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Supersexually - You are the one for me


Manchmal kann ein kleines bisschen Liebe ausreichen, um einen Menschen zu verändern...


~Duncan~

„Und bitte, Lee, verkneif dir doch einmal deine blöden Sprüche, wenn Jamie da ist! Sie ist so schon so schüchtern und sagt kein Wort“, bat ich meinen besten Freund, der genervt mit den Augen rollte. „Dunc, das Mädel ist 20 Jahre alt und läuft in Klamotten rum, da stellen sich mir die Haare zu Berge. Immer nur Jeans und diese langweiligen T–Shirts, die noch nicht mal eng an liegen....also wirklich....“, schüttelte er den Kopf. „Dir passt sie ja nur nicht in den Kram, weil sie nicht so rum läuft wie Steff“, murrte ich und lenkte meinen Mercedes durch London. Ja, es passt mir nicht, wie mein Schwesterchen rum läuft und es war mir auch zuerst nicht recht, dass sie mit Lee, meinem besten Freund und ¼ von Blue zusammen gekommen ist. Aber was soll ich machen? Je mehr ich sage, desto mehr stellt sie sich stur und ärgert mich damit. „Ohhhh jaaaa, Steff und ihre Mini Röcke....man, wenn ich nur daran denke, dann....“ „Bitte, behalt deine dreckigen Gedanken für dich“, ich verzog das Gesicht und fuhr links ran, denn wir waren vor der Wohnung meiner Sis angekommen. „Denk daran, was ich dir gesagt hab“, mahnte ich und wollte aussteigen. „Was findest du bloß an der?“, wollte Lee wissen und musterte mich prüfend, als versuche er, meine Gedanken zu lesen. „Ich kenne sie schon sehr lange, schließlich sind sie und Steff schon seit Kindesbeinen miteinander befreundet. Ihre Eltern haben sie schon immer von allem fern gehalten. Vor allem ihr Vater ist streng katholisch und so ist Jamie auch erzogen worden. Das heißt jeden Sonntag in die Kirche, außerdem hat er ihr schon immer Partys und Jungs verboten. Sogar ich musste früher draußen vor der Tür warten, als ich Steff abends auf Mum´s Wunsch abholen sollte. Jamie kommt nicht gegen ihre Eltern bzw. ihren Vater an, weil sie sich einfach nicht durch setzen kann und da er ihr nun auch das Studium finanziert, hat er sie vollends in der Hand. Er hat ihr doch tatsächlich gedroht, sie ins Kloster zu stecken! Krank oder?“, tippte ich mir an den Kopf. „Aha“, wissend grinste Lee mich an, „dann weiß ich ja auch, was du so interessant an ihr findest...“ „Hab ich nicht gesagt, du sollst deine dreckigen Gedanken für dich behalten?!“, knurrte ich und schlug ihm die Hand vor den Bauch. „Woher hast du eigentlich die ganzen Infos? Ich meine, sie wird dir das ja kaum alles erzählt haben?“ „Musst du die Tür so zuknallen?“, beschwerte ich mich und hoffte, dass mein Ablenkungsmanöver funktionierte. „Du müsstest eigentlich wissen, dass so was bei mir nicht zieht“, verschränkte er die Arme vor der Brust und folgte mir zur Tür. „Na ja, ich hab Steff vielleicht ein klein wenig ausgequetscht...“ „Du bist ja verknallt in die Kleine“, setzte Lee mir die Pistole auf die Brust, „und fang gar nicht an, es abzustreiten! Ich hab genau gesehen, dass du rot geworden bist!“ „Steck deine Nase nicht in Angelegenheiten, die dich nichts angehen“, ich betätigte die Klingel und warf Lee noch einen warnenden Blick zu, bevor wir hoch gingen. Hoffentlich hält der Kleine sein loses Mundwerk....

~Jamie~

„Warum guckst du dauernd auf die Uhr, Steff?, fragte ich, „erwartest du jemanden?“ „Nein, wie kommst du denn darauf?“, wich sie meinem Blick aus, das tat sie immer, wenn sie etwas vor mir verheimlichte. „Du lügst!“ „Jamie, bitte, ich will nur nicht, dass du gleich wieder abhaust.“ „Wer kommt?“ „Duncan und Lee...“ „Und Tschüss“, stand ich auf und schnappte mir meine Tasche. „Jetzt bleib doch hier, Jamie, bitte“, flehte sie, „Duncan hat mich schon gefragt, ob du ihn nicht mehr leiden kannst.“ „So was hab ich nie gesagt!“ „Warum erzählst du das mir? Sag das Duncan....er freut sich bestimmt....“ „Okay, ich kenne dich, das war wieder eine von deinen Andeutungen!“, schlussfolgerte ich. „Mein Brüderchen ist scharf auf dich“, platzte sie heraus. „Oh ja und ich bin die Königin von England“, tippte ich mir an den Kopf, „du bist schon viel zu lange mit Lee zusammen.....Apropos Lee.....das war mein Stichwort“, erneut versuchte ich von hier zu flüchten. „Ich weiß, wovor du Angst hast, Jamie!“ „Na dann klär mich mal auf.“ „Du hast Angst, dass es sich bewahrheitet, weil du nämlich auch Gefühle für Duncan hast und dich dann mit ihm auseinander setzen musst.“ „Gerade du müsstest doch wissen, wo meine Probleme liegen....“, traurig ließ ich mich wieder aufs Sofa plumpsen. „Ach ja, diese Spießereltern“, stöhnte Steff, „ich bin auch katholisch, sehe ich so aus, als würde ich enthaltsam leben?“ Grinsend drehte sie sich vor mir im Kreis. Heute trug sie ein extrem eng anliegendes Top und einen noch extremeren kürzeren Rock. Wie oft hab ich sie schon darum beneidet?! Ich würde mich nicht trauen, so aus dem Haus zu gehen. Wahrscheinlich käme ich noch nicht mal bis an die Haustür, weil mein Vater mich vorher abgefangen hätte. „Nö“, musste ich nun grinsen, „definitiv nicht!“ „Na siehst du und du kannst das auch. Du musst dich nur von deinen Eltern lösen. Wie lange willst du dir noch vorschreiben lassen, was du zu tun und zu lassen hast?!“ „Das ist gar nicht so einfach, Steff. Erstens liebe ich meine Eltern trotz allem. Zweitens würde mich mein Dad sicher raus schmeißen und wo sollte ich dann hin? Und drittens....“, zögerte ich, „...bin ich nicht so stark wie du.“ „Mensch Süße“, tröstend nahm sie mich in den Arm, „du musst da raus, sonst gehst du noch ein.“ „Ich glaube, ich gehe besser“, schniefte ich, „dein Freund kann mich eh nicht leiden.“ „Wer? Lee?! Dann kriegt er halt mal ein paar aufs Maul“, meinte sie leichthin. „Aber du bist mit ihm zusammen“, irritiert sah ich sie an. „Eben! Schon allein deshalb müsste er sich zurück halten! Denkst du, ich hab da Probleme mit?“, grinste sie und fügte oberlehrerhaft hinzu, „für die nahe Zukunft solltest du dir eines merken....Überlass Männern nie die gesamte Kontrolle, weder beim Sex, noch in anderen Dingen. Sie machen sonst mit dir, was sie wollen.“ „Ja, Mama“, antwortete ich brav und wir brachen in schallendes Gelächter aus. Steff war die Einzigste, bei der ich so richtig aus mir heraus kommen konnte. Deshalb genoss ich die Zeit mit ihr auch umso mehr. Plötzlich klingelte es an der Tür. „Du bleibst also?!“, bat Steff, „wenigstens noch ne Stunde oder so?“ Als ich nickte, öffnete sie erleichtert die Tür. „Duncan, könntest du mal diese Blicke lassen?“, kam es genervt von Steff aus dem Flur. „Wieso? Wie guck ich denn?“ „Missbilligend wie immer!“ „Einbildung ist auch ne Bildung“, hörte ich ihn kontern, „außerdem guckt Ryan auch.“ Ja, ja, Geschwister....sie lieben und sie hassen sich. „Seine Blicke gefallen mir, aber deine nicht“, und darauf folgte ein Stöhnen seinerseits. Anscheinend waren Lee und Steff dabei, sich zu begrüßen. Duncan kam ins Wohnzimmer gestiefelt und sah ziemlich genervt aus, doch plötzlich hellte sich seine Miene auf. „Jamie“, rief er erfreut, „schön, dass du da bist!“ Charmant wie immer, drückte er mir ein Küsschen auf die Wange. „Na ja, eigentlich wollte ich ja gerade gehen, aber Steff hat mich überredet, noch zu bleiben.“ „Für irgendwas muss mein Schwesterchen ja auch gut sein“, lächelte er süß und machte es sich neben mir auf der Couch bequem. „Hey, das hab ich gehört“, rief sie empört aus dem Flur und stand gleich darauf, gefolgt von Lee, mitten im Zimmer. Lee....ich weiß auch nicht.....ich fühle mich total unwohl in seiner Nähe. Andauernd reißt er dumme Witze und Steff hat mir zwar schon gesagt, ich solle mir das nicht zu Herzen nehmen, er könne einfach nicht anders. Aber er verunsichert mich trotzdem....und verletzt mich. „Hast du was zu trinken da, Süße“, wandte Lee sich an Steff und küsste sie leidenschaftlich. „Sollen wir euch beide vielleicht lieber allein lassen, Lee? Dann kannst du meiner Schwester in Ruhe die Mandeln raus operieren.“ „Neidisch?!“, fragte Lee mit einem provozierenden Unterton und warf dabei einen Blick auf mich, der mich mehr als irritierte. „Auf dich ganz bestimmt nicht, Kleiner“, winkte Duncan ab. „Wolltest du nicht was zu trinken, Schatz?“, ging Steff dazwischen, weil sie Streit zwischen den beiden vermeiden wollte. Lee konnte es nämlich auf den Tod nicht ausstehen, wenn man ihn „Kleiner“ nannte. „Sicher“, er warf Duncan einen vernichtenden Blick zu, den das aber völlig kalt ließ. „Im Kühlschrank“, rief Steff Lee noch hinter her, der aber schon wieder kam und zwar mit zwei Flaschen in den Händen. Eine davon reichte er Duncan, doch der stellte sie gleich auf dem Tisch ab. „Jetzt bring ich dir schon mal n Bier mit...“, meckerte Lee, „und was machst du? Trinkst es noch nicht mal.“ „Ich muss ja nachher auch noch fahren.“ „Das kann ich doch auch“, erwiderte Lee, genehmigte sich aber erst mal einen großen Schluck aus seiner Flasche. „Ja, nee, is klar! Ich lasse einen betrunkenen Chaoten meinen Mercedes fahren“, lachte Duncan gekünstelt, „hältst du mich für total durch geknallt?!“ „Dann nicht“, murrte Lee und starrte mich wieder so eigenartig an. Wahrscheinlich überlegt er gerade, welchen Spruch er mir als nächstes reindrücken kann. Je länger Lee mich anstarrte, desto unwohler fühlte ich mich. Plötzlich sprang er auf, nahm den letzten Schluck aus seiner Flasche und verkündete, wir würden Flaschendrehen spielen. „Ich finde das keine gute Idee“, meinte Duncan mit einem Seitenblick auf mich. „Das finde ich auch“, meldete sich nun auch seine Schwester zu Wort, „außerdem sind wir eh nur zu viert.“ „Was seid ihr denn für Spaßbremsen? Na komm, Jamie, wenn du mit machst, dann tun es die beiden auch“, sagte er und zog mich vom Sofa runter auf den Boden. Widerwillig setzten sich nun auch Duncan und Steff zu uns. „Und da wir ja nicht wissen wollen, welche Leichen jeder von uns im Keller vergraben hat, lassen wir die Wahrheit weg und spielen nur mit Pflicht“, grinste Lee und drehte die Flasche. Ich wusste gar nicht, wie mir geschah, als sie auf mich zeigte. Lee kratzte sich grübelnd am Kopf, doch ich war mir sicher, dass er sich schon irgendwas für mich ausgedacht hätte, sonst hätte er nicht darauf gedrängt, das unbedingt zu spielen. „Dann zeig mal, was du kannst, Dunc“, grinste er fies, „MIT Zunge!“ NEIN“, protestierte dieser, „ich hab dich gewarnt, Ryan!“ „Du sagtest, ich solle mir meine, wie nanntest du es noch?? Ach ja, blöden Sprüche verkneifen, mehr nicht!“ „T..t...t..tut mit leid“, stotterte ich, „aber ich muss gehen.“ Ich sprang auf, doch bevor ich die Tür erreichte, stand Lee davor. „Von wegen, Kleine, du bleibst schön hier! Spielstunden sind Ehrenschulden.“ Im nächsten Moment standen auch schon Steff und Dunc hinter ihm. „Lee, hör auf mit dem Mist und lass Jamie gehen, wenn sie das möchte“, ich warf Steff einen dankbaren Blick zu. „Mein Gott, was stellt ihr euch denn alle so an? Sie lässt sich von Duncan die Zunge in den Hals stecken und das wars! Oder willst du als alte Jungfer sterben, Jamie?“ KLATSCH!! Steff hatte ihm mit voller Wucht eine geklebt. Als Duncan Lee am Kragen packte, ihn von der Tür weg beförderte und ihn lauthals zur Schnecke machte, nutzte ich die Chance, aus der Wohnung zu flüchten....

