erst unten auf der Straße bekam Anke den Mund wieder auf: „Die haben ja Sex!“ „Ach nee“, erwiderte ich ironisch, „ich dachte, die machen Gymnastik-Übungen.“ Sie stieß mir den Ellbogen in die Rippen: „Miriam und Duncan haben uns verarscht! Meine beste Freundin…..“ Wenn du wüsstest, dachte ich, was mein bester Freund noch so verschweigt. „Dunc reitet sich wirklich immer mehr in die Scheiße rein“, murmelte ich leise vor mich hin. „Was war das?“ „Nichts, Darling…..gar nichts“, erwiderte ich rasch. „Ich hab genau gehört, was du gesagt hast, mein Lieber! Was ist mit Dunc? Spielt er mit Miriam?“ „Nein, auf keinen Fall! Duncan liebt Miriam!“ „Was ist es dann?“, harkte sie nach. „Schatz, ich will ehrlich zu dir sein. Es gibt da eine Sache, die Dunc noch nicht geregelt hat, aber ich kann dir nicht sagen, was es ist“, misstrauisch musterte sie mich, „bitte Anke, verlang nicht von mir, dass ich mich zwischen Dunc und dir entscheiden muss.“ Sie ließ es gut sein und ärgerte sich weiter über Miri auf, weil diese ihr nichts gesagt hatte. „Na warte Miriam, wenn ich dich bei der passenden Gelegenheit zu packen kriege……“

~Miriam~

Ich bin so glücklich mit Duncan. Er gibt mir, was ich brauche und versteht mich. Schon lange war ich nicht mehr so glücklich und ich möchte es am liebsten allen zeigen. Wir sind zwar mal gerade 14 Tage zusammen, aber ich denke nicht mehr, dass es ein Fehler war und wir es auch bald Anke und Lee sagen werden. Am süßesten find ich ja von ihm, dass er sich bereit erklärt hatte, heute mit mir reiten zu gehen. Duncan saß schon im Wohnzimmer bei Lee, während ich in voller Reitmontur aus meinem Zimmer kam. Ich wollte schon mal vorgehen zum Stall und Duncan wollte nach kommen. „Na Miri, wo haben wir denn unsere Gerte gelassen, die braucht man doch….“, sie räusperte sich, „…zum `reiten´.“ Missbilligend schüttelte ich den Kopf. Was hat sie bloß? Diese Spitzfindigkeiten schoss sie schon seit Tagen auf mich ab, obwohl das eigentlich nicht ihre Art war. „Nimmst du Duncan auch mit?“, fragte sie weiter. „Warum sollte ich ihn mitnehmen?“, fragte ich verwirrt, „er wird mir ja wohl kaum das Pferd ersetzen können.“ „Ach nein!?!“, und schon wieder! „Was zum Teufel sollen diese Anspielungen, Anke? Sag doch einfach was dir nicht passt!“ Langsam aber sicher treibt sie mich damit echt auf die Palme! „Du willst also wissen, was los ist?“ „Oh ja, ich bitte darum!“ „Lee, leg dich hin“, forderte Anke. „Muss das jetzt sein?“ Moment mal, weiß er etwa, was sie vor hat?! „Ja, mach schon!“ Seufzend legte er sich flach auf die Couch. Anke setzte sich auf ihn, legte seine Hände an ihre Hüfte, bewegte sich auf ihm und als sie dann noch laut „ohhhh jaaa, Duncan, jaaaa“ stöhnte, da kam mir diese Szene dann doch relativ bekannt vor. „Ihr kleinen Spanner“, entfuhr es mir. „Hey, lass mich da raus“, verteidigte sich Lee, „ich hab versucht, sie vom spannen abzuhalten.“ „Spannen?“, empörte sich Anke, „vermutlich hätte ich erst in 10 Jahren erfahren, dass du mit Duncan zusammen bist.“ „Woher willst du wissen, dass es kein ONE´s war?“, wollte ich schnippisch wissen. „Oh Miriam, ich kenne dich besser, als jeder andere. Wir sind wie Schwestern, wir haben uns immer alles erzählt……und genau das ist es, was mich so verletzt….“ „Das war nie meine Absicht, Anke, es tut mir leid! Wir wollten es nur erst für uns behalten, um zu sehen, wie es läuft. Verstehst du, wir sind beide ja nun nicht ganz einfach….“, ich warf Dunc einen schiefen Blick zu, „auch wenn ein ganz gewisser Jemand da anderer Meinung ist…“ „Und ihr seid jetzt wirklich richtig fest zusammen? Kein Rumgezicke mehr?“, fragte Anke vorsichtig. „Jap, sind wir“, bestätigte Duncan grinsend, „und sie meckert nur noch, wenn sie nicht oben sitzen kann!“ „He Freundchen, wenn du so weiter machst, wirst du bald weder unter noch über mir sein“, drohte ich ihm lachend, worauf er ganz schnell die Klappe hielt. „Ich freu mich so für euch“, umarmte mich Anke. „Danke“, schniefte ich gerührt. „So nun haut aber ab, ihr wollt doch noch…“, sie räusperte sich, „…..`reite´.“ „Anke…..“ „Tut mir leid, aber das konnte ich mir nicht verkneifen“, lachte sie. Kurz darauf verließen wir die Wohnung und fuhren zum Stall……

~Duncan~

Ich bin froh, dass es jetzt raus ist, denn wir müssen uns nun nicht mehr verstecken und können unserer Liebe freien Lauf lassen. Im Stall wurde ich dann auch gleich hart ran genommen…..beim Boxen ausmisten! Oh man, das ist ja Arbeit!! „Na na, wer wird denn schon schlapp machen?!“, lachte Miriam, „du bist doch in anderen Dingen so ausdauernd…“ „Das ist aber auch nicht so anstrengend“, ätzte ich. „Bitte? Willst du etwa damit sagen, dass ich leicht zu befriedigen bin?“, piekste sie mir in den Bauch. „Oh nein, keineswegs“, wehrte ich schnell ab. „Das will ich dir auch geraten haben!“ Wir misteten zu ende und begannen dann, die Pferde zu putzen. Das ging ganz schön in die Arme und für Jemanden, der das nicht gewohnt ist, ist das ganz schön anstrengend. „Immer daran denken, Schatz: Erst die Arbeit dann das Vergnügen“, ermunterte mich Miri. Sie hatte gut reden, denn ihr machte das ja auch nichts mehr aus. Beim Satteln und Aufzäumen half sie mir und dann ging es los. Jedenfalls für mich, denn Miri wollte sich auf dem Reitplatz erst von meinen Reitkünsten überzeugen. „Locker Dunc“, kommandierte sie wie eine Lehrerin, während meine Stute Flower und ich unsere Runden auf dem Platz drehten, „Gerade sitzen! Schultern zurück! Brust raus! Hacken runter!“ Runde um Runde ließ sie mich Schritt, Trab und Galopp reiten, bis sie sich sicher war, das ich Geländetauglich bin. Schließlich erlöste sie mich und wir machten uns auf in den Wald. „Du machst das gar nicht so schlecht“, nickte sie anerkennend, „du hast doch sicher schon mal auf einem Pferd gesessen, oder?“ „Ja, aber das ist schon lange her und das macht sich auch schon an meinem Hintern bemerkbar.“ „Armer Schatz“, lachte sie, „da vorne ist ein See. Dort steigen wir ab und gönnen dir und deinem Hintern eine Verschnaufpause.“ Am See angekommen, ließen wir die Pferde grasen und legten uns in das duftende Gras. Bei dem Gedanken, dass Anke und Lee uns beim Sex beobachtet hatten, prustete ich los. Verwundert hob Miriam den Kopf. „Ich musste gerade daran denken, was Anke und Lee alles gesehen haben“, gluckste ich. „Deine Schuld! Du hast die Tür nicht zugemacht!“ „Meine Schuld? Oh Babe, sie hätten auch gewusst, was los ist, wenn die Tür nicht offen gewesen wäre. Du warst wirklich nicht zu überhören.“ „Soll das heißen, ich bin zu laut?“, zog sie eine Augenbraue hoch. „Oh, mir nicht…..“, grinste ich und küsste sie leidenschaftlich. „Wollen wir dann mal so langsam zum Stall zurück?“ „Warum?“, ich fuhr damit fort ihren Hals zu küssen. „Um so eher kommen wir nach hause…..“, verführerisch blinzelte sie mich an. Ich sprang auf und zog sie auf die Beine. „Worauf warten wir dann noch?“ Gemächlich ritten wir zum Stall zurück. Als wir auf dem Hof ankamen, erblickten wir ein wild gewordenes Pferd, was mehrere Leute versuchten zu beruhigen. Mit einem Blick auf Miri hatte ich sofort ihre Gedanken erraten. „Nein, Miri, NEIN!!!“ Doch da war sie schon von ihrem Pferd gesprungen, hatte mir die Zügel in die Hand gedrückt und war zu dem anderen Pferd gelaufen. So schnell es ging lief ich mit den beiden Pferden hinter ihr her. Sie schaffte es tatsächlich, das Pferd, ein Hengst, zu beruhigen. Ich sah, wie sie kurz mit einer Frau sprach und den Hengst dann aufzäumte. „Miriam, wage das ja nicht!“, rief ich, doch sie schwang sich, ohne Sattel, auf den Rücken des Hengstes. Nervös tänzelte der Hengst umher, bis sie ihm die entsprechenden Hilfen gab und der Hengst abdüste, wie eine Rakete. Mit Leichtigkeit übersprang der Hengst das Gatter und preschte mit Miri über die Koppel. „Diese Frau und ihr verfluchter Dickschädel“, schimpfte ich vor mich hin. „Machen Sie sich keine Sorgen“, sprach mich die Frau an, mit der Miriam vorhin geredet hatte, „Ich war Miriam´s Reitlehrerin und sie war meine beste Schülerin.“ „Trotzdem, wie soll sie mit diesem durchgedrehten Pferd klar kommen?!“, regte ich mich weiter auf. „Sultan hat nur zu viel Energie und deshalb traut sich keiner auf ihn drauf. Miriam ist schon mit viel schwierigeren Pferden fertig geworden. Vertrauen Sie ihr, sie schafft das schon!“ Ja, dachte ich sarkastisch, sie wird das schon schaffen, sich den Hals zu brechen! Die Reitlehrerin winkte einen Stallburschen heran, der mir die Pferde abnahm und sich um sie kümmerte. Erleichtert und wütend zugleich wandte ich mich von der Koppel ab und setzte mich ein Stück weiter ins Gras. Erleichtert, weil sie endlich von diesem Pferd runter kam und wütend, weil sie es überhaupt so weit hatte kommen lassen. Da hörte ich auch schon ihre Schritte……

~Miriam~

Wow, was für ein Temperament! ES hatte richtig gut getan, auf diesem Hengst zu sitzen, nur Duncan schien das ganz und gar nicht gefallen zu haben. Mit finsterer Miene war er davon gestiefelt, als ich von Sultans´Rücken glitt. „Hey, was ist denn los?“, fragte ich und ließ mich neben ihn ins Gras sinken. „Das fragst du auch noch?!“, brauste Dunc auf und zupfte weiter Grashalme aus dem Boden. „Ist doch nichts passiert. Ich bin eine glänzende Reiterin…..“, grinsend stupste ich ihn an, „….das müsstest du doch eigentlich wissen!“ „Hör auf damit, Miriam, das ist ganz und gar nicht witzig!“, wütend sprang er auf und lief hin und her, „wir sind noch nicht mals einen Monat zusammen und du tust alles, um dir sämtliche Knochen zu brechen.“ „Jetzt übertreibst du aber“, stand ich auf und stemmte die Arme in die Hüften. „Weißt du eigentlich, was ich für eine scheiß Angst um dich hatte?!“, schrie er mich an, „ich will dich nicht verlieren!“ „Komm her“, sanft umarmte ich ihn an, „es tut mir leid! Ich wollte dich nicht so erschrecken. Mein Temperament ist mal wieder mit mir durchgegangen. Du wirst mich nicht verlieren!“ „Niemals, egal was geschieht?“ „Niemals, egal was geschieht!!“, lächelte ich und küsste ihn…..

~Lee~

Kuschelnd lag ich mit Anke auf der Couch, nachdem Dunc und Miriam gegangen waren. „Die beiden sind echt ein süßes Paar“, lächelte Anke vor sich hin. „Hmmmm…..“, machte ich. „Schatz, was bist du denn so nachdenklich?“ „Es ist nichts, Süße, wirklich“, erwiderte ich rasch, doch das stimmte nicht. Es war also geschehen: Duncan hatte Miriam erobert. Das war dann also Freundin Nummer 2. Wollen wir hoffen, dass Miri bald zu Freundin Nummer 1 aufsteigen wird. Es bringt doch nichts, das Gespräch mit Eva hinaus zu zögern. Dadurch wird doch alles nur noch schlimmer. Eva liebt Duncan genau so wie Miriam und ich mag mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn die beiden mal aufeinander treffen sollten. „Ich geh schon zur Tür“, sagte Anke, denn anscheinend hatte es geklingelt. Sie blieb ja ganz schön lange weg. Wer war denn das bloß an der Tür? Anke kam zurück und ihr Lächeln war so falsch, dass man schon beinahe ihre Backenzähne sehen konnte. Hinter ihr her kam eine junge Frau…. Fuck, das ist ja Eva! „Mach es dir doch bequem, Eva“, sie deutete auf die Couch, „und dich will ich in der Küche sprechen, Ryan“, quetschte Anke hervor. „Das ist also die Sache, die Dunc noch nicht geregelt hat, ja?!“, brüllte sie mich gleich an, so dass ich bald rückwärts wieder aus der Küche raus flog. „Reg dich bitte nicht so auf, Schatz.“ „Wenn du weißt, was gut für dich ist, dann nennst du mich jetzt nicht Schatz“, als sie das sagte, kam sie mir gefährlich nahe und als sie mich wieder anschrie, kniff ich die Augen zu, „Außerdem habe ich ja wohl einen Grund mich aufzuregen, wenn DEIN bester Freund MEINE beste Freundin verarscht und DU auch noch bescheid weißt!“ „Er verarscht sie nicht. Er liebt Miriam, Anke!“ „Das war ja klar, dass du ihn verteidigst. Männer halten eben zusammen, nicht wahr, Ryan?!“ „Das ist doch albern. Jetzt lass dir doch erstmal erklär…“ „Nein, danke“, fauchte sie, „das was ich weiß, genügt mir schon und wage es ja nicht, diesen Mistkerl vorzuwarnen!!“ Dann rauschte sie aus der Küche und quetschte Eva über ihre „Beziehung“ mit Duncan aus. Oh je, das Donnerwetter ist vorprogrammiert….