~Duncan~

„Du hast wirklich Glück, dass ich so ein gutmütiger Mensch bin“, knurrte ich, „sonst würde ich dir jetzt mal so richtig die Fresse polieren!“ „Tu´s doch!“, der Kerl hat sie wirklich nicht mehr alle! Er provoziert es auch noch! „Führe mich lieber nicht in Versuchung...“ „Schluss jetzt! Duncan, du läufst Jamie nach und guckst, wie es ihr geht, während ich mal ein ernstes Wörtchen mit Ryan reden werde!“, befahl Steff und funkelte Lee gefährlich an. Befriedigt stellte ich fest, dass Steff mehr als sauer war. Sie kochte regelrecht vor Wut und da ich nicht gerade dabei sein wollte, wenn mein kleines temperamentvolles Schwesterchen ihn auseinander nahm, verzog ich mich schnell und hetzte Jamie nach. „Jamie, bitte warte auf mich“, rief ich und kam schnaufend neben ihr zum stehen. Als ich wieder zu Atem gekommen war, gingen wir langsam weiter ohne das einer von uns einen Ton sagte. „Es tut mir leid, Duncan“, flüsterte sie kaum hörbar, „ich wollte nicht, dass ihr euch streitet.“ „Du bist nicht diejenige, die sich entschuldigen muss“, widersprach ich entschieden, „sondern Lee! Er ist das Arsch!“ „Steff wird ihm die Hölle heiß machen...“ „....was er auch verdient hat und von mir kriegt er noch nen Arschtritt frei haus!“ „Irgendwie hat er ja auch recht. Vielleicht hätte ich mich nicht so anstellen sollen“, meinte sie und sah traurig zu Boden. „Lass dir das doch nicht einreden. Lee labert viel wenn der Tag lang ist und meist kommt eh nur Müll dabei heraus.“ „Er kann mich nicht leiden, weil ich nicht so bin, wie Steff. Dabei weiß er gar nicht, wie sehr ich sie beneide....um ihre unbefangene Art, ihre Klamotten, wie sie lebt, wie sie liebt....“ „Du willst also lieber wie ein Flittchen rumlaufen?“, stellte ich nüchtern fest. „Bitte?“, fragte sie ungläubig nach. „Habe ich einen Sprachfehler?“ „N...n..nein, aber hast du gerade wirklich Flittchen gesagt? Duncan, sie ist deine Schwester!“ „Ja und genau darum bin ich ja auch so ehrlich zu ihr. Sie weiß ganz genau, was ich davon halte, wie sie rum läuft. Hast du sie dir heute mal genau angeguckt? Das war doch kein Rock, sondern ein Gürtel, was sie da an hatte“, meinte ich abfällig, „versteh mich nicht falsch, ich liebe meine Schwester, aber in dieser Hinsicht gehen unsere Meinungen weit auseinander. Ich darf ja nichts sagen, weil sie sich dann noch sturer stellt und Ryan bestärkt sie ja auch noch darin. Ich finde, Sexy zu sein heißt nicht, so wenig wie möglich an zu haben, sondern man(n) muss auch noch was zum träumen haben.“ „Na gut, aber abgesehen von den Klamotten...“ „...ist sie nicht übel“, grinste ich, „sag mal....kannst du schwimmen?“ „Ja, warum?“ Verschmitzt lächelnd blickte ich mich um, ganz in der Nähe war ein Freibad und mir kam die Idee, wie ich Jamie aus der Reserve locken konnte. Irgendwann musste sie mal aus ihrem Schneckenhaus heraus kommen. „Dann komm mit“, ich nahm sie bei der Hand und wir bogen um einige Kurven, bis wir schließlich vor einem Zaun zum stehen kamen. „Nicht dein Ernst?!“, fragte sie perplex. „Oh doch!“ „Du bist ja verrückt! Mitten in der Nacht, wenn man uns erwischt....“ „A: es ist später Abend, B: schadet ein kleines bisschen Verrücktheit nicht und C: Was hast du zu verlieren?“ „Wir könnten im Knast landen, das ist schließlich Einbruch!“ „Steff wäre schon längst hier drüber gehüpft und wenn du ehrlich bist, dann reizt dich das auch. Also?“, auffordernd sah ich sie an. „Mir ist nicht wohl dabei...“, zögerte Jamie immer noch. „No risk, no fun, babe“, lachte ich und wir kletterten schließlich doch über den Zaun. „Oh Gott, oh Gott, oh Gott, hoffentlich geht das mal gut...“, murmelte sie und sah sich ängstlich um. „Keine Angst, Jamie, ich bin doch bei dir“, sprach ich beruhigend auf sie ein. „Und nun?“, wollte sie wissen, als wie am Beckenrand angelangt waren. „Ähm...ausziehen?!“ „Wie jetzt?“ „Na ja, schon mal was von Unterwäsche gehört?“, zuckte ich mit den Schultern und entledigte mich meiner Jeans und meines Hemdes. Zögernd streifte sie nun auch ihr T – Shirt und ihre Jeans runter. WOW! Ich musste mich echt beherrschen, um Jamie nicht anzugaffen. Reiß dich gefälligst zusammen, Dunc, du bist doch nicht Ryan! Was unter diesen Klamotten zum Vorschein kam, war wirklich ein Traum von einem Körper! Okay, Abkühlung!

~Jamie~

Ich musste schon heftig schlucken, als Duncan sich plötzlich die Klamotten auszog und er vor mir das gleiche wollte. Gott, wenn mein Vater davon Wind kriegt, bin ich geliefert! „Nun komm schon rein. Das Wasser ist super“, ermunterte er mich und spritzte mich nass. Nun hüpfte ich auch in das Becken. Es entwickelte sich ein kleines Spiel zwischen uns: Mit jedem Mal, dass Duncan mich an sich zog, kamen wir uns näher, bis ich mich ihm wieder lachend entwand. Er ließ es zu und startete einen neuen Angriff. Doch nun ließ er mich nicht los. Eine Hand wanderte zu meinem Rücken, mit der anderen hob er mein Kinn an, damit ich ihm in die Augen sah, in diese tiefgründigen blauen Augen, die an den Ozean erinnerten. „Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so viel Spaß gehabt“, gestand ich ihm. „Das ist schön. Ich habe mir nämlich gerade gewünscht, dieses Lächeln häufiger zu sehen“, lächelte er und strich mit dem Daumen über meinen Mund. Langsam neigte er seinen Kopf zu mir. „Ich glaube, wir sollte uns noch ein bisschen ins Gras legen, um zu trocknen“, meinte ich und löste mich von ihm. Ich stieg aus dem Pool, legte mich ins Gras und beobachtete die Sterne. Duncan legte sich dicht neben mich auf die Seite und stützte den Kopf auf einer Hand ab. „Wie schön er funkelt“, seufzte ich und beobachtete einen ganz besonders hellen Stern. „Das könntest du auch.....Du könntest genau so funkeln, wie dieser Stern, sogar noch heller!“ „Ich bin klein und unscheinbar.“ „Das ist nicht wahr“, widersprach Dunc, nur ein kleines bisschen Mut von dir und Vertrauen in mich und wir könnten es schaffen!“ „Warum tust du das, Duncan?“ „Pssst...“, wieder strich er mit dem Daumen über meine Lippen und begann, leise ein Lied anzustimmen....

“U make me wanna”

You know you make me wanna
You know you make me wanna

To start it off I know you know me
To come to think of it, it was only last week
That I had a dream about us, oh oh oh (come on)
That’s why I´m here, I´m writing this song (song)
To tell the truth you know I´ve been hurting all along
Someway let me know, you want me girl

Everytime you see me what do you see?
I feel like I´m a poor man and you´re the queen
Oh baby you´re the only thing that I really need
And Baby that´s why…

You make me wanna call you
In the middle of the night
You make me wanna hold you
Till the morning light
You make me wanna love
You make me wanna fall
You make me wanna surrender my soul
I know this is a feeling that I just can´t fight
You´re the first and last thing on my mind
You make me wanna love
You make me wanna fall
You make me wanna surrender my soul

Well I know that these feelings won´t end now
They´ll just get stronger if I see you again
Baby, I´m tired of being friends (oh)
I wanna know if you feel the same
And could you tell me do you feel my pain?
Don’t leave me in doubt

Everytime you see me what do you see?
I feel like I´m a poor man and you´re the queen
Oh baby you´re the only thing that I really need
And Baby that´s why…

You make me wanna call you
In the middle of the night (night)
You make me wanna hold you
Till the morning light (morning light)
You make me wanna love
You make me wanna fall (fall)
You make me wanna surrender my soul
I know this is a feeling that I just can´t fight (just can´t fight)
You´re the first and last thing on my mind (on my mind)
You make me wanna love
You make me wanna fall
You make me wanna surrender my soul

I´ll take you home real quick
And sit you down on the couch
Pour some Dom Perignon and hit the lights out (oh oh)
Baby we can make sweet love
Then we´ll take it nice and slow (oh oh)
I´m gonna touch you like you never known before
We´re gonna make love (oh oh oh)

You make me wanna call you
In the middle of the night
You make me wanna hold you
Till the morning light (morning light)
You make me wanna love
You make me wanna fall
You make me wanna surrender my soul (surrender)
I know this is a feeling that I just can´t fight (just can´t fight)
You´re the first and last thing on my mind (on my mind)
You make me wanna love
You make me wanna fall (ohhh)
You make me wanna surrender my soul

You make me wanna call you
In the middle of the night (Ohh you)
You make me wanna hold you
Till the morning light (morning light)
You make me wanna love
You make me wanna fall
You make me wanna surrender my soul
I know this is a feeling that I just can´t fight (Ohhhhhhh)
You´re the first and last thing on my mind
You make me wanna love (You make me wanna)
You make me wanna fall (You make me wanna)
You make me wanna surrender my soul (Oh surrender my soul)

You make me wanna call you
In the middle of the night
You make me wanna hold you
Till the morning light
You make me wanna love
You make me wanna fall
You make me wanna surrender my soul


Wieder neigte er seinen Kopf zu mir herunter und ich empfing seine Lippen. Ganz zart drückte er sie auf meine und in meinem Körper bereitete sich ein eigenartiges Kribbeln aus. Ist das Verliebt sein? Dabei darf das doch gar nicht sein. Es würde nur weh tun....ihm und mir. Eilig machte ich mich von ihm los, zog blitzschnell meine Sachen über, kletterte über den Zaun und verschwand....

~Duncan~

Sie empfindet etwas für mich, das habe ich genau bei unserem Kuss gespürt. Dieser Kuss, obwohl sehr zart, brannte wie Feuer auf meinen Lippen. Bevor ich etwas unternehmen konnte, war Jamie schon aufgesprungen und davon gerannt. Jamie....sie beherrscht meine Gedanken und ich weiß ganz genau, dass so viel mehr in ihr steckt. Wenn sie das doch nur endlich raus lassen könnte. Seufzend schlüpfte ich in meine Klamotten und kletterte über den Zaun. Was hat diese Frau nur mit die angestellt, Dunc, fragte ich mich, während ich zurück zur Wohnung meiner Schwester ging. „Wurd auch langsam Zeit, dass du hier antanzt“, grummelte Lee mir entgegen, der mir verschränkten Armen und finsterer Miene angelehnt an meinen Mercedes stand. „Deine Schwester hat mich richtig zur Schnecke gemacht“, meckerte er, während er ins Auto stieg und die Tür zuknallte, „ich brauch mich die nächsten Tage nicht bei ihr Blicken zu lassen und zu guter letzt hat sich mich noch vor die Tür gesetzt! Und das alles nur wegen Jamie!“ „Hmmmm...“, machte ich und fuhr los. Wen interessierte schon, was Ryan da wieder vor sich hin blubberte?! „Siehst du eigentlich noch wo du hin fährst vor lauter rosaroten Herzchen in deinen Augen?“, harkte Lee nach, worauf ich nicht antwortete. Immer schön ruhig bleiben, Dunc, befahl ich mir selber und umfasste krampfhaft das Lenkrad. „Weißt du was, Dunc? Ich glaube, ich weiß, was dich an Jamie so reizt“, plapperte er weiter, „Ihre Jungfräulichkeit! Du willst mal wieder einen richtigen Vor“stoß“ wagen!“ Abrupt bremste ich ab und fuhr links ran: „RAUS!“ „Wie bitte?“ „Raus hier, Ryan! Oder es knallt gleich so dermaßen, dass du es nicht überlebst!“ „Du tickst wirklich nicht mehr richtig“, schrie Lee, während er aus dem Auto stieg, „alles nur wegen diesem Weib!“ Gott, ich könnte ihn erwürgen! Vorstoß....pah, das ich nicht lache! Er hat´s doch mit sämtlichen Groupies getrieben, bevor er mit meiner Schwester zusammen kam. Manche davor waren noch minderjährig, 16, 17 Jahre, und ich möchte nicht wissen, wie viele von denen noch Jungfrau gewesen sind. Im Rückspiegel sah ich, wie Lee fluchend auf der Straße herum hüpfte. Mein Blick fiel dann auf den Beifahrersitz, wo Lee´s Portemonnaie lag. Es musste ihm aus der hinteren Hosentasche gerutscht sein. Der Arme, jetzt konnte er noch nicht mal mit dem Taxi nach hause fahren. Wenn ich Zeit habe, bedauere ich ihn mal. Kleine Sünden bestraft der liebe Gott eben sofort. Es würde Lee gut tun, mal die 3 km bis nach hause zu laufen....

~Jamie~

Als ich am Abend nach hause gekommen war, hatte es erstmal eine Gardinenpredigt von meinem Vater gesetzt, weil ich so spät kam. Geduldig wie immer, ließ ich sie über mich ergehen, doch meine Gedanken waren die ganze Zeit bei Duncan und unserem Kuss. Die ganze Nacht träumte ich davon. Es ließ mich einfach nicht los.....seine Finger, die zärtlich über meinen Mund strichen und seinen Lippen die meine berührten..... Mum und Dad sahen mich am nächsten Morgen schon komisch an, weil ich überhaupt nicht bei der Sache war und nur verträumt vor mich hinstarrte. Schließlich machte ich mich auf den Weg zur Uni. „Jamie, bist du okay? Jamie?“, rüttelte mich jemand an der Schulter und ich schreckte auf. „Hast du mich erschreckt, Steff!“ „Tut mir leid, Süße, das wollte ich nicht“, entschuldigte sie sich, „Ist denn nun alles okay?“ „Hmmmm...“, machte ich. „Was hast du? Irgendwas ist doch!“, harkte sie nach. „Ähm....also...ich....ich weiß gar nicht, wie ich das sagen soll...“, zögerte ich. „Wie wärs, wenn du einfach damit raus platzt?!“ „Duncan und ich....wir haben uns geküsst.“ Begeistert quietschte Steff auf: „Awwww, wie geil, dann sind wir ja bald verwandt! Hallo Schwägerin!“ „Du übertreibst mal wieder“, holte ich sie auf den Boden der Tatsachen, „es war nur ein Kuss!“ „Nur ein Kuss? Für Duncan ist das schon bald ein Heiratsantrag“, grinste sie, wurde dann aber wieder ernst, „und wenn du ehrlich bist, dann war das für dich auch mehr, viel mehr!“ „Können wir das jetzt bitte lassen?! War noch was bei dir und Lee?“, lenkte ich ab. „Och, ich hab ihn nur ein klein wenig angemotzt und ihn dann raus geschmissen“, meinte sie leichthin, „der lässt sich erst mal nicht bei mir blicken.“ „Tut mir leid“, senkte ich traurig den Kopf. „Nichts muss dir leid tun, Jamie“, nachdrücklich drückte sie meine Hand, „Lee hat es provoziert, aber der kommt schon wieder....schließlich ist er verrückt nach mir“, lachte Steff und wir betraten die Uni. Hoffentlich kann ich mich jetzt auf die Vorlesungen konzentrieren....