~Duncan~

Nachdem Miri mir versprochen hatte, dass ich sie nie verlieren würde, hatte ich mir geschworen, noch heute Eva anzurufen und die Sache mit ihr zu klären. Aber jetzt fuhren wir erstmal nach hause. Miri lief vor ins Wohnzimmer. „Oh, du hast Besuch, Anke?“, hörte ich sie sagen. Neugierig ging ich ihr hinterher und mich traf bald der Schlag: Eva!! Diese sprang mir direkt um den Hals und knutschte mich ab. „Ich hab dich vermisst, Schatz. Wir haben viel nachzuholen….“, säuselte sie. „Hast du mir vielleicht irgendwas zu sagen…..SCHATZ?“, Miri sag aus, als stünde sie kurz davor zu explodieren. „Ääähhh……ja….n….n….natürlich“, stotterte ich. „Wer bist du denn?“, Eva musterte Miri abschätzend. „Gegenfrage: WER bist DU?“, fragte Miriam pampig. „Ich bin Duncan´s Freundin“, erwiderte sie und schmiegte sich an mich wie eine Klette. „Miriam, bitte lass es dir erklären….“ Hass und Enttäuschung loderte in ihren Augen auf. Mit voller Wucht traf ihre Hand auf meine Wange. Danach rannte sie in ihr Zimmer und schloss die Tür ab. „Was war das denn für ne blöde Kuh?“, fragte Eva ärgerlich. „Meine Freundin“, antwortete ich abwesend. „WAS?“ „Hör zu, dass „Ich liebe dich“ galt ihr und ich Trottel hab das nicht aufgeklärt. Ich hab damals versucht, über Miriam hinweg zukommen…..“ „Dann hat dir das alles nichts bedeutet?“, fragte sie und eine Träne rann ihre Wange hinunter, „Du mieses Schwein brauchtest nur was zu ficken?“ „Es tut mir leid“, senkte ich beschämt den Kopf. Eva schrie, tobte und sekundenspäter glühte auch meine rechte Wange wie Feuer. Dann rauschte sie aus der Wohnung. „Miri, mach auf“, hämmerte ich nun an ihre Tür, „bitte, lass uns reden!“ „Es gibt nichts mehr zu reden“, schrie sie von drinnen, „scher dich zum Teufel!“ Noch nicht mal Anke ließ sie ins Zimmer. Nachdem ich noch mal vergeblich an Miri´s Tür geklopft hatte, musste ich Anke´s Mecker-Attacke über mich ergehen lassen und auch Lee kam dabei nicht gut weg. Geknickt saßen wir beide einfach nur da, nachdem Anke endlich in ihrem Zimmer verschwunden war. „Mir reicht´s für heute. Sei mir nicht böse, Dunc, aber ich geh ins Bett“, sagte Lee am frühen Abend und schaute mich entschuldigend an, worauf ich nur nickte. Kurz darauf kam er rückwärts wieder aus Anke´s Zimmer raus. „A…a….aber Anke“, stotterte er, „das kannst du doch nicht machen…..“ „Und ob ich das kann“, fauchte sie und schmiss Lee das Kissen an den Kopf, „leiste deinem tollen Freund Gesellschaft.“ KNALL! Die war zu! „Lee, es tut…“ „Schon gut, Dunc“, unterbrach er mich, „die werden sich schon wieder beruhigen. Keine Angst!“ Hoffentlich hat er recht, dachte ich, bevor ich einschlief…..

~Miriam~

Dieses Schwein hat mich die ganze Zeit belogen und betrogen! Ich hab´s gewusst und mich trotzdem darauf eingelassen. Nachdem ich Duncan eine gepfeffert hatte, war ich sofort in mein Zimmer gelaufen und hatte die Tür verschlossen. Ich wollte nicht, dass er meine Tränen sah……und ich weinte…..weinte bitterlich vor Verzweiflung und um diese eine Liebe, die mir alles bedeutet und mich doch verraten hatte. Am frühen Abend, als meine Tränen versiegt waren, rief ich meinen Vater an. „Hi Daddy! Ich brauche deine Hilfe“, fiel ich sofort mit der Tür ins Haus. „Was ist denn los, mein Engel? Du hörst dich ja gar nicht gut an“, meinte mein Dad besorgt. „Ich kann darüber jetzt nicht reden, Daddy, versteh das bitte. Ich weiß nur, das ich aus London weg muss.“ „Und dein Studium?“ „Daran kann ich im Moment nicht denken. Kannst du mir einen Job bei der Tochter-Firma von „Virgin“ in Deutschland besorgen?“ „Sicher, das ist kein Problem und eine Wohnung werd ich dir von dort auch zur Verfügung stellen lassen. Wann willst du fliegen?“ „So bald wie möglich. Am besten noch heute Nacht.“ „Gut, ich werde dich dann noch mal anrufen, um dir alles weitere mitzuteilen“, antwortete mein Dad und legte auf. Um mich zu beschäftigen, begann ich schon mal meine Sachen in den Koffern zu verstauen. Gut 1 ½ Stunden später rief Dad wieder an und teilte mir meine neue Adresse und wann mein Flug gehen würde, mit. „Wirst du wieder kommen, Miriam?“ „Ich weiß es nicht, Daddy….ich weiß es nicht….Aber ich verspreche dir, ganz oft anzurufen. Ich hab dich lieb…“, damit legte ich auf, um nicht schon wieder in Tränen auszubrechen. Wenig später schlich ich mich mit meinen Koffern aus meinem Zimmer. Nicht nur Duncan lag im Wohnzimmer, sondern auch Lee. Anscheinend hatte Anke ihr raus geschmissen. Anke……tut mir leid, dass ich gehe ohne dir ein Wort zu sagen, aber ich kann nicht anders….Traurig verließ ich die Wohnung und stieg in das bestellte Taxi ein, dass mich zum Londoner Flughafen bringen sollte. London….meine Heimat….Nie hätte ich gedacht, irgendwann mal den Drang zu verspüren, von hier fliehen zu wollen….. Am Flughafen holte ich mir gleich das Ticket, das mein Dad für mich hinterlegt hatte, ab und checkte ein. Nun endlich saß ich im Flugzeug und mein Blick, meine Gedanken schweiften in die Ferne…..Leb wohl….Duncan James….

~Duncan~

„Miriam ist weg!“, schrie ich durch die Wohnung. Nach dem Aufstehen war ich direkt zu ihrem Zimmer hin und es erstaunte mich, dass die Tür aufging. Miri lag nicht in ihrem Bett und ich bemerkte, dass die Türen ihres Kleiderschrankes offen standen. Normalerweise war der Schrank voll gestopft mit Klamotten, aber jetzt war er leer und ihre Koffer auch weg. „Was ist los?“, fragte Lee gehetzt. Er war total neben der Kappe. Die Nacht auf der Couch hatte ihm nicht gut getan. „Warum schreist du hier so rum?“, maulte Anke verschlafen. „Miriam ist weg!“, wiederholte ich, „sie hat all ihre Klamotten mit genommen.“ „Warum hast du sie mir genommen?“, schrie und weinte Anke hysterisch und trommelte mit den Fäusten gegen meine Brust, „warum hast du mir meine beste Freundin….meine Schwester genommen?“ Krampfhaft umklammerte ich ihre Handgelenke: „Denkst du, es tut mir nicht weh, dass Miriam gegangen ist? Ich liebe sie!!“ „Du bist Schuld“, wimmerte sie immer wieder, „du bist Schuld!“ „Ich weiß, Anke und glaub mir, wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen. Ich würde so vieles anders machen…..“, Tränen liefen meine Wangen hinab. Wo bist du nur Miriam? Komm zurück…..