~Steff~

So, so, nur ein Kuss....deswegen malte Jamie ja auch während der Vorlesung Herzchen auf ihre Blätter und versah jedes davon noch mit einem schön geschwungenen „D“. „Für wen steht denn das „D“? Für David Beckham oder Duncan Inglis?“, fragte ich keck, nachdem wir den Saal verlassen hatten. „Du hast es also gesehen?!“, beschämt sah sie zu Boden. „Jamie, Süße, warum wehrst du dich so dagegen? Ist es nicht ein tolles Gefühl, verliebt zu sein?“ „Schon, aber...“ „Kein aber“, unterbrach ich, „genieße es und vergiss deine Spießereltern!“ „Du weißt, dass das nicht so einfach ist...“ „Mir kommt da gerade eine hervorragende Idee. Du wirfst dich in einen sexy Fummel von mir und besuchst Duncan heute Abend. Ich bin natürlich dein Alibi“, zwinkerte ich verschwörerisch. „Geht nicht...“ „Wieso?“ Schon wieder ließ sie den Kopf hängen: „Weil er mich dann gar nicht mehr sehen wollen wird.“ „Gar nicht mehr? Okay, er kann meine Klamotten nicht ab, aber....“, irgendwas verschweigt sie mir doch, „was ist noch geschehen?“ „Ich bin weg gelaufen nach dem Kuss gestern“, rückte sie nun mit der Sprache heraus. Oh man, diesem Mädel ist bald echt nicht mehr zu helfen. „Er ist bestimmt sauer.“ „Ach quatsch, Duncan doch nicht und schon gar nicht dir! Sei mutig, ruf ihn an. Dunc versteht dich...“, ich verlangte nach ihrem Handy und speicherte Duncans Nummer ab. „Das kann er nicht. Wie auch? Er weiß nicht, was mir blüht, wenn mein Vater davon Wind kriegt und.....Steff? Sag, das das nicht wahr ist?!“ Ich zog den Kopf ein: „Was sollte ich denn machen? Er hat mich ausgequetscht...“ „Den Mund halten natürlich“, wütend rauschte Jamie davon. Ob Duncan das allein schafft, Jamie zu erobern? Oder ob ich nach helfen muss? Indem klingelte auch mein Handy: „Hallo Schwesterherz!“ „Wenn du „Schwesterherz“ sagst, dann willst du doch irgendwas“, harkte ich nach. „Hast du mit Jamie gesprochen?“ „Ja, du meinst es doch ernst mit ihr?!“ „Heiße ich Ryan?!“, kam es prompt zurück. „DUNCAN!“ „Okay, schon gut, lassen wir das Thema... Ich wollte dich bitten, mit Jamie zu unserem nächsten Konzert zu kommen in einer Woche in der Wembley Arena.“ „Kein Problem und weiter?“ „Ich will, dass du sie aufstylst, aber so das sie sich wohl fühlt. Mach ja kein Flittchen aus ihr. Sie soll nicht so rumlaufen, wie...“ „...ich?!“, beendete ich seinen Satz. „Ich sehe, wir verstehen uns! Morgen bringe ich dir dann meine Kreditkarte vorbei“, hatte er gerade wirklich die Wörter „seine“ und „Kreditkarte“ in einem Satz gesagt? „Wie sieht´s aus? Machst du es? Du darfst dir auch was schönes aussuchen“, lockte er. „Ach Brüderchen, ich hätte es auch gemacht, wenn du mich nicht bestochen hättest“, lachte ich. „Danke Schwesterchen! Bis morgen!“, verabschiedete er sich und legte auf. Ich weiß gar nicht, worauf ich mich mehr freuen soll....auf Jamie´s Gesicht oder auf Dunc´s Kreditkarte....

~Jamie~

Zwei Tage später stand Steff nachmittags vor unserer Haustür mit den Worten, sie wolle shoppen gehen und bräuchte dafür meine fachmännische Meinung. Fachmännisch? Ja nee, is klar, wo ich auch Ahnung davon hab, dachte ich sarkastisch, ging aber trotzdem mit, auch wenn mein Dad keineswegs begeistert davon war. Steff steuerte nun einen D&G Shop an. „Hast du im Lotto gewonnen?“, fragte ich erstaunt. „Nein, was viel besseres“, lächelte sie geheimnisvoll, was mich tierisch irritierte. „Ah, guten Tag, Miss Inglis“, begrüßte uns der Verkäufer, „Ihr Bruder hat mich schon über alles informiert. Ich habe schon ein paar Sachen raus gesucht, die Ihnen und Miss Lloyd gefallen könnten.“ „Was wird hier gespielt, Steff?“, verlangte ich zu wissen. „Du kriegst jetzt ein paar neue Klamotten“, grinste sie und schleppte mich zu den Umkleiden, wo schon ein Haufen Sachen bereit lagen. Steff nötigte mich dazu, alles anzuprobieren. Ich muss gestehen, dass ich mich in den Sachen total wohl fühlte. Sie waren zwar sexy, doch sie ließen noch etwas zum träumen....genau, wie Duncan gesagt hatte. „Packen Sie das schon mal alles ein“, wies Steff den Verkäufer an, während sie nun in der Umkleide verschwand. Der Verkäufer schnappte sich den ganzen Berg Klamotten und ging damit zur Kasse. „Meine Freundin übertreibt ganz gerne mal“, wandte ich mich nun an den Verkäufer, „wir können das nicht alles nehmen. Das ist viel zu teuer!“ „Machen Sie sich darüber keine Gedanken“, lächelte dieser, „Mr. Inglis ist darüber informiert.“ „Das hier kommt auch noch dazu“, Steff schmiss noch einen...ähm...“Gürtel“ und ein heißes Top auf den Ladentisch. Der Verkäufer tippte den Preis ein, wobei mir bald die Augen aus dem Kopf fielen, doch Steff zückte ohne mit der Wimper zu zucken die Kreditkarte ihres Bruders. Danach schleppte sie mich noch in ein Schuhgeschäft und als wir dieses verließen, trugen wir insgesamt 15(!) Tüten zu Steff nach hause....

~Steff~

„Und was hat das jetzt gebracht?“, genervt ließ sich Jamie auf die Couch plumpsen, „wir haben sinnlos Dunc´s Geld verpulvert und einen Haufen Klamotten am Hals, die ich eh nie anziehen kann.“ Ups, hatte ich etwa vergessen, die Sache mit dem Konzert zu erwähnen?! „Oh doch, du hast bald eine Gelegenheit! In ein paar Tagen ist doch das Konzert in der Wembley Arena....“ „Und?“ Ich schüttelte nur den Kopf über so viel Begriffsstutzigkeit. Das lag doch wohl auf der Hand! „Und wir gehen natürlich dahin! Und bevor du wieder mit deinen Spießereltern anfängst....Du sagst ihnen einfach, dass du bei mir übernachtest und wir uns einen Mädelsabend machen.“ Entgeistert starrte sie mich an: „Ich soll sie anlügen?“ „Nicht, wenn du Duncan nicht sehen willst....“, grinste ich und sah mit Befriedigung, dass ihre Augen anfingen zu strahlen, „hat dein Herz da etwa gerade bei seinem Namen kurz ausgesetzt?“ „Schön möglich“, nuschelte Jamie, „wann soll ich denn dann da sein?“ „Ich würde sagen, um 17 Uhr“, überlegte ich, „dann haben wir genug Zeit, dich herzurichten. Um 19 Uhr geht dann erst das Konzert los.“ „Okay, dann geh ich jetzt besser, damit meine Eltern mich dann auch gehen lassen“, verabschiedete sie sich und ging. Als sie weg war, rief ich zunächst Duncan an. „Na Brüderchen, wie war dein Tag?“, sagte ich fröhlich in den Hörer. „Stressig! Wie lief´s mit Jamie?“, fragte er aufgeregt. „Bestens, deine Zukünftige war zwar über die Preise geschockt, aber ich denke, sie fühlt sich wohl in den Klamotten und sie kommt mit zum Konzert.“ „Klasse, gute Arbeit, Schwesterherz!“, freute er sich. „Wie geht’s Lee?“, fragte ich vorsichtig nach. „Ach, Ryan spielt die beleidigte Leberwurst. Er redet kein Wort mehr mit mir, seit ich ihn letztens raus geschmissen hab und ich muss sagen, dass ich nicht so wirklich traurig darüber bin.“ „Wie? Rausgeschmissen?“ „Der Kleine ist eben frech geworden und da hab ich ihn die restlichen 3 Kilometer laufen lassen“, schadenfroh lachte Duncan auf, „ich gebs ja ungern zu, aber ich glaube, er vermisst dich.“ „Das ist ja wie Musik in meinen Ohren.....aber ich lasse ihn noch etwas zappeln. Vielleicht lernt er ja was draus...“ „Oh bitte“, ich konnte genau vor mir sehen, wie Duncan mit den Augen rollte. „Wollten wir das Thema nicht lassen?“, bemerkte ich spitz. „Ja, schon gut“, gab er nach, „du, ich muss schluss machen. Bye Schwesterherz!“ Und schon hatte er wieder aufgelegt. So, so Ryan vermisste mich also....er weiß ganz genau, dass er Mist gebaut hat, nur kann er so was schlecht zugeben. Tja, Männer und ihr Ego...keine gute Kombination. Ein wenig musste Lee sich noch gedulden...

~Jamie~

Die Tage bis zum Konzert vergingen wie im Flug. Meinen Eltern hatte ich die perfekte Lüge aufgetischt und ihnen noch unter die Nase gerieben, dass auch ja kein männliches Wesen anwesend war, da Steff Stress mit Lee hätte. Ja, ich hatte ein schlechtes Gewissen, aber die Freude, Duncan wieder zu sehen, überwiegte einfach. Pünktlich stand ich also bei meiner besten Freundin vor der Tür, die mich auch gleich in ihre Wohnung zog. „So Süße, jetzt werden wir erstmal gucken, was du heute von den Sachen anziehst“, als ich in ihr Schlafzimmer kam, dachte ich, es hätte eine Bombe eingeschlagen. Überall lagen die gekauften Sachen herum. „Ich wollte schon mal eine Vorauswahl treffen“, grinste sie, „aber ich konnte mich nicht entscheiden.“ Mir war es eigentlich relativ egal, weil alle Sachen toll aussahen und ich mich in allen wohl fühlte, nur Steff wollte das perfekte Outfit für mich auswählen. „Wie wärs damit?“, ich hielt einen knielangen schwarzen Rock und ein Top in die Höhe. „Dunc und du, ihr werdet großartig zusammen passen. Du hast genau seinen Geschmack getroffen. Das nette Mädchen von nebenan, aber....“, sie stieß mir den Ellebogen in die Rippen, „stille Wasser sind ja bekanntlich tief...“ Als ich mich dann endlich in Schale geworfen hatte, begann Steff mich zu schminken. Sie war ja hier schließlich die Expertin. Nach einer halben Stunde war sie dann endlich mit mir fertig und ich durfte mir ihr Werk im Spiegel angucken. Wow, war das etwa ich? „Zufrieden?“, lächelte Steff hinter mir. „Wow, das ist einfach unglaublich“, staunte ich und umarmte sie. „Dezent, aber äußerst wirksam“, grinste Steff, „hoffentlich stürzt sich Duncan nicht von der Bühne und fällt direkt über dich her.“ „STEFF!“, sah ich sie empört an, doch darauf mussten wir beide total los lachen. Nun war es an ihr, sich fertig zu machen. Steff entschied sich für den neuen Klamotten, die Duncan ihr spendiert hatte, schminkte sich und wir brachen auf....

~Duncan~

„Könntest du dich bitte hinsetzen, Dunc, du nervst!“, maulte Lee. „Klappe, Ryan“, brummte ich und lief weiter durch die Garderobe. „Lee hat recht, es nervt wirklich, Duncan“, mischte sich nun Simon ein. „Ich bin nun mal nervös“, pflaumte ich zurück. „Weswegen?“ „Nicht so wichtig“, wich ich aus, um mir einen von Lee´s Kommentaren zu ersparen. „Ich weiß warum“, unruhig rutschte Lee auf dem Sofa herum und hob den Finger wie in der Schule. „Ja, Lee“, ging Simon auch noch auf sein Spiel ein. Brav erhob sich Lee: Duncan hat ne neue Flamme und er überlegt, wie er sie am besten flach legen kann.“ „Ist das wahr, Duncan?“, fragte Simon geschockt und sah mich strafend an. „Ja klar“, erwiderte ich ohne mit der Wimper zu zucken, „ich denke die ganze Zeit nur darüber nach, wie, wo und wann ich´s ihr am besten besorgen kann.“ „Und der besondere Kick daran ist, dass sie ihre Unschuld noch nicht verloren hat“, bemerkte Lee spitz. „Duncan, mein ähm Freund“, schüttelte Simon den Kopf, „ich glaube, wir müssen uns mal ernsthaft unterhalten!“ „Glaubst du eigentlich jeden Mist, den Ryan daher labert?! Weißt du, worüber ich nach grübele? Wie ich unseren Fans am besten erklären kann, dass wir bald nur noch zu dritt sind, weil Lee bei einem „schrecklichen Unfall“ hopps gegangen ist“, dabei ballte ich meine Hände zu Fäusten. „Hey, ich hab doch nur die Wahrheit gesagt“, protestierte dieser. Mit wenigen Schritten stand ich vor ihm und packte Lee am Kragen: „Jetzt sperr mal schön die Lauscher auf, Kleiner! Jamie wird heute kommen und sich unser Konzert ansehen. Wenn ich auch nur einen falschen Pieps von deiner Seite höre, wird dieser Abend ganz böse für dich ausgehen. Haben wir uns verstanden?“, er antwortete nicht und so packte ich ihn noch fester am Kragen, „Ob wir uns verstanden haben, will ich wissen!“ Er nickte nur und ich ließ von ihm ab. „Ach ja.....falls es dich interessiert“, riss ich die Tür auf, „meine Schwester wird auch da sein!“ RUMMS! Die war definitiv zu! Ich ließ mich nicht eher wieder blicken, bis die Vorbereitungen begannen, das heißt, umziehen, Make up und Stimme aufwärmen. Simon und Antony warfen währenddessen immer wieder unsichere Blicke zwischen Lee und mir hin und her. So hatte es bisher noch nie gekracht, trotz Lee´s Frechheiten, die ich meist geduldig ertrug. Nun aber verbannte ich Lee aus meinen Gedanken und konzentrierte mich auf das Konzert. Als wir die Bühne betraten, kam uns ein nicht endend wollender Schwall Gekreische entgegen und wir legten mit „Riders“ los. Dabei mussten wir so viel tanzen, dass ich gar nicht die Augen nach Jamie und Steff offen halten konnte. Beim nächsten Song entdeckte ich sie dann endlich und mir blieb so die Luft weg, dass ich bei meinem Part ins stottern geriet, worauf ich mir einen strafenden Blick von Simon einfing. Jamie sah einfach umwerfend aus. Steff hatte wirklich ganze Arbeit geleistet. Ganz ruhig Dunc, du musst jetzt den nächsten Song ansagen....

~Jamie~

Ich war vorher schon total nervös, aber als die Jungs dann auf die Bühne kamen und ich Duncan sah, da setzte mein Herz wieder kurz aus. „Der nächste Song ist für alle Ladies, die sich heute Abend so richtig sexy fühlen“, verschmitzt grinste Duncan und zwinkerte mir zu, was mir die Röte ins Gesicht trieb. Nun begangen die Jungs mit dem angekündigten Lied...

“Fly by”

All dressed up you´re good to go
Checkin´ your style from head to toe (that´s right)
Hooked up and natural
You´re feelin beautiful
Nine times out of ten you know
Late night club like a video with the
Hot stuff – top stuff, yo
We got stuff (whoa, whoa)


What a night (night)
So far (far)
Pullin´ up curb side in your car (your car)
What a sight (sight)
You are (are)
Think I know somewhere we can park, after dark


System up with the top down
Got the city on lockdown
Drive by in the low ride
Hands high when we fly by

System up with the top down
Got the city on lockdown
Drive by in the low ride
Hands high when we fly by, fly by, fly by, fly by, fly by


Girl it´s time to let you know
I´m down if you wanna go
We can take it nice and slow
We got until tomorrow
UK style UK flow
We got you hot like whoa
With the hot stuff – top stuff, yo
We got stuff (whoa, whoa)


What a night (night)
So far (far)
Pullin´ up curb side in your car (your car)
What a sight (sight)
You are (are)
Think I know somewhere we can park, after dark


System up with the top down
Got the city on lockdown
Drive by in the low ride (low ride)
Hands high when we fly by (Hands high)


System up with the top down (top down)
Got the city on lockdown (lockdown)
Drive by in the low ride
Hands high when we fly by, fly by, fly by,fly by, fly by


I´ll tell you this for a fact (fact)
A lot of ladies step up on a fat track
Leave your fella in the corner
With this starter cap
Show me how to act
Show me love
Where you at?