~Miriam~

3 Monate war ich nun schon hier und ich lebte mich recht schnell in Deutschland ein. Ich hatte eine schicke kleine Wohnung, die aber nichts gegen mein gemütliches Apartment mit Anke in London war. Obwohl ich mich in die Arbeit stürzte, morgens war ich die erste, die kam und abends die letzte die ging, verging trotzdem keine Sekunde, in der ich nicht an Duncan dachte. Es tat so furchtbar weh, vor allem weil ich ihn immer noch liebte…… Das Telefon riss mich aus meinen Gedanken. „Hallo Engelchen!“ „Hi Daddy!“, erwiderte ich erfreut, „ist etwas passiert?“ „Nein….Ja…..eigentlich schon….Anke hat sich schon wieder nach dir erkundigt.“ „Du hast ihr doch nichts gesagt, oder?“, fragte ich erschrocken. „Nein, ich hab´s dir ja versprochen, aber du solltest dir vielleicht doch überlegen, ob du Anke nicht doch sagst, wo du dich befindest. Sie leidet wirklich sehr unter der Situation. Lass es dir wenigstens durch den Kopf gehen, Schatz“, bat er. „Mach ich, Daddy. Grüß Mum schön von mir“, nachdenklich legte ich auf und ehe ich mich versah, hatte ich schon zu Papier und Stift gegriffen:

Liebe Anke

Verzeih, dass ich ging ohne ein Wort des Abschieds, aber ich konnte nicht anders! Alles, worauf ich vertraut hatte, ist mit einem Schlag zusammen gestürzt. Noch nie hat mich ein Mann so verletzt, wie Duncan. Du glaubst gar nicht, wie weh es tut, seinen Namen zu schreiben, geschweige an ihn zu denken. Ich musste London einfach verlassen, um alles hinter mir zu lassen……um zu vergessen……und ich kann nur hoffen, dass du meine Beweggründe verstehen wirst. Aus Sicherheitsgründen schreibe ich dir jetzt nicht meine neue Adresse, denn dieser Brief könnte in die falschen Hände gelangen. Aber hier ist meine neue Handynummer: 0174/*******
Vielleicht magst du mich ja mal anrufen?!

Vergiss niemals, das ich dich lieb hab….Schwesterchen!!

Deine Miriam


Ich vergoss etliche Tränen, von denen auch einige auf dem Blatt landeten, bis ich den Umschlag endlich zuklebte und auf die Reise nach England schickte. Hoffentlich will Anke überhaupt noch was mit mir zu tun haben?!

~Lee~

Duncan und Anke litten schrecklich. Meine Süße hatte sich mehrmals bei Miri´s Vater erkundigt, wo sie steckte, aber dieser gab keine Auskunft. Es machte sie schrecklich fertig, nicht zu wissen, wo Miriam steckte und ob es ihr gut ging. Und Duncan…..der war sowieso nur noch ein Schatten seiner Selbst. Er aß wenig, hing nur lustlos rum und seine Arbeit machte er nur, wenn man ihm vorher ordentlich in den Hintern getreten hatte. Des Weiteren hatte er sich geweigert, wieder zurück ins unsere Wohnung zu ziehen, die mittlerweile fertig geworden war. Also hatten wir sie verkauft und waren, mit Anke´s Einverständnis, bei ihr wohnen geblieben. Sie hatte sich mit Duncan ausgesprochen und er hatte ihr alles erklärt, wie es zu diesem Missverständnis mit Eva kam. Seine Einsicht stimmte Anke gnädig und sie verzieh Duncan. Jetzt fehlte nur noch eine…..Verdammt Miriam, wo steckst du bloß??

~Miriam~

Eine Woche war nun vergangen, seit ich den Brief abgeschickt hatte. Ob Anke ihn schon erhalten hatte? Und wenn ja, würde sie dann anrufen? Mein Handy riss mich aus meinen Grübeleien. „Hey Miri, ich bin´s Anke“, begrüßte sie mich. „Es ist schön, deine Stimme zu hören“, sagte ich freudig. „Du fehlst mir, Miri…..und nicht nur mir….“ „Bitte lass uns jetzt nicht über Duncan sprechen.“ „Miriam, du liebst ihn doch! Denkst du, ich hab deine Tränen nicht gesehen?“, sie berichtete mir alles, was Duncan und dieses Missverständnis zwischen ihm und dieser Eva anging. „Schön, betrogen hat er mich also nicht, weil wir damals nicht zusammen waren. Daraus kann ich ihm keinen Strick drehen, aber belogen hat er mich trotzdem. Wie soll ich das vergessen, Anke?“ „Das kannst du nicht, Miri, aber du könntest ihm verzeihen….“ Kann ich das? Bin ich stark genug dafür??
Tagelang überlegte ich hin und her und entschloss mich dann ganz spontan zurück nach London zu fliegen. Aber ich weiß noch nicht, ob ich zurück fliege, um endgültig damit abzuschließen oder um einen neuen Anfang zu wagen……
Irgendwie war es ein tolles Gefühl, endlich wieder englischen Boden unter den Füßen zu haben. Nirgends auf der Welt fühlt man sich so frei wie in diesem Land. Mein erster Weg führte mich zu Anke, bevor ich nach hause zu meinen Eltern fahren wollte. Nervös klingelte ich und war überrascht, dass Lee mir die Tür öffnete. Dieser war genau so von den Socken und umarmte mich stürmisch. „Anke, sie ist wieder da“, rief er freudig und diese kam auch sogleich herbei geeilt, um mich fest zu drücken. „Woher kommt die Musik?“, fragte ich verwirrt. „Aus deinem Zimmer“, antwortete Lee, „Duncan dröhnt sich schon die ganze Zeit damit zu.“ „Er ist….“ „Ja, er hat sich geweigert, auszuziehen.“ Nun versuchte ich mich auf den Text des Liedes zu konzentrieren:

“Craving”

Lying here on the couch
With my heart in my mouth
Realize you were right I was wrong and
I´m in pieces and bits
But that´s nothing you can´t fix
Cause Baby, you´re still my addiction

Ohhh
Every minute´s like a thousand years
Since you were lying here

In the middle of the night
I turn on the light
Too desperate to breathe
Cause I get this craving
There´s no time to waste
Gotta get a taste
Satisfy my need
Baby, won´t you save me
Got this craving for you
For you
For you
Yeah yeah yeah yeah

It´s like you live in these walls
I hear your voice down the hall
I swear I see you face
It´s everywhere it´s every place
I start myself past the pain
But still it won´t go away
The more I try to forget I remember

Ohhh
Every minute´s like a thousand years
Since you were lying here

In the middle of the night
I turn on the light
Too desperate to breathe
Cause I get this craving
There´s no time to waste
Gotta get a taste
Satisfy my need
Baby, won´t you save me
Got this craving