What a night
So far
Pullin´ up curb side in your car
What a sight
You are
Think I know somewhere we can park, after dark


System up with the top down
Got the city on lockdown
Drive by in the low ride
Hands high when we fly by (Hands high)


System up with the top down (top down)
Got the city on lockdown (lockdown)
Drive by in the low ride (yeah, yeah)
Hands high when we fly by (after dark)


System up with the top down
Got the city on lockdown
Drive by in the low ride
Hands high when we fly by (we fly by)


System up with the top down
Got the city on lockdown
Drive by in the low ride (whoa, whoa)
Hands high when we fly by, fly by, fly by, fly by, fly by


„Hast du den Hüftschwung gesehen?“, grinste Steff in meine Richtung, „der war nur für dich!“ Schon wieder errötete ich. Oh man, ich hab mich noch nie so gut gefühlt, wie heute Abend. Während der Show blieb Duncan immer in der Nähe und warf mir tiefe Blicke zu. Nachdem Konzert drängte mich Steff nach hinten in den Backstage Bereich. „So und da drin wartest du nun“, wies sie mich an, „und wag es ja nicht, dich zu verkrümeln, Süße!“ Ich befand mich ganz allein in der Garderobe der Jungs und wartete nun das Jemand bzw. ein ganz besonderer Mann kam....

~Duncan~

Das Konzert war einfach einmalig in jeder Hinsicht. Beim Duschen und Umziehen war ich heute noch schneller, denn ich musste unbedingt mit Jamie reden. Lee kam direkt hinter mir her gesprungen und wollte mit in unsere Garderobe. „Ohhh Lee“, säuselte Steff, worauf er wie erstarrt stehen blieb. Kopfschüttelnd sah ich mit an, wie Lee und sie sich „begrüßten“. Man, der Junge hatte wohl echt Entzugserscheinungen gehabt, denn er konnte ja gar nicht die Finger von Steff lassen. Eigentlich gar nicht so schlecht, denn so konnte Lee wenigstens keinen Blödsinn von sich geben. Während Steff Lee „beschäftigte“, deutete sie hinter seinem Rücken auf die Garderobe. Jamie war also zum Glück noch da!! Ich betrat also endlich unsere Garderobe und mein Herz schlug gleich schneller, als ich sie auf dem Sofa sitzen sah. Wie immer lächelte ich charmant und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. „Hat dir unser Konzert gefallen?“, fragte ich uns setzte mich neben sie. „Und wie, es war toll....du hast mich aber ganz schön in Verlegenheit gebracht“, wieder trat eine Röte auf ihre Wangen. „Hab ich das?“, guckte ich unschuldig, „ich weiß gar nicht, wovon du redest..“ „Das weißt du sehr wohl“, stach sie mir den Finger in die Brust und als sie ihre Hand wieder zurück ziehen wollte, hielt ich sie sanft fest. „Warum tust du das alles, Duncan? Ich meine, die Klamotten und...“ „Nenn mir nur einen Grund es nicht zu tun“, erwiderte ich. „Ich könnte dir bestimmt mindestens zehn nennen“, fing sie an, „also, erstens...“ „Und wenn ich das alles gar nicht hören will?“, unterbrach ich, „wenn ich einfach nur will, dass du mich jetzt küsst?!“ Wieder kam ich ihr mit meinem Gesicht näher. „Bitte Duncan, tu das nicht“, flehte Jamie. „Stoß mich jetzt bitte nicht zurück, Jamie.....bitte nicht schon wieder.“ Diesmal ließ sie es geschehen und wehrte sich nicht. Auch den Einlass meiner Zunge verwehrte sie mir nicht und erwiderte den Kuss zunächst schüchtern und dann immer leidenschaftlicher. Als wir voneinander abließen, schaute ich sie verliebt an. „Jamie, ich lie...“, doch sie ließ mich nicht ausreden und legte mir den Finger auf die Lippen. „Sprich diesen Satz nicht zu ende. Du weißt, dass es niemals klappen würde. Steff hat dir doch alles erzählt.“ „Er kann dich nicht dazu zwingen!“ „Hast du ne Ahnung“, lachte sie trocken auf. „Es tut mir leid, Duncan....vielleicht ist es besser, wenn wir uns nicht mehr sehen....“ „Das will und kann ich nicht akzeptieren“, schüttelte ich entschieden den Kopf. „Du musst“, sagte sie leise und schon war sie wieder zur Tür hinaus.“ „Verdammte Mist“, fluchte ich laut und reagierte mich an dem kleinen Tischchen ab. „Was geht denn mit dir ab?“, Lee kam in die Garderobe gestürmt. „Als ob du das nicht wüsstest?! Mit Sicherheit hast du die ganze Zeit mit meiner Schwester vor der Tür gestanden und gelauscht“, fauchte ich. „Jetzt komm mal wieder runter, Dunc. Ich kann nun wirklich nichts dafür, dass Jamie andauernd weg läuft.“ „Tut mir leid, Lee“, missmutig ließ ich mich auf die Couch plumpsen. Lee setzte sich neben mich und legte vorsichtig die Hand auf meine Schulter: „Hast du schon mal darüber nach gedacht, dass sie dich vielleicht nicht so liebt, wie du sie?! Vielleicht wäre es besser, wenn du sie vergisst. Ich sehe doch, wie sehr du leidest...“ Hä? Wer ist das denn neben mir? Seit wann war Lee so...so...so einfühlsam? „Wenn Jamie nur einmal zugeben würde, dass sie mich liebt, dann bin ich sicher, wäre der Damm gebrochen. Ich kann sie nicht aufgeben, Lee. Ich werde sie daraus holen und wenn es das Letzte ist, was ich tue.....“

~Steff~

„Jamie, jetzt warte doch“, hetzte ich hinter ihr her, nachdem sie aus der Garderobe gerannt war, „jetzt sag schon, was ist los?“ Aus verweinten Augen sah sie mich an: „Duncan wollte mir sagen, dass er mich liebt.“ „Aber das ist doch toll“, freute ich mich, „und deshalb heulst du hier rum?.....Moment mal...was heißt das denn eigentlich...“wollte“?“ „Ich hab ihn mitten im Satz unterbrochen“, weinte sie. „Oh Jamie, wie kannst du nur so dumm sein?!“, schimpfte ich, „Duncan ist deine Chance, aus all dem raus zu kommen und du weist ihn ab. Hast du eigentlich eine Ahnung, wie weh du ihm damit getan hast?“ „Deswegen habe ich ihm ja auch gesagt, dass es besser ist, wenn wir uns nicht mehr sehen....“ Wie kann man nur so verflucht dumm sein? Schweigend machten wir uns auf den Weg zu mir, wo Jamie sich gleich nach dem abschminken und ausziehen, ins Bett legte und lautlos vor sich hin weinte. Ich hingegen blieb noch eine Weile im Wohnzimmer sitzen und dachte nach. Irgendwie musste man es doch schaffen, Duncan und Jamie zusammen zu bringen....Als mein Handy dann klingelte, dachte ich erst, es wäre Lee, doch auf dem Display stand die Nummer meines Bruders. „Steff, wann ist die Uni morgen zu ende?“, fragte er gleich drauf los. „Um 13 Uhr. Wieso?“, wollte ich verdattert wissen. „Ich hole dich und Jamie dann morgen ab und Schwesterherz, es ist wichtig, dass du dich dann zu mir nach vorne setzt“, beschwor er mich. „Was hast du vor, Brüderchen?“ „Sei nicht immer so neugierig und tu was ich dir sage. Also dann, bis morgen, Schwesterherz“, nur noch ein Tuten war zu hören. Was hatte Duncan bloß wieder vor??

~Jamie~

Am nächsten Morgen fühlte ich mich so schlecht, wie nie zuvor. Steff redete den ganzen Vormittag kein Wort mit mir. Wahrscheinlich war sie sauer wegen gestern Abend. Ich mein, dass ist ja auch verständlich, schließlich ist Duncan ihr Bruder und auch, wenn die beiden sich oft kabbeln, so liebt sie ihn doch abgöttisch. Die Vorlesungen in der Uni bekam ich fast gar nicht mit, weil sich meine Gedanken einzig und allein um Duncan drehten. Wie soll ich ihn bloß aus de Kopf bekommen, wenn ich ihn andauernd sehen muss? Denn genau in diesem Moment, als wir die Uni verließen, entdeckte ich ihn, wie er angelehnt an seinem Mercedes stand. Okay, schnell das Weite suchen.... „Nix da! Du kommst schön mit, mein Fräulein“, zischte Steff, packte meinen Arm und zog mich mit sich. Während Steff sich auf den Beifahrersitz plumpsen ließ, stieg ich widerwillig hinten ein, da Duncan mir schon abwartend die Tür offen hielt. Keiner sagte ein Wort, während Duncan ganz konzentriert seinen Wagen durch London lenkte und schließlich vor Steff´s Wohnung hielt. Diese stieg aus, doch bei mir ließ sich die Tür nicht öffnen. „Wieso geht die Tür nicht auf, Duncan?“, verlangte ich zu wissen. „Wie praktisch Kindersicherungen doch sind, oder?!“, grinste er und bevor er davon fuhr, schenkte mir Steff das gleich Grinsen. War ja auch nicht anders zu erwarten gewesen. Die beiden steckten natürlich unter einer Decke. „Ich will nach hause“, sagte ich bockig. „Das glaube ich kaum, Babe! Gib mir mal dein Handy“, forderte er. Ohne darüber nachzudenken, reichte ich es ihm nach vorne, er schaltete es aus und warf es neben sich auf den Sitz. „Hey, das kannst du doch nicht machen! Wenn mein Vater anruft....“ „Ach so, ja“, murmelte er vor sich hin, rief Steff an und bläute ihr ein, meinem Vater zu sagen, wenn er anrief, dass ich mein Handy ausgeschaltet hatte, weil ich in der Bücherei zum lernen war. Einige Zeit später befanden wir uns außerhalb Londons und Duncan parkte nun das Auto. Ich fragte mich, was er hier wollte, denn er hatte an einem Wald angehalten. „Was willst du hier?“ „Mit dir in Ruhe reden. Hier kann uns niemand stören...“, abwartend hielt er die Tür offen. „Es ist alles gesagt“, verschränkte ich die Arme vor der Brust. „Da bin ich anderer Meinung....Steigst du nun freiwillig aus oder muss ich dich zwingen?“ Als ich nicht antwortete, machte Duncan kurzen Prozess, hob mich aus dem Auto und warf mich über die Schulter. „Lass mich gefälligst runter“, zickte ich, während Duncan zielstrebig mit mir durch den Wald lief. Ich hatte vollkommen die Orientierung verloren, denn ich konnte die ganze Zeit nur auf seinen Hintern starrten, was mich mehr und mehr aus dem Konzept brachte. „Keine Angst, Babe! Ich habe keineswegs vor, dich die ganze Zeit zu tragen“, er setzte mich ab, „übrigens solltest du noch nicht mal ans abhauen denken! Ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mich hier zurecht zu finden und selbst, wenn du es schaffen solltest, müsstest du immer noch nach London zurück und dann hättest du einen ganz schönen Fußmarsch vor dir.“ Mist, er hatte recht, also blieb mir nichts anderes übrig, als mit ihm zu gehen. „Das hier ist mein Lieblingsplatz“, Dunc deutete auf eine wunderschöne Lichtung, die von der Frühlingssonne bestrahlt wurde, „hier komme ich her, um mich von diesem ganzen Presse Mist zu erholen. Komm mir“, er griff nach meiner Hand, lief auf die Lichtung und zog mich runter auf das weiche Moos. Es herrschte eine bedrückende Stille, die einfach unerträglich war. „Worüber willst du noch reden, Duncan? Dadurch wird alles nur noch schwerer!“ „Liebst du mich, Jamie?“, fragte er und sah mir tief in die Augen. „Ich...ich....ich kann das nicht“, presste gequält hervor und sprang auf. „Was kannst du nicht?“, wütend packte er meine Arm, „Was ist so schwierig an einer simplen Antwort auf eine simple Frage? Liebst du mich, Jamie? Ja oder Nein?“ Er zog mich dicht an sich und schlang seine Arme um meinen Körper. Ich fühlte mich so hilflos, so schwach, so wehrlos in seinen Armen. Als seine Lippen den meinen immer näher kamen, schloss ich die Augen und ließ alles geschehen...