To lose myself in you
And we´re standing in the rain
To keeping you awake through the night
I hunger for your touch
Cause I need you back
What´s wrong with that
No, I can´t be without you no more

In the middle of the night
I turn on the light
Too desperate to breathe
Cause I get this craving
There´s no time to waste
Gotte get a taste
Satisfy my need
Baby, won´t you save me

In the middle of the night
I turn on the light
Too desperate to breathe
Cause I get this craving
There´s no time to waste
Gotta get a taste
Satisfy my need
Baby, won´t you save me
Got this craving for you

Craving for you


„Hörst du, wie er leidet?“, fragte Lee, „wenn du ihn sehen könntest.....er ist nicht mehr der selbe.....“ „Meinst du, an mir geht das alles so spurlos vorbei?!“ „Dann rede mit Duncan“, drängte Lee. „Bitte zwing mich nicht dazu. Ich bin zwar zurück, aber ich weiß trotzdem nicht, wie es weiter gehen soll. Tut mir leid, aber ich muss gehen. Meine Eltern erwarten mich schon zuhause.“ „Das hier ist dein Zuhause, Miri“, Anke war den Tränen nahe. „Tut mir leid, Anke, aber ich kann nicht bleiben. Seine Nähe kann ich im Moment noch nicht ertragen“, ich schnappte mir meine Koffer, hielt auf der Straße ein Taxi an und fuhr zu meinen Eltern.....

~Lee~

„Hast du gehört, was sie gesagt hat?“ „Ja“, schniefte Anke, „sie will nicht mehr hier wohnen.“ „Das meinte ich nicht“, ungeduldig lief ich im Wohnzimmer auf und ab, denn in mir reifte ein Plan, „sie sagte, sie könnte seine Nähe IM MOMENT NOCH nicht ertragen. Das heißt doch, dass Miri im Prinzip bereit wäre, Duncan zu verzeihen, wenn er auf sie zugehen würde.“ „Toll, und wie soll das gehen, Schlaumeier?“, Sarkasmus ist nun wirklich nicht Anke´s Fall, „Duncan hat sich total in seinem Liebeskummer vergraben und ich glaube nicht, das es Miri gefallen würde, wenn wir Duncan jetzt zu ihr schicken.“ Ich weiß, Darling, und genau da kommen wir ins Spiel. Dazu brauchen wir aber Miri´s Vater. Denkst du, du kriegst ihn dazu, mit Miriam zusammen zu unserem nächsten Konzert zu kommen? Natürlich darf er Miriam nicht sagen, dass es ein Blue Konzert ist.“ „Warum kann ich sie denn nicht fragen?“, wollte Anke wissen. „Weil sie bei dir den Braten gleich riechen würde. Vertrau deinem zukünftigen Ehemann doch einfach mal“, grinste ich. Anke sah mich schief an: „Und was gedenkt mein zukünftiger Gatte auf dem Konzert zu tun?“ Das ist ein weiterer Teil meines genialen Planes. Und zwar haben Duncan, Simon, Antony und ich zusammen einen Song geschrieben. Die Idee dazu stammt von Duncan. Es ist zwar unausgesprochen, aber wir alle wissen, dass es in dem Song um Miriam geht. Dieser Song wird auf das dritte Album kommen und ich werde es so drehen, dass wir ihn auf dem nächsten Konzert zum besten geben werden. Wenn alles so klappt, wie ich mir das gedacht hab, dann werden sich Miriam und Duncan danach in den Armen liegen.“ „Und du glaubst wirklich, das haut hin?“ „Vertrau mir Anke, ich weiß schon, was ich tue....“

~Miriam~

Deprimiert hockte ich tagelang nach meiner Rückkehr in meinem alten Zimmer. Dad hatte schon versucht, mit mir zu reden, aber ich hatte darüber geschwiegen, was mich bedrückt. Ich kenne meinen Vater. Er würde Duncan die Hölle heiß machen und das würde auch ins berufliche gehen. Mein Dad ist zwar Geschäftsmann, aber wenn es um mich geht, vergisst er das ganz schnell. Es wäre keinem damit geholfen und ich will nicht, dass die anderen Jungs darunter leiden. „Hallo Engelchen“, platzte Dad in mein Zimmer. „Hey Daddy! Was gibt’s denn?“, fragte ich gelangweilt. „Du musst mal hier raus, Kind. Es tut dir nicht gut, die ganze Zeit nur hier grübelnd in deinem Zimmer zu hocken.“ „Was schlägst du vor?“ „Ich habe vor, zu einem Konzert zu gehen und zwar morgen. Und ich möchte gerne, dass du mich begleitest.“ „Welches Konzert?“ „Das ist eine Überraschung“, darauf seufzte ich, „aber es würde mir wirklich sehr viel bedeuten, wenn du mit kommst.“ Widerwillig nickte ich. Eigentlich hatte ich ja keine Lust unter Leute zu gehen, aber vielleicht lenkte das mich ja auch ab....von Duncan....

~Lee~

„Beweg deinen Hintern ausm Bett, Dunc!!“, ich zog ihm die Decke weg. „Könnt ihr den Gig nicht auch mal alleine machen?!“, kam es dumpf unter dem Kissen hervor. „Von wegen“, riss ich ihm das Kissen weg. Wie sieht der überhaupt aus? Total versifft und unrasiert! So nimmt Miriam ihn ganz sicher nicht zurück. „Steh auf, Duncan!“ Das Konzert heute ist wichtig!“ „Nicht wichtiger, als alle anderen auch“, maulte er. „Los jetzt“, zerrte ich ihn aus dem Bett und schubste ihn unter die Dusche, „reiß dich gefälligst mal am Riemen, Dunc! Dein Selbstmitleid bringt dich auch nicht weiter!!“ Der ist heute abend auf dem Konzert und wenn ich ihn da hin prügeln muss. Ich lass mir das nicht versauen, wo Anke Miri´s Dad dazu überredet hat, mit ihr zu dem Konzert zu kommen und ich das mit dem Song klar gemacht hab. Nicht mit mir, Freundchen, nicht mit mir.....
Nachmittags fuhren wir beiden dann zum Soundcheck. „Warum spielen wir denn DAS Lied?“, fragte Duncan verwirrt. „Mr. James hat also mal wieder nicht aufgepasst?!“, gab ich spöttisch von mir, „wir waren uns doch alle einig, dass wir sehen wollen, wie es ankommt!“ Natürlich waren Si und Ant eingeweiht und hatten Dunc unter eben diesem Vorwand gefragt, ob er damit einverstanden sei. Natürlich war das nur eine rhetorische Frage gewesen, denn wir hätten es so oder so mit auf die List gesetzt. Aber man musste ja mal so tun als ob und wenn....
Kurz vor unserem Auftritt kam Anke noch backstage um uns viel Glück zu wünschen. „Miriam schon da?“, flüsterte ich in ihr Ohr. „Ich hab sie noch nicht gesehen“, gab sie leise zurück, „aber sie wird bestimmt schon irgendwo hier sein. Mr.Simpson hat´s schließlich versprochen. Ich hab ihm gesagt, dass es ihr danach bestimmt besser geht.“ „Es wird schon alles gut gehen, Darling“, machte ich ihr und auch mir selber Mut, „Duncan und Miriam sind bald wieder vereint...“

~Miriam~

„Welches Konzert ist es denn nun, Daddy?“, quengelte ich auf dem Weg dorthin. „Das siehst du schon gleich, mein Kind“, lächelte er. Kurz darauf kamen wir dann endlich an der Londoner Wembley Arena an. Da fiel mir ein Plakat auf.....abgebildet waren vier junge Männer....Simon, Antony, Lee.....und Duncan! Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Einerseits war die Sehnsucht nach ihm so groß, dass sie mir schon fast die Luft zum atmen nahm.....andererseits war da auch noch immer die Enttäuschung darüber, dass er mich belogen hatte. Bevor ich überhaupt reagieren konnte, hatte mich Dad schon durch den Backstage Eingang in die Wembley Arena gezogen. „Guten Abend, Mr. Simpson, Miriam“, begrüßte uns Johnny sogleich, „schön, dass Sie es geschafft haben.“ „Aber so was verpassen wir doch nicht, nicht wahr mein Schatz?!“ „Sicher“, nickte ich und schaute mich suchend um. „Sehr schön, ich dachte, sie würden sich das Konzert vielleicht gern vom Bühnengraben aus ansehen? Natürlich nur, wenn die Fans ihnen nichts ausmachen?“ Dad verneinte und Johnny bedeutete ihm, vorzugehen. „Duncan wirst du hier nicht finden. Er ist bei den anderen und ich kann dir sagen, der Junge ist ganz schön neben der Kappe. Ich weiß, ihr habt euch immer angezickt, aber es wäre trotzdem schön, wenn du mal mit ihm reden könntest“, raunte Johnny mir zu, dann ging er vor und führte uns zu Anke, die schon grinste, wie ein Honigkuchenpferd. Johnny wusste also nicht, was zwischen Duncan und mir vorgefallen war. Das war ja sehr interessant, denn normalerweise wusste Johnny über alles bescheid. Nun ging das Konzert los und ich war echt geschockt, als ich Duncan sah. Er schaute überhaupt nicht gut aus, was garantiert davon kam, weil er abgenommen hatte. Die ersten Songs waren schnellere Stücke und Duncan´s Bewegungen waren so......wie soll ich sagen? Man konnte echt sehen, dass ihm das alles hier irgendwie am Arsch vorbei ging. Das bemerkte nicht nur ich, sondern auch mein Dad, der Johnny gleich ein „Was ist denn mit dem Jungen los?“ zuraunte. Dieser zuckte nur mit den Schultern und sah mich durchdringend an. Oh Gott, er ahnt etwas, da bin ich mir ganz sicher. Die Jungs waren in der Zwischenzeit zu einer Ballade übergegangen. Lee stupste Duncan an und deutete zu mir rüber. Dunc´s Augen leuchteten plötzlich auf und während „Long Time“ sah er mich unverwandt an. Sein Blick war so voller Schmerz und Leid.....und doch glaubte ich, noch einen kleinen Funken Hoffnung zu sehen. „Das nächste Lied“, begann nun Lee, „haben wir vier zusammen geschrieben, aber die Idee dazu stammt von Duncan. Es dreht sich in diesem Song um eine ganz besondere Frau in seinem Leben....“, Dunc brach den Blickkontakt ab und starrte ungläubig zu Lee rüber, „...und wir hoffen, dass dieses Lied die beiden heute Abend an diesem Ort wieder vereinen wird.....“

“When summer´s gone”

She was the lonely type
Her heart could not disguise
Her passion – for life

She had a love for art
Painted pictures with her heart
She´s one of – a kind

She´s standing tall
She´s got it all
She´s everything
I´m looking for (oh)


She´s standing tall
She´s got it all
She´s everything
I´m looking for

If you want me like I want you
If you need me like I need you
It´s all right
If you love me like I love you
Let me be the one to hold you
Through the night

We´ll be walking through leaves
When summer´s gone
We´ll carry on
We´ll be walking through leaves
When summer´s gone
We´ll carry on

I am a simple man
Take pride in what I am
Got passion – for life

Don´t think I´m like the rest
Wear my heart up on my chest
I try to be kind

She´s standing tall
She´s got it all
She´s everything
I´m looking for

She´s standing tall
She´s got it all
She´s everything
I´m looking for

If you want me like I want you
If you need me like I need you
It´s all right
If you love me like I love you
Let me be the one to hold you
Through the night

We´ll be walking through leaves
When summer´s gone
We´ll carry on
We´ll be walking through leaves
When summer´s gone
We´ll carry on

Oh we´ll carry on
Oh we´ll carry on

We´ll be walking through leaves
When summer´s gone
We´ll carry on
We´ll be walking through leaves
When summer´s gone
We´ll carry on

Somehow I do believe
Some things are meant to be

If you want me like I want you
If you need me like I need you
It´s all right
If you love me like I love you
Let me be the one to hold you
Through the night

We´ll be walking through leaves
When summer´s gone
We´ll carry on
We´ll be walking through leaves
When summer´s gone
We´ll carry on


Tränen traten mir in die Augen. Duncan dort oben zu sehen und zu hören, mit welcher Leidenschaft er diese Lied sang.....Ich liebe ihn, egal was vorgefallen ist....und genau das muss ich ihm jetzt sagen. Ich hatte gerade zwei Schritte auf die Treppe zu gemacht, als mein Dad mich am Arm zurück hielt: „Miriam, Kleines, was ist denn los?“ „Ich muss nur etwas in Ordnung bringen, Daddy“, damit erklomm ich die wenigen Stufen rauf zur Bühne. Ein Blick zurück auf Johnny und meinen Dad sagte mir, dass sie nicht gerade begeistert waren, das ich hier so einfach hoch marschiert war. Wie in Zeitlupe bewegte ich mich auf Duncan zu. Dieser stand da, unfähig sich zu bewegen. Nun standen wir uns gegenüber und ich drohte, in seinen blauen Augen zu versinken. Ich wollte etwas sagen, aber meine Stimme versagte. Gut, dann eben anders.....

~Duncan~

Oh man, ich kann´s gar nicht glauben! Miriam hier auf dem Konzert und jetzt steht sie auch noch vor mir auf der Bühne.....ganz nah.....Ihre Lippen kamen den meinen immer näher......bis sie sich endlich wieder vereinigten. Ganz fest zog ich sie dabei an mich. Hoffentlich sagt sie noch die drei erlösenden Worte. Leicht löste sie sich wieder von mir, so dass sie mir in die Augen sehen konnte. „Duncan, ich liebe dich“, hauchte sie. „Ich liebe dich auch“, vor Freude wirbelte ich sie durch die Luft. „Hey, ich krieg ja n Drehwurm“, quietschte Miriam lachend, worauf ich sie wieder absetzte und an mich zog. „Der Rest des Konzerts muss aber besser werden, sonst weiß ich da schon zwei, die uns die Hölle heiß machen werden“, grinsend deutete sie auf Johnny und ihren Vater. „Oh sicher, ich will ja meinen zukünftigen Schwiegerpapa nicht verärgern.“ „Nun mal nicht so schnell, Freundchen“, sie zwickte mich in die Seite, „vorher müssen wir noch über so einiges reden, was auch mit einer kleinen Bedingung verknüpft ist.“ „Alles was du willst, Honey.“ „Darüber reden wir später, denn ihr müsst jetzt weiter machen.“ Miriam drückte mir noch einen Kuss auf den Mund und verließ dann die Bühne. Als ich mich umdrehte, sah ich, wie Simon und Antony Lee auf die Schulter klopften. Ach ja....Lee.....was würde ich bloß ohne ihn machen?!