~Duncan~

Vorsichtig ließen wir uns zurück auf den Boden sinken. Jamie erwidert jeden meiner Küsse mit so viel Leidenschaft, dass es mir die Luft zum atmen nahm und ich schon bald mutiger wurde. Meine Hände rutschten unter ihr Shirt, dass schon bald neben uns lag. Etwas zögerlich knöpfte sie mein Hemd auf und streifte es mir über die Schultern. „Wirst du mich wieder zurück stoßen, Jamie?“, während ich ihr sanft die Hose von den Hüften zog, versuchte ich, ihre Gedanken zu lesen. Sie jedoch lächelte nur und küsste mich. Ich bemerkte ihre Finger an meiner Hose und zwang mich dazu, mein Gehirn eingeschaltet zu lassen. „Oh Jamie, ich will dich so sehr...“, keuchte ich ungewollt auf. „Ich spüre es“, lächelte sie schüchtern. „....aber wir müssen das nicht tun. Wir werden nichts machen, was du nicht möchtest“, sagte ich nachdrücklich, bemüht, zu ignorieren, wie sie mir meine Hose auszog. Darauf bekam ich keine Antwort....doch, eigentlich schon, denn sie zog mich wieder auf sich. Während ich ihren Hals liebkoste, öffnete ich mit einer geschickten Handbewegung ihren BH. Ich wanderte mit meinen Küssen immer weiter runter. Verzweifelt versuchte sie ein Stöhnen zu unterdrücken, indem sie sich immer wieder auf die Unterlippe biss, als ich ihren Busen mit Küssen bedeckte. Das müssen wir unbedingt ändern.... „Wird es weh tun?“, fragte sie etwas ängstlich, während ich ihr vorsichtig den Slip hinunter zog. „Ein kleines bisschen vielleicht, aber danach wirst du den Himmel auf Erden erleben, das verspreche ich dir. Vertraust du mir?“ Jamie nickte heftig. „Hab keine Angst! Ich werde dir nicht weh tun“, ich zog meine Boxershorts runter und zog mich dann zwischen ihre Beine. Bevor ich langsam in sie glitt, verschlangen sich unsere Finger ineinander. Ich spürte einen Widerstand, der jedoch gleich darauf nicht mehr da war. Erleichtert sah ich, wie Jamie nur ganz kurz das Gesicht verzog und dann nur wieder auf ihrer Unterlippe herum nagte. „Du brauchst keine Angst haben, Süße, dass dich jemand hört. Wir sind hier ganz allein, du kannst also alles raus lassen“, leidenschaftlich küsste ich sie und begann mich in ihr zu bewegen. Nun kam ich endlich zu meinem Stöhnen von ihr, dass wie Musik in meinen Ohren war. „Deine Beine...schling sie um meine Hüfte“, stöhnte ich auf, „...ja...genau so...“ Das Gefühl, mit ihr eins zu sein und mit jedem Stoß mehr und mehr mit ihr zu verschmelzen, war einfach unbeschreiblich. „Wie fühlst du dich?“, mein Atem ging stoßweise, da ich mich immer schneller in ihr bewegte. „Frei....und lebendig..“, ich konnte spüren, wie sie ihre Beine noch fester um meine Hüften schlang. „Genau so soll es sein....“, noch ein letzter Stoß, der uns beiden die Erlösung brachte. Jamie bäumte sich stöhnend unter mir auf und ließ sich mit einem tiefen wohligen Seufzer zurück ins Moos sinken. Dabei zog sie mich mit sich und ich vergrub mein Gesicht für ein paar Minuten an ihrem Hals, bevor ich mich von ihr runter rollte und Jamie in meine Arme schloss. Still ruhte ihr Kopf auf meiner Brust und es beängstigte mich, dass sie noch nichts gesagt hatte. Worüber grübelte sie nach? Bereite Jamie es etwa schon, dass sie mit mir geschlafen hatte? Diese Frau ist so undurchsichtig....aber vielleicht ist es gerade das, was mich an ihr reizt.... „Jamie, bitte sag etwas....irgendwas...“, flehte ich. Sie hob den Kopf: „Was willst du denn hören?“ „Vielleicht eine Antwort auf meine Frage?!“ „Ja“, erwiderte sie nur. „Ja?“ „Ja, Duncan, ich liebe dich“, lächelte Jamie und drückte mir einen Kuss auf den Mund. „Ich liebe dich auch“, glücklich schloss ich sie in meine Arme, bis wir uns entschlossen, aufzubrechen. „Suchst du vielleicht den hier?“, grinste ich sie frech an und wedelte mit ihrem BH hin und her. Sie hielt inne und griff danach, „äh, äh, äh, nicht so schnell“, blitzschnell zog ich den BH aus ihrer Reichweite, „erst will ich einen Kuss.“ „Schon mal was von Erpressung gehört?!“, stemmte sie die Hände in die Hüften. „Das Wort ist mir vollkommen neu“, ich setzte meinen besten Unschuldsblick auf, worauf Jamie lachend meinte, dass ich den gut drauf hatte. „Hab ich denn noch was anderes gut drauf?“, raunte ich ihr ins Ohr. „Hmmmm...ja, das hier zum Beispiel...“, zärtlich begann sie mich zu küssen und angelte dabei mit einer Hand nach ihrem BH. Nun zogen wir uns die restlichen Sachen über und machten uns auf in Richtung Auto. „Wie soll es nun bloß weiter gehen?!“, seufzte Jamie plötzlich. „Keine Angst, Babe, wir schaffen das schon! Erstmal muss ja keiner von uns erfahren. Außerdem haben wir das perfekte Alibi!“ „Welches?“ „Steff! Wir treffen uns einfach bei ihr. Irgendwie wird das schon gehen“, beruhigte ich sie und gleichzeitig auch mich. Nun fuhren wir zurück nach London. „Setzt du mich bei Steff ab?“, lächelte sie mich süß an. „Ahh, verstehe....Frauengespräche...“, grinste ich wissend und hielt vor Steff´s Wohnung. „Sei mal nicht so frech“, kniff sie mir in die Seite, „Wann sehen wir uns wieder?“ „Ich hab in den nächsten Tagen wieder viel mit Blue zu tun, aber ich rufe dich jeden Tag an, versprochen!“ Jamie beugte sich noch einmal zu mir rüber und hauchte mir einen Kuss auf die Lippen: „Ich liebe dich!“ „Ich liebe dich auch!“, flüsterte ich, bevor Jamie ausstieg und ich total happy nach hause fuhr....

~Jamie~

Ich fühlte mich wie in einen Traum versetzt. War das zwischen Duncan und mir wirklich geschehen? Verträumt lächelte ich vor mich hin und klingelte bei Steff, die mich auch so gleich rein ließ. „Und? Wie war´s? Was ist passiert?“, fragte sie begierig, während ich mich erstmal auf dem Sofa nieder ließ, „jetzt komm schon! Lass mich doch nicht so lange betteln!“ „Ich habe mit Duncan geschlafen“, sprudelte es aus mir heraus und Steff´s Mund klappte sprichwörtlich nach unten, „Mund zu, es zieht!“ „Du kleines Luder“, grinste sie dreckig, als sie sich wieder gefangen hatte, „ich hätte ja nicht gedacht, dass du ihn so schnell ran lässt.“ „Es ist einfach so passiert und....ach Steff, er war so zärtlich, so leidenschaftlich“, geriet ich ins schwärmen, „und doch irgendwie so wild...“ „Stopp, Jamie“, wehrte sie lachend ab, „Das ist schon mehr, als ich jemals über meinen Bruder wissen wollte.....Weißt du was, es ist schön, dich so strahlen zu sehen.“ „Ich bin so glücklich....und doch habe ich Angst. Wenn alles raus kommt...“ „Das wird es nicht, Jamie....vorerst zumindest nicht. Ihr trefft euch einfach hier bei mir, aber ich glaube, du weißt selber, dass das nicht ewig so gehen kann. Dein Vater hat hier angerufen. Er war ziemlich wütend, aber ich hab ihm gleich den Wind mit der Bibliothek aus den Segeln genommen.“ „Oh je, ich glaube, ich gehe besser nach hause, damit er nicht noch wütender wird“, sprang ich auf. „Jamie, du musst Klartext reden und zwar bald. Du lässt dir das alles schon viel zu lange gefallen“, redete sie auch mich ein. „Das weiß ich doch, aber ich muss den richtigen Moment abpassen....“, eilig verabschiedete ich mich und ging nach hause. Den richtigen Moment....gab es den überhaupt?
Zuhause hagelte es mal wieder Vorwürfe, weil ich mich nicht gemeldet hatte und das Steff ja einen Ach so schlechten Einfluss auf mich hätte. Eben die übliche Leier... Geduldig ließ ich alles über mich ergehen und verzog mich dann in mein Zimmer. Meine Gedanken wanderten wieder zu Duncan und in genau diesem Augenblick klingelte mein Handy: „Hey Babe...“ „Duncan? Alles okay? Du hörst dich so komisch an...“, meinte ich besorgt. Hoffentlich will er mir nicht sagen, dass alles doch ein Fehler war... „Ich habe eben mit Johnny gesprochen und gefragt, ob er die Termine nicht irgendwie umlegen kann, damit wir uns doch sehen können und da steckt der mir einfach mal, dass die in Asien sind“, ereiferte er sich, „Außerdem sind aus den paar Tagen in der Zwischenzeit schon 2 Wochen geworden!“ „Was? So lange?“ „Ja“, grummelte er, „glaub mir, am liebsten würde ich das einfach schwänzen....“ „Komm ja nicht auf dumme Gedanken“, drohte ich scherzhaft, „zwei Wochen erscheinen jetzt lange, aber die gehen doch schnell rum.“ „Hoffentlich“, kam ein Seufzen aus dem Hörer, „ich rufe dich jeden Tag an, versprochen! Du fehlst mir jetzt schon!“ „Du mir auch! Ich liebe dich!“ „Ich liebe dich auch, Süße! Träum was schönes....“, und lachend fügte er hinzu, „von mir!“ „Mal gucken“, stimmte ich in sein Lachen ein, „Pass auf dich auf! Bye!“, verabschiedete ich mich und fiel seufzend zurück aufs Bett. Gerade eben hatte ich noch an meine Worte geglaubt, doch jetzt erschienen mir zwei Wochen wie eine Ewigkeit, die niemals vergehen würde....

~Duncan~

Mies gelaunt erschien ich am nächsten Morgen im Flughafen. So ein Mist aber auch...grade hatten Jamie und ich zueinander gefunden und ich musste schon wieder weg. Das schlimmste daran war, dass alle verflucht gute Laune hatten und mir damit tierisch auf den Senkel gingen, allen voran Lee, der sich im Flieger auch noch neben mich pflanzte und mich anstarrte. „Kannst du das auch mal lassen?!“, knirschte ich hervor. „Was denn?“ „Frag auch noch so blöd!“ „Vorschlag: Du erzählst mir, was gestern Nachmittag passiert ist und ich höre auf dich anzustarren“, grinste er frech. „Viel Spaß“, winkte ich ab. „Ey, jetzt komm schon“, quengelte er wie ein kleines Kind, dem man die Süßigkeiten verboten hatte, und zog die Mundwinkel nach unten,„ist das nicht herzzerreißend?!“ „Nein, das ist einfach nur oberpeinlich“, gab ich genervt zurück. „Mir ist doch nix peinlich“, grinste er, „na los, komm schon. Mir kannst du es doch sagen. Ich bin dein bester Freund! Sie hat dich wieder abserviert, oder?“, fragte Lee ernst, „Keine Angst, das kriegen wir schon wieder hin...Wir schauen uns heute Abend nach was geeignetem für dich um...“ Ach ja, da war er wieder, der alte Lee! „Die wilden Zeiten sind vorbei, Kleiner! Ich bin vergeben...“, der Gedanke an Jamie zauberte mir ein Lächeln aufs Gesicht. Ungläubig wurde ich von Lee angestarrt: „Nein..“ „Doch!“ „Nein...“ „Doch!“ „Nein...“ „Würdest du das wohl mal lassen?! Du kannst es ruhig glauben“, grinste ich. „Dann...ähm....sorry, aber ich versteh dein Problem nich. Du hast doch erreicht, was du wolltest, hängst hier aber trotzdem miesepetrig rum....“ Ist das sein Ernst oder will er mich verschaukeln? „Du machst Witze, oder?! Ich bin endlich mit meiner Traumfrau zusammen und dann muss ich für 14 Tage nach Asien“, ereiferte ich mich. „Und? Ich mein, die Kleine wird dich eh nicht so schnell ran lassen. Du verpasst also nichts und kannst arbeiten gehen“, zuckte er mit den Schultern. Eigentlich müsste ich ihn dafür ja erwürgen, aber jetzt huschte nur ein Grinsen über mein Gesicht. Wenn du wüsstest.... Oho, Dunc, bloß nichts anmerken lassen! „Was war das?“ „Was war das?“, fragte ich gespielt verwirrt. Fuck, ich glaub, er hat mich ertappt. Okay, Ablenkungsmanöver: „Ich hab mich grad mal wieder gefragt, was meine Schwester an dir findet...“ „Das meine ich nicht! Du hast gegrinst und zwar äußerst selbstzufrieden....“, Lee stockte, „....nee, oder?!“ „Was denn?“ „Mitten im Wald? Duncy, Duncy, du bist mir ja ein ganz schlimmer...“, grinste er dreckig und klopfte mir auf die Schulter, als hätte ich gerade einen 1000 m Lauf hinter mich gebracht, „hätt ich dir gar nicht zugetraut...“ „Das geht dich auch überhaupt nichts an“, brummte ich. „Hey, unter Freunden....und außerdem hat doch jeder so seine Fantasien...“, stieß er mir den Ellebogen in die Rippen, „...ich kann dir ja auch was erzählen..“ Dankend lehnte ich ab: „Ich verzichte! Du willst doch sicher auch in einem Stück zurück nach England fliegen, oder?!“ Lee hielt nun seine Klappe. Es reichte ja auch schon, dass er immer wieder ungläubig grinsend den Kopf schüttelte. Wie gut, dass ich keine Gedanken lesen konnte....

~Jamie~

Duncan hielt sein Versprechen und rief jeden Tag an, doch die Sehnsucht nach ihm wurde nicht schwächer, sondern immer größer. Ich versuchte, meinen ganzen Mut zusammen zu kratzen, um meinen Eltern alles zu sagen, aber es klappte nicht. Ich hab zuviel Angst, vor dem was geschehen wird, schließlich sind sie meine Eltern und ich liebe sie. Aber ich liebe auch Duncan und ich will ihm auf gar keinen Fall weh tun. So oder so....ich muss mich entscheiden....zwischen meinen Eltern, die mich aufgezogen haben und aus ihrer Sicht nur das Beste für mich wollen, oder Duncan, dem Mann meines Lebens...

~Lee~

„Können wir jetzt endlich gehen, Dunc?“, erneut riss ich genervt die Tür zu seinem Hotelzimmer auf. Da haben wir mal einen Nachmittag frei und Mr. Inglis hat nix besseres zu tun, als stundenlang am Telefon zu hängen. Ich liebe Steff und vermisse sie, aber man kanns auch übertreiben. Wir alle wollten diesen Job und jetzt müssen wir dadurch, auch wenn es manchmal schwer fällt. Alle von uns haben eine Freundin, aber jammern wir so rum, wie Duncan?! „Ich liebe dich auch, Süße“, säuselte er in den Hörer und versetzte mir einen strafenden Blick, der mich genervt mit den Augen rollen ließ. „Ist der Herr dann soweit?“ „Mein Gott, drängel’ doch nicht so! Du hast doch noch genug Zeit, die Läden leer zu kaufen“, meckerte Dunc und zog die Tür geräuschvoll hinter sich zu. Schweigend gingen wir nebeneinander her in die Stadt. Duncan war sauer, was ja nichts neues war und ich war mir sicher, ein gezischtes „Egoist“ gehört zu haben. Plötzlich erspähte ich einen Dessous – Laden und zog Duncan aufgeregt hinter mir her. Ich wollte mich sowieso noch nach einem kleinen Mitbringsel für Steff umschauen, also warum nicht was nettes zum anziehen?! „Bist du sicher, dass du dich damit nicht selbst beschenkst?“, musterte mich Duncan skeptisch. „Wenn ich das wollen würde, würde ich Handschellen kaufen...“, fachmännisch durchstöberte ich den Laden, bis eine freundliche Angestellte kam und uns half. „Ich suche etwas ganz heißes für meine Freundin“, lächelte ich charmant und deutete auf Duncan, „Und mein Freund hier auch!“ „Hab ich das gesagt? Wenn ich jetzt was ganz anderes für Jamie kaufen wollte?“ „Nein, aber wie ich dich kenne, würdest du kleiner Romantiker in den nächsten Schmuckladen rennen und dort mit einem Kettchen wieder raus kommen. Das ist doch langweilig...außerdem kennst du mich doch....“ „Besser, als mir lieb ist“, fügte er seufzend hinzu. He, was sollte das denn heißen? Wenig später standen wir mit unserer Beute an der Kasse und Duncan hatte doch noch gefallen daran gefunden. Er war eben auch nur ein Mann.....oh fuck, ich glaub´s ja nicht....Suchend tastete ich meine Hosentaschen ab, aber nirgends konnte ich mein Portemonnaie finden. Ich setzte meinen besten Dackelblick auf und sah Dunc fragen an. „Na, gib schon her“, knurrte dieser und zückte seine Kreditkarte. Auf Duncan konnte man sich eben doch verlassen. Morgen, einen Tag früher als geplant, würden wir wieder abreisen und ich hatte keine Lust, vorher noch mal hier hin zu hetzen. „Man, wie gut, dass ich einen Freund mit nem dicken Bankkonto hab“, lachte ich und wir verließen den Laden....