~Miriam~

Nachdem ich die Bühne verlassen hatte, fiel ich erstmal Anke um den Hals: „Danke schön!“ „Wofür?“, fragte diese gespielt verwirrt. „Denkst du, ich weiß nicht, wer dahinter steckt?!“ „Okay, schuldig“, grinste sie. Der Rest der Show verlief wunderbar. Die Jungs legten sich so richtig ins Zeug und ich tauschte mit Duncan immer wieder verliebte Blicke aus. Danach flitzten die Jungs schnell unter die Dusche. Duncan kam als erster frisch angezogen wieder und verwickelte mich in einen leidenschaftlichen Kuss. Hinter ihm her kam Lee aus der Garderobe gehüpft und freute sich wie ein Schneekönig. „Kann mir jetzt mal bitte einer erklären, was hier los ist? Anke?! Sollte ich Miriam deswegen hier her bringen?“, verlangte Dad zu wissen. „Daddy.....Duncan und ich.....wir lieben uns!“ „Dachte ich mir schon“, erwiderte er, „und was hat Lee da eben von „wieder vereinen“ gesprochen? Was war da zwischen euch?“ „Tut mir leid“, ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange, „aber das geht nur Duncan und mich etwas an.“ „Aber....“, protestierte er. „Kein Aber! Ich weiß, du siehst mich noch immer als dein kleines Mädchen, aber ich bin alt genug, um allein damit klar zu kommen. Bitte, versuch das zu verstehen.“ Er nickte nur und schloss mich in seine Arme. „Ich denke ja mal nicht, dass ihr noch mit uns um die Häuser ziehen werdet“, grinste Lee nun, „ihr müsst ja....ähm `Wiedervereinigung´ feiern....“ „Kannst du eigentlich mal ein Wort nicht zweideutig aussprechen?“, lachte ich. „Hmmm.....“, grübelnd kratzte er sich am Kopf, „Nö!“ „Wo wollen wir denn hin?“, flüsterte Duncan mir ins Ohr. „Ich dachte, wir machen einen kleinen Spatziergang an der Themse entlang und reden?!“ Lächelnd nickte er, wir machten uns auf den Weg zu seinem Auto und fuhren an die Themse. „Eine schöne Nacht, findest du nicht auch?!“, sagte ich und griff nach seiner Hand, denn ich merkte, wie er plötzlich unsicher wurde. „Hmmmm....“, machte er nur. „Was ist los?“ „Es ist nur......ich dachte, ich würde dich nie wieder sehen. Jetzt bist du wieder da und ich hab nur noch Angst, dass du mich wieder verlässt.“ „Ich muss dir ehrlich sagen, dass ich, als ich London verließ, mir selbst nicht sicher war, ob ich jemals wieder zurück kommen würde. Aber als ich dich vorhin auf der Bühne gesehen hab........das hat nur bestätigt, was Anke zu mir sagte...“, neugierig sah er mich an, „sie hat mir auf den Kopf zugesagt, dass ich dich liebe und das ich das alles nicht vergessen kann, was passiert ist......aber ich kann dir verzeihen.....“ „Ich weiß, was du dachtest!“ „Wirklich? Dann lass mal hören!“ „Er ist doch ne linke Ratte, die mich nur vögeln wollte.“ Ich lachte leise: „Ja, das waren deine Worte damals“, erwiderte dann aber ernst, „ich glaube kaum, dass du wegen dem bisschen Sex so abgenommen hast. Trotzdem will ich sehen, ob du es ernst meinst. Du sagtest mir mal, du willst mein Herz....“ „Und das will ich auch immer noch. Ich würde alles tun, um dir das zu beweisen.“ „Gut, dann wird es dir bestimmt nichts ausmachen für unbestimmte Zeit auf Sex zu verzichten?!“ Zunächst sah er mich überrasch an, nickte dann aber entschlossen. „Ich werde alles dafür tun, damit du bei mir bleibst.....Ich liebe dich, Miriam!“ „Ich liebe dich auch“, schniefte ich und schmiegte mich an ihm. Oh ja und wie ich ihn liebe.....

~Duncan~

„Sie hat dich auf Enthaltsamkeit gesetzt?“, fragte Lee und verschluckte sich an seinem Kaffee. Miri war letzte Nacht mit mir nach hause gekommen. Sie und Anke schliefen noch, so dass Lee mich in Ruhe ausquetschen konnte. „Und?“, zuckte ich mit den Schultern. „Und?!“, fragte er entsetzt, „wie soll man(n) das denn aushalten?“ „Ich finde, das ist ein kleiner Preis, den ich zahlen muss. Außerdem kann ich mich daran erinnern, dass Anke dich auch erst nicht ran gelassen hat, nachdem Miri so einfach abgehauen ist“, meinte ich spitz. „Ja, aber das war was anderes“, wich er aus. „War ja klar“, lachte ich. „Guten Morgen, Schatz“, Miri kam rein, setzte sich auf meinen Schoß und küsste mich. „Mmmhhh, wie ich das vermisst hab“, seufzte ich. Lee begann eine Melodie zu pfeifen. „Ryan, lass das“, knurrte ich. Miri sah mich verwundert an: „Hört sich gut an. Gibt’s dazu auch schon n Text?“ „Klar, der Song ist auch schon für das neue Album. Ant hat ihn geschrieben“, grinste Lee, „Magst du ihn hören?“ „Furchtbar gerne!“ „Na Duncylein, machst du mit, oder meinst du, du stehst das nicht durch?“, neckte er mich. „Mir ist die Sache ernst und du hast nichts besseres zu tun, als mich zu ärgern“, grummelte ich, „aber bitte, tu was du nicht lassen kannst....“ Wie auf Kommando stimmte er den Song an:

“Bubblin”

I think you´re bout it bout it
No man could ever doubt it
You´re looking so delicious
Could this be the night that we uuuhhh

Get closer just a little
Take it up another level
Look, it´s just plain and simple
Could this be the night that we uuuhhh

Don’t fight it, can´t hide it
Let´s ride this

It just feels so right

Uuuu you got the perfect body
Love the way you´re shakin it for me
Can we take it upstairs from the lobby
I don´t see nothing in
You and me bubblin

How do we get started
How do we get private
Once we get inside
It´s gonna be troubling
You and me bubblin

Why don’t we get this poppin
Top floor with no disturbing
Room service in the morning
This will be the night that we uuuhhh

Elevator´s waiting open
Don’t you think it´s time we go in
Can´t keep the penthouse waiting
This will be the night that we uhhh

Clock´s tickin, time´s wasting
And you´re amazing

This just feels so right

Uuuu you got the perfect body
Love the way you´re shakin it for me
Can we take it upstairs from the lobby
I don´t see nothing in
You and me bubblin

How do we get started
How do we get private
Once we get inside
It´s gonna be troubling
You and me bubblin

Got a body like whoa
Why you waiting over there let´s roll
Take it all the way to the top floor
And let´s get bubblin, girl, bubblin, girl

Got a body like whoa
Why you waiting over there let´s roll
Take it all the way to the top floor
And let´s get bubblin, girl, bubblin, girl

Ooh woo Woo ooh

Uuuu you got the perfect body
Love the way you´re shakin it for me
Can we take it upstairs from the lobby
I don´t see nothing in
You and me bubblin

How do we get started
How do we get private
Once we get inside
It´s gonna be troubling
You and me bubblin

Wanna get bubblin, girl?
Penthouse is waiting

„Geiles Lied!“, war Miri´s Faszit. „Ja, oder?! Ant ist auch mächtig stolz darauf“, grinste Lee, „ aber ich glaube, hier ist noch was ganz anderes bzw. irgendwer geil.....“ „Ryan....“, presste ich warnend hervor. Miriam erhob sich von meinem Schoß und trat ganz nah an Lee heran: „Vorsicht Ryan! Ich hab schon ganz anderen Männern das Maul gestopft.“ Zufrieden verschwand Miriam, nachdem sie den Angstschweiß auf Lee´s Stirn bemerkt hatte. Aufatmend ließ er sich auf einem der Stühle nieder: „Man, die Frau muss echt ne Granate im Bett sein!“ Ich wollte gerade etwas erwidern, ließ es dann aber doch bleiben. Der Junge war und blieb eben unverbesserlich.....

~Miriam~

Vier Wochen waren Duncan und ich nun wieder zusammen und er hatte brav durchgehalten. Nun fand ich es an der Zeit, ihn endlich zu erlösen, nur wusste der Gute davon noch nichts. Aus diesem Grund war ich heute auch mit Anke in der Londoner City unterwegs, um nach heißen Dessous für heute Abend zu suchen. Prüfend drehte ich mich vor dem Spiegel um die eigene Achse. „Was meinst du, Anke? Ob ich ihm so gefalle?“ „Duncan wird Wachs in deinen Händen sein“, zwinkerte sie mir zu. Also beschloss ich es zu nehmen. „Und das mit heute Abend geht klar?“, fragte ich nach, als wir den Laden verließen. „Sicher, ich hol Lee vom Tonstudio ab und wir gehen tanzen, so dass du beruhigt schrei....ähm stöhnen kannst.“ Lachend zwickte ich sie in die Seite. Heute Abend konnte kommen.....
Anke war weg, zum Tonstudio aufgebrochen und ich war in meine Dessous geschlüpft. Als ich gut eine halbe Stunde später hörte, wie die Haustür aufgeschlossen wurde, versteckte ich mich schnell hinter der Tür in meinem Zimmer. Er sollte mich noch nicht sofort sehen. Duncan warf sich aufs Bett und vergrub den Kopf unter einem Kissen. „Oh man, ich kann nicht mehr“, kam es dumpf darunter hervor. „Wie wärs dann mit einer Massage?“, fragte ich. „Hey, ich hab schon gedacht, du wärst gar nicht da“, er zog den Kopf unter dem Kissen hervor. „Ich hab nur auf dich gewartet. Na los, weg mit dem Hemd“, hauchte ich ihm ins Ohr. Verwundert musterte er mich und ihm klappte bei meinem Anblick förmlich der Mund auf. Wunderbar, genau diesen Effekt hatte ich erzielt.....na ja eigentlich noch einen anderen, aber der würde schon noch kommen. Kichernd knöpfte ich sein Hemd auf, streifte es ihm über die Schultern und drückte ihn mit dem Bauch aufs Bett. Dann setzte ich mich rittlinks auf seinen Hintern und begann ihn zu massieren. Leise stöhnte er zwischendurch auf, was mich schmunzeln ließ. „M...M....M....Miriam h...h...hör bitte auf“, stotterte er. „Was ist denn los? Dreh dich mal um.“ „Nein“, weigerte er sich. „Na gut....“, wenn er nicht will, dann drehe ich ihn eben um. „Fuck“, fluchte er leise und ich bemerkte auch sogleich, worauf sich das bezog, denn in seiner Hose tat sich gewaltig etwas. „Ich denke, dem können wir Abhilfe verschaffen....“, ich fing an, seinen Oberkörper zu liebkosen. „Das ist eine Falle, richtig?! Du willst sehen, ob ich darauf eingehe.“ „Och, so was böses und hinterhältiges unterstellst du mir?“, setzte ich eine gespielt traurige Miene auf. „Du bist eben manchmal ein böses Mädchen....wenn ich da so an meine Schulter denke....“ „Das war ja auch schließlich Notwehr“, grinste ich und verschloss ihm den Mund mit einem Kuss. „So nennt man Körperverletzung also heutzutage....“ „Willst du jetzt hier weiter rum quasseln....“, murmelte ich zwischen zwei Küssen, „oder.....“ „Ich nehm das `oder´“, beeilte er sich schnell zu sagen. Gott, wie hab ich das vermisst, ich will ihn so sehr.... Eiligst machte ich mich an seine Hose zu schaffen und streifte sie hinunter. „Da hat´s aber jemand eilig“, grinste Duncan und küsste sich gierig an meinem Hals entlang zu meinem Busen. Schnell hatte er meinen BH geöffnet und warf ihn nun auf dem Boden. „Hey, nicht nur du hast enthaltsam gelebt“, piekst ich ihm in den Bauch. „Auch wieder war“, lachte er, wanderte mit seinen Küssen immer weiter runter und streifte mir nun den Slip runter. „Komm her“, hauchte ich und lockte ihn wieder zu mir hoch. Meine Hände wanderten in seine Shorts: „Die brauchst du jetzt nicht mehr“, zog ich sie ihm verschmitzt grinsend aus. Endlich waren alle Kleidungsstücke entfernt. Wie konnte man nur so viele Sachen am Leib tragen? Egal, es gibt wichtigeres..... Ich zog ihn auf mich, doch er sah mich nur irritiert an: „Wie? Freiwillig?“ „Ich dachte mir, du könntest eine kleine Belohnung gut gebrauchen“, lächelte ich und küsste ihn leidenschaftlich. Mit einem Stoß glitt Duncan in mich. Wow, was für ein Gefühl, ihn endlich wieder so spüren zu können. „Ich liebe dich so sehr“, raunte er mir ins Ohr und unsere Lippen berührten sich wieder zärtlich. Er wurde immer schneller, so dass ich einfach nicht anderes machen konnte, als laut zu stöhnen. „Oh Babe, wie sehr ich das vermisst hab“, keuchte er und brachte mich damit zu meinem Höhepunkt. Schwer atmen folgte er mir und bettete seinen Kopf an meinem Hals. Ein unglaubliches Glücksgefühl durch fuhr mich und füllte jede Faser meines Körpers aus. Ich glaube....nein ich bin mir ganz sicher, dass ich den Mann gefunden habe, mit dem ich alles teilen, mit dem ich alt werden möchte. Dunc rollte sich von mir runter, zog mich aber sogleich wieder in seine Arme. „Ich bin so froh, dass du mir, uns noch eine Chance gegeben hast“, flüsterte er und drückte mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich liebe dich schließlich! Wie soll ich mich dagegen wehren?!“, schmiegte ich mich noch dichter an ihn. „Weißt du, mir ist eine ganze Menge klar geworden, seitdem ich dich kenne.“ „So, was denn?“, ich hob den Kopf, um in seine tiefblauen Augen schauen zu können. Lächelnd küsste Duncan mich und antwortete: „Love´s just the beginning.......of something beautiful.....“

~Ende~



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