~Jamie~

„Du MUSST bei mir schlafen, Jamie....BITTE“, bettelte Steff schon seit bestimmt zehn Minuten. „Duncan kommt doch morgen wieder und wenn ich zwei Tage hintereinander bei dir schlafe....“, versuchte ich zu erklären. „Ich brauche dich aber! BITTE!“ „Na schön, du hast gewonnen. Ich komme“, menno, ich war einfach viel zu weich. Also packte ich mir Sachen zusammen, verabschiedete ich vorher von meinem grummeligen Vater und machte mich auf den Weg zu Steff. Sie braucht mich? Da wird doch wohl nichts passiert sein?! Unwillkürlich beschleunigte ich meine Schritte und klingelte wenig später bei Steff. Diese stand aufgestylt in der Tür und hinter ihr Lee. „Muss ich das jetzt verstehen?“, fragte ich irritiert. „Viel Spaß, Süße“, zwinkerte sie mir zu und schob mich in die Wohnung. Lee? Was machte der denn hier? Müsste er nicht eigentlich noch in Asien sein?! Langsam ging ich ins Wohnzimmer und traute meinen Augen nicht: „Duncan!“ Freudig fiel ich ihm um den Hals. „Ich hab dich so vermisst“, seufzte er und hielt mich ganz fest. „Ihr wolltet doch eigentlich erst morgen wieder kommen oder?!“, fragte ich, während wir uns zusammen auf das Sofa kuschelten. „Es ist was ausgefallen und da wollte ich dich überraschen“, lächelte er süß und küsste mich sanft, „außerdem habe ich dir was mitgebracht.“ „Wirklich?“ „Na klar“, grinste er, „ziehst du es mal an? Es liegt im Schlafzimmer. Auf dem Bett lag eine Tüte, aus der ich Dessous zog. „Männer“, würde Steff jetzt wahrscheinlich sagen und mich gleich mit einer von ihren Weisheiten belehren. Duncan hatte wirklich den richtigen Riecher gehabt und ich fühlte mich total wohl darin. Lächelnd präsentierte ich mich ihm dann: „Und? Zufrieden?“ „Mehr als das...“, hauchte Dunc und zog mich in seine starken Arme. Küssend stolperten wir rüber zum Sofa. Wie sehr ich mich nach ihm sehne.... Seine Hände wanderten meinen Rücken hinauf zu meinem BH. „Das hat sich aber nicht so wirklich gelohnt...“, bemerkte ich und genoss die Berührungen seiner Hände. „Keiner hat gesagt, dass du das jetzt die ganze Zeit an behältst“, grinste er spitzbübisch, als ich ihn von seinem Hemd befreite und seinen Oberkörper mit Küssen bedeckte. Mit ihm war alles so leicht, so schwerelos, dass ich glaubte, alles schaffen zu können. Bald lagen unsere Sachen überall im Wohnzimmer verteilt und unsere nackten Körper rieben sich aneinander. „Zeigst du mir, was ich tun muss?“, flüsterte ich schüchtern. „Komm einfach zu mir“, raunte Dunc mir ins Ohr, „alles andere wirst du Intuitiv wissen...“ Ich tat, was er sagte und glitt auf ihn. Lustvoll schloss er die Augen und griff nach meinen Händen. Dieses Mal konnte ich mich noch viel mehr gehen lassen und Duncan überließ mir komplett die Kontrolle. Seine Hände ruhten sanft auf meinen Hüften, ohne mich jedoch zu dirigieren. Plötzlich keuchte er auf, kam hoch und umschlang mich mit seinen Armen. So liebten wir uns immer wilder und heftiger und ich war froh, dass er mich hielt, als wir gemeinsam kamen. Duncan sank zurück und zog mich mit sich, so dass ich nun auf ihm lag. Er angelte die Wolldecke von der Sofalehne und breitete sie über uns aus. Was für ein wunderbares Gefühl, ihm so nahe zu sein...plötzlich kam mir wieder eine von Steff´s Weisheiten in den Sinn und ich musste kichern. „Was ist so lustig?“ „Ich musste gerade wieder daran denken, was Steff mir gesagt...“, ich räusperte mich und versuchte sie nach zu machen, „überlass Männern nie die gesamte Kontrolle, weder beim Sex noch bei anderen Dingen.“ „Jetzt weiß ich auch, wie Lee das mit den Handschellen gemeint hat....“, Dunc grinste fies und rieb sich die Hände, „na warte, Ryan....deine Neugier wird dich morgen sicher hier her treiben und dann...“ „Was dann?“ „Das wirst du morgen erleben, Babe“, strich er mir zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Was er damit wohl meint? Morgen werd ich´s ja erleben. Heute bin ich einfach viel zu müde, um mir darum Gedanken zu machen....“

~Lee~

Nachdem Steff und ich in einem Club erstmal so richtig abgetanzt hatten, sind wir zu mir nach hause und haben dort erst mal so richtig ausgiebig Wiedersehen gefeiert. Der Dessous – Kauf hatte sich wirklich gelohnt, allerdings hatte Steff die Sachen nicht sehr lange an.....Nun waren wir auf dem Weg zu ihrer Wohnung. Meine Süße wollte unbedingt mit Duncan und Jamie frühstücken, also holten wir unterwegs noch Brötchen. Leise schlich Steff in ihre Wohnung, während ich in gewohnter Manier herein polterte. Sollten die doch nicht so lange rum machen, kommen sie morgens auch früher aus den Federn. „Guck mal, ist das nicht sweet?!“, flüsterte Steff beim Anblick ihres Bruders, der zusammen mit Jamie auf der Couch schlief. Während Steff in die Küche ging, grübelte ich nach, wie ich Duncan am „sanftesten“ wecken könnte. „Kille kille kille kille“, kicherte ich und kitzelte Duncan unter dem Kinn, der nur irgendwas vor sich hin brummelte. Wow, der schläft ja mal wieder wie ein Murmeltier! Abermals kitzelte ich ihn unter dem Kinn: „Guciguciguciguuuuu“ Doch jetzt schoss seine Hand unter der Decke hervor, umklammerte mein Handgelenk und er drehte mir den Arm um. Wer ist das? Superman? „Aua“, schrie ich gequält auf, wovon nun auch Jamie wach wurde und hoch schreckte, was einen freien Einblick auf ihren Busen zuließ. Gar nicht mal so schlecht.... Duncan bemerkte meinen Blick und drehte meinen Arm noch etwas weiter rum: „Erstens geschieht dir das ganz recht. Dachtest wohl, ich schlafe noch, was Ryan? Tja, falsch gedacht! Von deinem Gepolter werden ja selbst Tote wieder lebendig! Und Zweitens...wirst du das wohl sein lassen, meine Freundin zu begaffen?! Dein Arm geht sicher auch noch weiter zu verbiegen....“ „Nein...ahhhh...schon gut....“, Duncan ließ los und während ich mir den schmerzenden Arm rieb zog er die Decke über Jamie´s Schultern. Schade eigentlich....was so ein T – Shirt doch alles verdeckt.... Mit spitzen Fingern hob ich Dunc´s Boxershorts vom gegenüberliegenden Sofa, ließ sie auf die Erde fallen und machte es mir dann auf der Couch gemütlich. „Das Frühstück ist gleich fertig“, rief Steff aus der Küche. „Wir wollen uns was anziehen, Lee...“, knurrte Duncan, worauf ich ihn nur frech angrinste. Ich wusste ganz genau, dass ihn das rasend machte. „Na dann mal los...“ „Ich komm dir gleich darüber...“ „Och nee, willst du uns beiden den Anblick nicht lieber ersparen? Und ich meine damit nicht Jamie...“, lachend kringelte ich mich auf dem Sofa zusammen. „Schwesterherz, ruf deinen Freund bei Fuß.“ „Lee, bei Fuß“, kam es prompt aus zurück, „du kriegst auch ein Leckerchen....“ Murrend begab ich mich in die Küche und empfing als Leckerchen einen leidenschaftlichen Kuss von Steff, der gar nicht mehr enden wollte. „Schade, ich dachte, das Leckerchen wäre ein Tritt in den Hintern“, witzelte Dunc, der nun mit Jamie in die Küche kam. Er nur in Boxershorts, ein Anblick auf den ich gut verzichten könnte. Duncan hatte nun wirklich kein Sixpack, trotzdem waren die Frauen wie wild hinter ihm her, aber unser Duncy, ein hoffnungsloser Romantiker und Träumer, blieb in einer Beziehung absolut treu. Früher hätte ich ihn ausgelacht, aber jetzt, wo ich Steff habe, sehe ich das alles mit anderen Augen. Nun aber zurück zum Thema. Jamie hielt seine Dunc´s Hand. Sie trug Unterwäsche und darüber sein Hemd. „Wir sind wohl heute mal wieder besonders witzig, was?!“ Duncan grinste nur keck, was mir Angst machte, denn dieses war ein „Ich – hab – noch – ein – Ass – im – Ärmel“ - Grinsen. Obwohl....welche Ärmel? Mitten beim Frühstück rückte er dann damit raus: „Sag mal, Schwesterherz, wie haben dir eigentlich die Dessous gefallen, die ich dir gekauft hab?“ Erschrocken verschluckte ich mich an meinem Brötchen. Hallooooo?! Könnte mir mal jemand helfen?! „Aber die sind doch von Lee...“, verwirrt wanderte Steff´s Blick zwischen mir und ihrem Bruder hin und her. „Das sind sie auch...“, grinste Duncan, „...sobald er bei „Inglis & Co. – Geldverleih, Kredite und Mehr“ brav bezahlt hat.“ „LEE!“ Jetzt blieb mir nichts anderes übrig, als kleinlaut alles zu beichten und drückte Duncan gleich das Geld in die Hand. Jetzt würde er wohl endlich Ruhe geben, doch dieser dachte gar nicht daran. „Übrigens weiß ich jetzt auch, wie du das mit den Handschellen gemeint hast....“ Fuck, kann der nicht einfach seine Klappe halten?! Na gut, stell ich mich einfach dumm...Funktioniert immer... „Welche Handschellen?“ „Weißt du nicht mehr? Als wir, nein ICH für die Mädels die Dessous gekauft hab“, plapperte er munter drauf los, „hab ich dich doch gefragt, ob du dich damit nicht selbst beschenkst und du meintest, wenn du das wolltest, müsstest du dir Handschellen kaufen...“ „So, so....“, zog Steff eine Augenbraue nach oben. „Halt die Klappe, Inglis“, zischte ich. „Da sieht man mal, wer hier die Hosen in eurer Beziehung an hat bzw. WER oben liegt. Nur nicht die Kontrolle verlieren, nicht wahr, Schwesterherz“, zwinkerte er ihr zu und schaute mich provozierend an. Ruckartig stand ich auf und stapfte aus der Küche. „Hey Kleiner, mach dir nix draus“, rief er mir glucksend hinterher, „jeder hat doch so seine Fantasien...“ Vielen Dank, Kumpel! Du hast mich grade so richtig schön vor meiner Freundin zum Affen gemacht. Wer solche Freunde hat, braucht echt keine Feinde mehr...

~Duncan~

„Grins nicht so schadenfroh“, zwickte mich Jamie in die Seite, „Du warst ganz schön fies.“ „Ach und Ryan etwa nicht? Weckt er etwa jeden so?“ „Hey Lee, jetzt komm wieder her“, rief Steff ins Wohnzimmer, „du hättest doch nur mal was sagen müssen. Wir können auch gerne mal tauschen.“ Keine Antwort. „Och, jetzt ist der Kleine eingeschnappt. Soll ich unseren Mädels dann allein davon erzählen, worüber wir im Flieger gesprochen haben?“ Wie der Blitz kam er in die Küche gesaust: „Untersteh dich!“ „Was gibt’s denn so geheimnisvolles?“, so war Steff, neugierig bis zum geht nich mehr. „Also, da uns Johnny eröffnet hat, dass wir um Sommer für 6 Wochen in die USA müssen...“ „6 Wochen?“, wurde ich von Jamie unterbrochen. „USA?“ kam es nun auch von Steff. „Ja, aber das wird alles ganz easy ablaufen. Wir machen ab und zu mal ein Konzert und n Interview. Das wars. Die Chancen, den amerikanischen Markt zu knacken, sind so gering, dass wir da nicht so viel Energie reinstecken, aber versuchen muss man es ja mal. Außerdem hätten wir den Rest der Zeit frei und da dachte ich, wäre es toll, wenn wir, einschließlich euch, solange in mein Strandhaus in Malibu ziehen. Die Freundinnen von Antony und Simon kommen auch mit. „Wessen Idee war das.....und du hast ein Strandhaus in Malibu, Brüderchen?!“ „Meine natürlich und zu deiner zweiten Frage, du musst ja auch nich alles wissen, mein geliebtes, neugieriges Schwesterchen.“ „Du bist der Beste“, fiel mir Steff freudig um den Hals. „He, und ich?“, protestierte Lee schmollend. Steff tätschelte seinen Kopf: „Du natürlich auch.“ „Jamie, was sags....Jamie?“, verwirrt blickte ich mich um. Keine Jamie mehr da. Im Wohnzimmer fand ich sie in sich zusammengesunken auf der Couch vor. „Ich werd dich vermissen“, flüsterte sie, als ich sie in den Arm nahm. „Was redest du denn da? Du kommst natürlich mit! Darauf bestehe ich!“, strich ich ihr beruhigend über den Rücken. „Und meine Eltern?“, schniefte sie. „Wenn du ihnen noch nichts sagen möchtest, dann hilft nur eine kleine Notlüge...“ „Wie meinst du das?“ „Na ja, du erzählst ihnen die Sache mit dem Strandhaus...nur nicht, dass noch wer anders mit dabei ist. Wenn du sie glauben lässt, dass Steff und du dort allein seid, werden sie dich gehen lassen....“ „Und die Presse? Wenn die uns erwischen und mein Dad raus kriegt, dass ich gelogen hab, dann...“, aufgeregt sprang Jamie auf und lief nervös im Zimmer hin und her. „Süße, beruhig dich! Niemand kennt uns dort und die Presse wird uns in Ruhe lassen“, zärtlich schlang ich meine Arme von hinten um sie, „wäre das nicht schön?! 6 Wochen nur für uns, in denen wir uns nicht verstecken müssten....“ „Hmmm...“, seufzte sie sehnsüchtig. „Probierst du´s wenigstens?“ „Ja, aber ich kann dir wirklich nichts versprechen...“

~Jamie~

Wie schön es doch wäre, mal ganz allein mit Duncan zu sein ohne Angst zu haben, erwischt zu werden. Ich fühle mich nicht wohl, meine Eltern anlügen zu lügen, aber was soll ich machen? Ich sitze nun mal zwischen den Stühlen.... „Nein, Jamie! Kommt gar nicht in Frage“, blockte mein Vater sofort ab, dabei hatte ich noch nicht mal zu ende gesprochen. „Aber Daddy, du hast mich doch gar nicht zu ende angehört!“ „Was gibt es da noch zu hören? Steff´s Bruder wird mit Sicherheit auch da sein und ihr Freund bestimmt auch. Ich will nicht, dass du dich mit so welchen rum treibst! Popstars....“, meinte er verächtlich, „wollen doch immer nur das Eine und dafür bist du wirklich zu Schade! Außerdem nehmen die garantiert Drogen! Nein, Jamie, da lasse ich dich nicht hin!“ „Aber Steff hat mir versichert, dass Lee und Duncan nicht da sein werden, weil sie so viel mit Blue zu tun haben. Steff möchte auf keinen Fall allein dort hin. Bitte, Daddy, wenn du mir nicht glaubst, dann ruf sie doch an.“ „Hmmm...“, grübelnd kratzte er sich am Kinn und musterte mich prüfend, „Ich glaube dir! Du hast mich noch nie angelogen....Also gut, du darfst mit!“ „Vielen Dank, Daddy“, umarmte ich ihn, „ich rufe gleich Steff an....“, nachdem ich Duncan bescheid gesagt hab, setzte ich noch in Gedanken hinzu, lief in mein Zimmer und schrieb ihm eine SMS, auf die ich schon wenige Minuten später eine Antwort bekam: „Du wirst diese 6 Wochen nie vergessen....*Kuss* Duncan“
Ja, ich glaube, er hat recht. Diese Zeit wird für immer in meiner Erinnerung bleiben....

~Duncan~

„Steh doch mal Stille“, zischte Lee, weil ich nervös neben ihm hin und her wippte. „Geht nicht! Ich bin so aufgeregt“, grinste ich. „Jamie kommt doch nur...“, rollte er genervt mit den Augen. „Nur?! Lee, ich hab sie ganze 6 Wochen für mich allein“, lächelte ich glücklich vor mich hin, worauf ich von Lee nur ein dreckig grinsendes „Aha“ zu hören bekam. Dies überging ich aber, denn ich hatte jetzt keinen Bock mich mit Lee rum zu schlagen. Am liebsten wäre ich zusammen mit meiner Süßen her geflogen, doch ich hatte eingesehen, dass wegen der Presse in England getrennte Flüge besser waren. Nun stand ich hier mit Lee im Flughafen und wartete auf Jamie und meine Schwester, die hoffentlich bald kommen würden. „Sag mal, Dunc, willst du da Wurzeln schlagen oder deine Freundin begrüßen?“, rief Lee über die Schulter, während er vorlief. Lachend fiel mir Jamie auch so gleich um den Hals. „Endlich frei“, strahlte sie und ich drückte sie fest an mich. „Du wirst es nicht bereuen“, versprach ich und küsste sie sanft. Gentlemenlike schnappte ich mir ihren Koffer und wir fuhren zu meinem Strandhaus. Dort hatten Antony, Lucy, Simon und Shelly schon ein leckeres Abendessen gezaubert. Jamie tat die Freiheit richtig gut. Sie kam so richtig aus sich raus, blühte auf und verstand sich auf Anhieb mit Lucy und Shelly. Später saßen wir gemütlich im Wohnzimmer und unterhielten uns. Am liebsten hätte ich mir selbst auf die Schulter geklopft. Dieses Strandhaus zu kaufen war die beste Idee, die ich je hatte. Langsam sank Jamie´s Kopf an meine Schulter. Vorsichtig trug ich sie hoch in unser Zimmer. Friedlich schlummerte sie in unsrem großen Bett vor sich hin. Schlaf nur, Babe, du wirst deine Energie brauchen....

~Jamie~

Endlich konnte ich die Sachen, die ich von Duncan hatte, mal anziehen und ich fühlte mich ausgesprochen wohl darin und nicht nur in den Sachen. Eine gute Woche waren wir nun schon hier und alle waren total lieb....na ja, bis auf eine Ausnahme....Lee riss zwischendurch immer noch seine dummen Sprüche, die mich aber schon gar nicht mehr juckten. Er war eben so und würde sich auch nicht mehr ändern.... Prüfend stand ich nur vor dem Spiegel, strich meinen Rock und das Top glatt. Duncan schloss mich von hinten in seine Arme und verteilte viele Küsse in meinem Nacken. „Hmmm...ich könnte dich glatt wieder ins Bett ziehen...“, murmelte er dazwischen. „DU wolltest shoppen gehen“, rief ich ihm in Erinnerung. „Stimmt, wir müssen unbedingt deine Garderobe vergrößern!“ „Das ist doch aber gar nicht nötig“, protestierte ich nun wieder. „Oh doch und ich will keine Widerrede hören, sonst ziehe ich dich doch wieder ins Bett...“ „Sollte das jetzt eine Drohung sein?“, lachte ich. „Kommt drauf an, wie du es auffasst....“ „Man müsste eigentlich meinen, dass du von letzter Nacht noch k.o. bist, aber du kriegst wohl niemals genug?“ Er versuchte ernst zu gucken: „Niemals!“ „Du bist total verrückt und weißt du was? Das liebe ich so an dir, weil ich mich bei dir so richtig fallen lassen kann“, leidenschaftlich küsste er mich, „vielleicht sollten wir doch lieber hier bleiben....?“ Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und Lee stand im Zimmer: „Och nöööööö! Könnt ihr uns nicht wenigstens am Tag damit verschonen?“, stöhnte er, „man konnte euch letzte Nacht bis Timbuktu hören! Vor allem dich, Duncan!“ „Neidisch, Kleiner?“, angriffslustig traten sich die beiden gegenüber. „Püh, auf dich? Du hast mich noch nicht gehört, wenn es bei Steff und mir so richtig abgeht...“ „Wollt ihr hier weiter rumprotzen, wer den besseren Sex hat oder shoppen gehen?“, rollte Steff, die dazu gekommen war, mit den Augen. Murrend folgten uns die beiden und bald ging jede mit ihrem Süßen händchenhaltend durch Malibu. Steff hetzte von einem Klamottenladen zum nächsten, was Lee tierisch annervte, weil er die ganzen Tüten tragen und ihr immer wieder neue Klamotten bringen musste. Der Rock war ihr zu groß....das Top sollte eine andere Farbe haben....Duncan hingegen bestand darauf, die Tüten zu tragen und beriet mich bei allen Klamotten, die ich anprobierte. Zum ersten Mal stellte ich fest, wie unterschiedlich Lee und Duncan doch waren.....Lee, der total durch geknallte Chaot, der einen mit seinen Frechheiten zur Weißglut treiben konnte und zu einem gewissen Hang Unverständnis neigte......Duncan, der verrückte Romantiker und Träumer, der aus ganzer Seele und mit ganzer Leidenschaft liebte und seiner Traumfrau jeden Wunsch von den Augen ablas. „Lee, Schatz, bringst du mir das Top mal ne Nummer kleiner?“, hörte ich Steff aus der Nebenkabine fragen. „Schon wieder?“, grummelte dieser. „Hey, du hast das zu groß hier angeschleppt“, motzte Steff und fauchte gleich darauf Duncan an, er solle gefälligst aufhören zu lachen. Prüfend betrachtete ich mich im Spiegel und zupfte an meinem Bikini – Oberteil herum. Das sah gut aus, fehlte nur noch die fachmännische Meinung von meinem Schatz. Ich endriegelte die Tür, da stand Duncan......und wie sexy er aussah.....sein weißes Hemd war bis zur Hälfte geöffnet und ich konnte kleine Schweißperlen ausmachen, die sich wegen der Hitze auf seiner Brust gebildet hatten. Oh Gott, ich wollte ihn.... „Wow, du siehst ein....“ „Psssst“, grinste ich, sah mich um, ob uns jemand beobachtete, zog Duncan in die Kabine und verriegelte von innen die Tür. Stürmisch begann ich ihn zu küssen und führte seine Hände an meinem Körper entlang. „Hier, Baby?“, keuchte er auf, „wenn man uns erwischt...“ „Du spielst schon längst mit dem Feuer.....was hast du also noch zu verlieren?“ Und schon hatte Duncan mein Oberteil gelöst und mich an die Wand gedrückt....

~Lee~

Steff machte mich wahnsinnig damit und das weiß sie auch. Unter Duncans Gelächter besorgte ich ihr das gewünschte Top eine Nummer kleiner, doch als ich wieder kam, störte mich irgendwas....Duncans Lache fehlte... Die Einkaufstüten standen immer noch dort, wo er sie abgestellt hatte, dieser Schleimer, doch nirgends war er zusehen. Wo steckte der bloß, grübelte ich und vernahm plötzlich aus einer der Kabinen heftiges Atmen....aus Jamie´s Kabine! War das denn die Möglichkeit?! Nein, Duncan würde doch niemals am helllichten Tag, mitten in einem Klamottenladen.....und Jamie schon mal gar nicht.... Dafür ist die Kleine viel zu prüde.... Na ja, okay, sie hatten im Wald....aber da waren sie ja auch alleine gewesen...Ach scheiße, ich grübele hier nach, ob´s mein bester Freund mit seiner Freundin in der Kabine hier treibt...wie tief bin ich eigentlich gesunken?....Ziemlich tief, denn sonst würde ich hier nicht auf allen vieren rum krabbeln, um unter der Tür in die Kabine gucken zu können. Was ich da sah, war ganz sicher ein Stück von Duncan´s Beinen und seiner Hose.....seiner heruntergelassenen Hose samt Boxershorts wohlgemerkt!! Und da soll mir noch mal einer sagen, ich hätte mich nicht im Griff, demjenigen werde ich das hier erzählen! Tz tz tz....Duncan, unser kleiner braver Moralapostel....Stille Wasser sind eben doch tief! „Was machst du da, Ryan?“ „Psssst, Steff, seid doch leise!“, zischte ich, „ich wollte gucken, wo Duncan ist...“ Hoffentlich hört der mich jetzt nicht! Sonst ist die Show schneller vorbei, als gedacht.... „Ist er geschrumpft, dass du schon auf dem Boden nach ihm suchen musst?“ „Unglaublich witzig, wirklich....dein lieber Bruder hat da drinnen grade ne Menge Spaß....“, deutete ich auf die Kabine. „Ryan, du bist wirklich der letzte Volltrottel! Komm gefälligst hoch! Wie kann man das nur so auffällig machen“, schimpfte sie und zog mich auf die Beine rein in ihre Umkleide. „Was gibt das denn jetzt?“, fragte ich ungläubig, als Steff den linken Fuß auf den Hocker stellte. „Jetzt stell den rechten Fuß drauf oder soll ich hier umkippen?! Ich muss das mit eigenen Augen sehen, denn du redest ja manchmal viel wenn der Tag lang ist.“ „Hey!“, empörte ich mich leise, tat aber wie mir befohlen und wir lugten beide über die Trennwand in die andere Kabine....Jamie saß auf Duncans Hüften, der sie an die Wand drückte und ganz schön ran nahm. Man konnte ihm förmlich ansehen, wie sehr er sich beherrschen musste den Mund zu halten. Plötzlich seufzte er auf, stolperte nach hinten und ließ sich auf einen Hocker fallen. Zum Glück saß Jamie immer noch auf ihm, so dass sie die wichtigsten Stellen bedeckte, die ich niemals nich an Duncan sehen wollte. Leise stiegen wir vom Hocker herunter und hielten und gegenseitig den Mund zu um nicht auf der Stelle laut los lachen zu müssen. „Tja, wer hätte das gedacht...“, kicherte Steff nun leise. „Duncan wird uns umbringen, wenn er das mitkriegt....“ „Irrtum, Lee! DICH wird er umbringen, ich bin schließlich seine kleinen unschuldige Schwester.“ „Unschuldig, Baby? Das bist du schon lange nicht mehr..“, raunte ich ihr ins Ohr uns drückte sie nun ebenfalls an die Wand. „Oh nein, mein Lieber! Falsch gedacht“, machte sich Steff von mir los, schlüpfte aus den anprobierten Sachen in ihre und kramte die Sachen zusammen, die sie mir dann zum bezahlen in den Arm drückte. Vor den Umkleiden erwarteten uns schon Duncan und Jamie. Unglaublich, wie flott das bei denen ging.... „Was habt ihr denn da drin gemacht?“, guckte Duncan schief, „tz tz tz...“ „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“, grinste ich und rauschte ab zur Kasse. „Wie hasten das gemeint, Ryan?“, rief er mir draußen hinterher. „Sag du´s mir, Duncylein...“

~Duncan~

Wie blöd konnte man eigentlich sein? Lee glaubte doch tatsächlich, ich hätte nicht bemerkt, wie er gespannt hatte. Aber noch unverschämter war seine Selbstsicherheit, die er so offen zur Schau trug. Ich hatte wirklich alle Mühe mich zu beherrschen, denn ich wusste, wenn ich jetzt ausflippe, würde Lee mich den ganzen restlichen Urlaub damit aufziehen. Also ertrug ich es still schweigend und genoss den Tag zusammen mit meiner Süßen. „Ihr habt ja halb Malibu leer gekauft“, lachte Shelly, als wir abends nach hause kamen. Sie und Simon hatten getrennt von uns etwas mit Lucy und Antony unternommen. „Och, einige von uns haben nicht nur eingekauft...“, zwinkerte Lee viel sagend, „Frag mal Duncan...“ „Was meint er damit schon wieder?“, wollte Simon wissen. So eine kleine Ratte! „Ich hab keine Ahnung, was der wieder vor sich hin blubbert“, zuckte ich gespielt ahnungslos mit den Schultern und brachte die unzähligen Tüten hoch in unser Zimmer. Na warte, Ryan, irgendwann wirst auch du mal auf die Schnauze fliegen....

~Jamie~

Gut 2 ½ Wochen waren wir nun schon hier in Malibu und ich dachte mit Schrecken an den Tag, an den ich wieder nach London zurück zu meinen Eltern musste. Doch Duncan schaffte es immer wieder mich davon abzulenken, so dass ich eine fast sorgenfreie Zeit verleben durfte. Heute war nun das Konzert und niemand hätte für möglich gehalten, dass die Halle brechend voll sein würde. Anscheinend hatte man hier schon von Blue gehört, den einige Mädchen hatten selbst gebastelte Plakate dabei, unter anderem auch eines mit „Duncan, I Love You!“ Innerlich schmunzelte ich darüber. Duncan würde mich niemals betrügen. „Ich hab so hartnäckig um dich gekämpft...denkst du, da mache ich alles einfach wieder kaputt?“, hatte er gesagt und jedes Mal, wen wir uns liebten, versicherte er mir, dass er mich immer lieben und für mich da sein würde. Seit ich zusammen mit ihm hier war, war ich viel selbstsicherer geworden. Es war etwas mit mir passiert und das nicht nur äußerlich, sondern auch in meinem Inneren und das hatte ich nur diesem wundervollen Mann zu verdanken. „Hey Süße, nicht träumen! Gleich geht die Show los“, stupste mich Steff lächelnd an, als die Jungs die Bühne eroberten und los legten. Angefangen beim ersten Album „All Rise“ über „One Love“ bis hin zu „Guilty“ war alles vertreten und die Menge ging so richtig ab. „Der nächste Song ist nun von unserem neuen Album...“, begann Lee. Und Simon ergänzte: „....und vier ganz besonderen Frauen in unserem Leben gewidmet...“ „...weil wir wissen, Lucy, Steff, Jamie und Shelly...“, führte Antony weiter. „....das ihr uns liebt und nicht die Männer, die wir zu sein scheinen“, beendete Duncan lächelnd, „Kommt bitte zu uns auf die Bühne.“ Gerührt gingen wir hoch und Duncan griff sofort nach meiner Hand, als die vier den angekündigten Song anstimmten....

“After the show”

Been on every stage
In every place
Been around the world and back again
A million times

But some things
They never change
No matter what I do it´s always you
That’s on my mind (ohh)

Even when I´m out of this game
I´m always gonna be the same
Are you gonna change

I gotta know
If you´re still gonna care for me
After the show
When I´m no longer on MTV
I gotta know
Will you be there when the times get tough
Are you still gonna give me love
Or are you gonna leave me in the cold
After the show (after the show) (Listen)

When I´m steppin´out
Of the spotlight
And I´m on this stage for the last time
Will you walk away (will you walk away)

Will you be there
Look me in the eyes (come on, come on)
Then I´ll know it was worth the sacrifice (yeah)

Even when I´m out of this game
I´m always gonna be the same
Are you gonna change (come on)

I gotta know
If you´re still gonna care for me
After the show
When I´m no longer on MTV
I gotta know
Will you be there when the times get tough
Are you still gonna give me love
Or are you gonna leave me in the cold
After the show (after the show)

Will you give me love, will you still care
Are you gonna be the same
When I step down, will you be there
Are you gonna go and change
Will you give me love, will you still care
Even when I leave this game
When the lights out will you be there
Are you gonna change

I gotta know
If you´re still gonna care for me
After the show
When I´m no longer on MTV (on MTV)
I gotta know
Will you be there when the times get tough (will you be there)
Are you still gonna give me love
Or are you gonna leave me in the cold
After the show

I gotta know (I gotta know)
If you´re still gonna care for me
After the show
When I´m no longer on MTV
I gotta know
Will you be there when the times get tough
Are you still gonna give me love
Or are you gonna leave me in the cold
After the show

After, after the show
After, after the show (after the show)
After, after the show
After the show (no no no)

„Niemals werde ich dich verlassen, Duncan, niemals“, flüsterte ich mit Tränen in den Augen und verbarg mein Gesicht an seiner Brust. Sanft hob er mein Kinn an, so dass ich ihm in die Augen sehen konnte. „Ich liebe dich, Jamie.....für immer“, seine Lippen kamen immer näher und als sie sich mit meinen vereinigten, hatte ich das Gefühl, noch nie s glücklich gewesen zu sein....

~Duncan~

„Was hältst du von einem kleinen Spatziergang am Strand...nur wir beide....“, raunte ich Jamie ins Ohr, als wir eines Abends wieder mal mit den anderen zusammen im Wohnzimmer saßen. „Ich denke, dagegen ist nichts einzuwenden“, lächelte sie mich an und unter Lee´s Grinsen verließen wir das Haus. Händchenhaltend gingen wir am Strand entlang, wobei ich Jamie die ganze Zeit beobachtete, die gedankenverloren den Wellen zuschaute, wie sie sich ihren Weg zum Strand bahnten. „Du bist so wunderschön“, flüsterte ich ergriffen. „Und du bist nicht objektiv“, lachte sie und schlang ihre Arme um meinen Hals. „Ach nein?!“, murmelte ich, während ich ihren Hals küsste, „dann muss ich es dir wohl....oh Gott...“ Vom Meer her kam eine riesige Welle in Richtung Strand. Sie würde uns zwar nicht erreichen, nur ordentlich nass spritzen. „Was ist denn?“ „Jamie, komm da weg!“, warnte ich, während ich weiter und weiter von ihr zurück trat. Ich wollte sie erst mit mir ziehen, aber sie blieb stur stehen. „Erst sagst du mir, was los ist, denn....iiiiiiiiiiiihhhhhhhhhhhh“, quietschte sie plötzlich auf, als genau das eintrat, was ich vorher gesehen hatte. Lachend ließ ich mich in den Sand fallen und presste die Hände auf den Bauch, der schon total weh tat: „Du siehst aus wie ein begossener Pudel.“ „Na warte, Freundchen...“, kam sie rüber gerannte und setzte sich auf mich. „Du tropfst mich ja ganz voll!“ Schadenfroh grinste Jamie nur und wrang extra noch ihre Haare aus. Mir verschlug es glatt die Sprache, als ich sie so auf mir sitzen sah....Das Mondlicht umspielte sanft ihren Körper, an dem ihre nassen Klamotten auf der Haut klebten und mir so viel versprachen. Meine Hände wanderten zu ihren Hüften....und zack hatte ich sie auf den Rücken befördert. „Was gibt das denn, Mr. Inglis?“, fragte sie gespielt verwirrt. „Das werde ich Ihnen gleich zeigen, Miss Lloyd“, murmelte ich, während wir uns stürmisch die Klamotten vom Leib zerrten. „Hier, Duncan?“, worauf ich nickte, „aber das geht doch nicht....wenn wir erwischt werden...“ „Das hat dich in den Klamottenladen aber auch nicht gestört“, gab ich grinsend zur Antwort und küsste mich an ihrem Körper hinab. An ihrer empfindlichsten Stelle angekommen, stöhnte sie vor Lust laut auf. „Oh Gott, komm zu mir, bevor ich´s mir wieder anders überlege....“ Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen und einen Herzschlag später vereinten wir uns wieder....

~Lee~

So, so, spazieren gehen....wer´s glaubt, wird selig! Duncan verhielt sich in letzter Zeit so...wie kann ich es noch nett ausdrücken....notgeil?! Woher kommt mir das nur so bekannt vor? Ach ja, von mir.... Duncan und Jamie waren schon, seit wir hier waren, seeeeehr „aktiv“, dann noch das in der Umkleide...und jetzt...am Strand?! Unauffällig verkrümelte ich mich aus dem Wohnzimmer und ging in die Küche, denn meine Neugier hatte gesiegt. Ein Blick aus dem Fenster bestätigte meine Vermutung. Wow, was für ne Show....im Prinzip fehlt jetzt nur noch ne Cola und Chips....obwohl Popcorn auch nicht schlecht wäre... „Was machst du denn da, Lee?“ Ertappt zuckte ich zusammen, als Antony mich anquatschte. Muss der sich so anschleichen?! „Ähm...ich...ich h..h..hab mir nur die Sterne angeguckt“, stotterte ich. „Seit wann so romantisch, Ryan?“, musterte er mich misstrauisch und kam rüber zum Fenster. „Ant, wollen wir nicht wieder ins Wohnzimmer?“ „Jetzt lass mich doch auch mal gucken!“ Während Ant aus dem Fenster hinauf zu den Sternen sah, versuchte ich auf leisen Sohlen aus der Küche zu schleichen. „LEE RYAN!“, wieder zuckte ich ertappt zusammen, „du kleiner Perversling“, zischte Ant, „hast du Duncan und Jamie etwa „dabei“ zugesehen?“ „Wie? Was machen die denn da?“ „Halt mich nicht zum Narren, Ryan. Du kommst jetzt schön mit!“, Ant schubste mich aus der Küche. Gemeinheit! Hier wird einem aber auch nix gegönnt!

~Jamie~

Nach unserem kleinen Strand – Erlebnis verzogen wir uns gleich in unser Zimmer zum schlafen. Ja, unglaublich, aber wir, wir schliefen wirklich. Am nächsten Morgen erwachte ich wieder in Dunc´s Armen. Dieser schlief noch wie ein Baby und ich befreite mich vorsichtig aus seiner Umarmung, um leise aus dem Zimmer zu schlüpfen. Vorsichtig tapste ich die Treppe runter und begab mich gleich in die Küche, um das Frühstück zu machen. Ich kam gerade mal dazu, den Kaffee auf zu setzen, als sich auch schon zwei starke Arme um meine Taille schlangen: „Denkst du etwa, ich merk nicht, wenn sich meine Engel aus dem Staub macht?!“, raunte mir Duncan ins Ohr und bedeckte meinen Nacken mit vielen Küssen. „Du hast doch aber tief und fest geschlafen...“ „Nur solange du in meinen Armen liegst....und jetzt will ich eine Entschädigung“, frech grinsend drehte er mich zu sich um, hob mich auf die Arbeitsplatte und verwickelte mich in eine leidenschaftliche Knutscherei. „Ach ja, unser Duncy kriegt den Hals mal wieder nicht voll....im wahrsten Sinne des Wortes!“ „Lee, hast du sie nicht mehr alle uns so zu erschrecken?!“, meckerte Duncan. „Schlechtes Gewissen?“, grinste Lee und verschränkte die Arme vor der Brust. „Nee, aber das du noch keins hast, wundert mich...“ „Warum sollte ich?“ „Gib doch zu, dass du´s gestern schon wieder getan hast!“ Die beiden reden wirklich Rätseln. „Könnte mich mal einer von euch beiden aufklären?“, forderte ich und musterte nun auch Steff, die gerade in die Küche gekommen war. „Beichtest du es selber, Ryan oder soll ich es machen?“, fragte Dunc. „Jetzt red schon! Was zum Teufel ist hier los?“ „Der feine Mr. Ryan hat uns beobachtet....in der Umkleide und auch am Strand gestern...“ „Das ist nicht dein Ernst?“, fassungslos starrte ich Duncan an, der jedoch nur nickte. „Hey Jamie, wenn ihr das mal vermarktet“, Lee legte mir die Hand auf die Schulter, „darf ich doch trotzdem weiter gratis zu schauen?!“ Okay, was zu viel ist, ist zu viel! Mit einem Ruck drehte ich mich rum und versetzte Lee eine schallende Ohrfeige: „Die war für deine ganzen Frechheiten, die ich mir von dir gefallen lassen musste! Lass dir versichert sein, dass ich mir das nicht mehr von dir bieten lasse! Und die hier...“, zack, hatte er auf der anderen Seite auch noch eine sitzen, „...ist für deine Spannerei! Mir ist noch nie so ein Perversling mit einem IQ einer Tomate untergekommen. Eins verspreche ich dir, Ryan, dass nächste Mal wird dir was ganz anderes weh tun...“ Wütend rauschte ich raus und als ich mich gleich darauf in den Sand fallen ließ, verfluchte ich mich schon wieder, für das was ich gesagt hatte. So verletzend kannte ich mich gar nicht.....

~Lee~

Wow, die Frau wird mir immer sympathischer. „Kannst du mir mal verraten, warum du hier so blöde rum lachst?“, fragte Duncan und ich konnte deutlich seinen ärgerlichen Unterton in der Stimme vernehmen. „Deine Freundin ist echt der Hammer! Gute Arbeit, Dunc!“, ich versuchte meinen Lachanfall wieder halbwegs in den Griff zu kriegen. „Du gehörst echt in die Geschlossene“, schüttelte Dunc mit dem Kopf und wollte hinter Jamie her. „Stehen bleiben, Inglis! Darum kümmere ich mich“, befahl ich und Duncan war so verdattert, dass er tatsächlich stehen blieb und ich an ihm nach draußen vorbei eilen konnte. Wortlos ließ ich mich neben Jamie in den Sand sinken. „Es tut mir leid“, flüsterte sie plötzlich. Verwundert sah ich sie an: „Wofür entschuldigst du dich?“ „Wofür?! Die Ohrfeige und das, was ich gesagt hab...“ „Ich bin ein Arsch, ich hab´s eben verdient“, zuckte ich mit den Schultern, „weißt du, ich provoziere die Leute so lange, bis sie mir ihre Meinung sagen und ich sie respektieren kann. Genau das ist bei dir geschehen. Du hast mir ohne Rücksicht die Meinung gegeigt ohne dich hinter Duncan oder Steff zu verstecken und obendrauf noch zwei Ohrfeigen....Respekt!“ „Aber Dunc sagt dir auch andauernd die Meinung und du provozierst ihn trotzdem noch“, man sah ihr an, dass sie reichlich verwirrt war. „Bei dem ist das auch was anderes...“ „Warum?“ „Weil ich es liebe, wenn er wie ein H - B – Männchen in die Luft geht“, kicherte ich, „aber pssst, nicht weiter sagen.“ „Okay“, lachte Jamie, „du bist doch gar nicht so übel, wie ich immer dachte...“ „Ja, ich finde mich auch schwer in Ordnung“, tat ich gespielt eingebildet, worauf sie mir einen Klaps auf den Arm versetzt, „Freunde?“ Jamie reichte mir die Hand: „Freunde!“ „Das wäre erledigt! Dann können wir ja eigentlich was essen gehen“, rieb ich mir über den Bauch, „hoffentlich haben die da drinnen das auch fertig und nicht nur die ganze Zeit gespannt. Dann muss ich aber mal schimpfen, das gehört sich doch nicht!“ „Lee, du hast echt ne Meise!“ „Ich weiß“, lachend gingen wir wieder rein, wo uns schon die versammelte Mannschaft in der Küche erwartete und uns anstarrte, als kämen wir vom Mars. „Mund zu, Duncylein. Lass uns auch noch etwas Sauerstoff über“, wie auf Kommando klappte sein Mund zu. „Was starrt ihr uns denn so an?“, fragte Jamie verwundert. „Wir dachten nur nicht, euch noch mal in einem Stück wieder zu sehen“, erwiderte Simon trocken, „...zumindest Jamie nicht...“ „Tz tz tz für was haltet ihr mich eigentlich? Wir haben uns ausgesprochen und nun ist alles in Butter zwischen uns.“ „Oh Lee, wirklich?!“, begeistert sprang Duncan auf und umarmte mich, wobei er mich bald erdrückte. „Mensch Dunc, Süßer, jetzt hast du ja unser kleines Geheimnis verraten“, säuselte ich und blickte gespielt lüstern in die Runde. „Du bist wirklich ein Kindskopf“, lachte er und blickte mich dann ernst an, „du weißt gar nicht, wie viel mir das bedeutet...“ „Ja, ja, schon gut, ich weiß, dass ich ein Heiliger bin und jetzt geh deine Freundin erdrücken.“ Das ließ Duncan sich nicht zweimal sagen und schloss nun seine Jamie in die Arme, während Steff ihre Arme um meinen Hals schlang. „Du bist ein Schatz“, flüsterte sie mir ins Ohr und drückte mir einen zärtlichen Kuss auf den Mund....

~Jamie~

„Wo willst du denn mitten in der Nacht hin, Süße?“, kam es verschlafen vom Bett. Und schon wieder hatte er mich erwischt, wie ich aus dem Zimmer schleichen wollte. „Mitten in der Nacht?“ Es ist schon 10 Uhr!“ „Sag ich doch mitten in der Nacht“, gähnte Duncan und kniff die Augen wegen dem Licht zusammen. „Ich will nur etwas frische Luft schnappen gehen.“ „Ich komme mit!“ „Nein, du bleibst schön liegen. Du kannst ja gar nicht aus den Augen gucken“, bestimmt drückte ich ihn zurück ins Bett, hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen und ging dann nach unten, wo zu meiner Verwunderung Lee im Wohnzimmer hockte. „Was starrst du denn so trübsinnig vor dich hin?“ „Na endlich kommt mal jemand“, sprang er freudig auf, „ich wollte eigentlich Joggen gehen, aber Steff hat mich nur angefaucht, dass sie noch schlafen wolle und allein hatte ich auch keine Lust.“ Mit einem Dackelblick sah er mich an. „Na ja, eigentlich wollte ich ja nur spazieren gehen...“ „Das ist mir auch recht. Wollen wir dann gehen?“ Ich nickte und wir machten uns auf den Weg runter zum Strand. „Lee, bist du krank?“ „Nein, warum?“ „Weil du irgendwas sagen willst, es aber nicht machst.“ „Also...na ja...“ „Immer raus damit“, ermunterte ich ihn. „Liebst du Duncan?“ Was war denn das jetzt für ne Frage? „Sicher liebe ich ihn, mehr als alles andere auf der Welt! Warum fragst du das?“ „Duncan tut das auch und deshalb mache ich mir Sorgen.“ „Sorgen? Das es zwischen uns nicht klappen könnte?“ „Nein, dass deine Eltern dazwischen funken. Du kannst nicht abstreiten, dass du nicht zwischen den Stühlen sitzt, Jamie! Duncan oder deine Eltern...“ „Ich hab versucht, das die ganze Zeit zu verdrängen...“, ließ ich den Kopf hängen. „Aber du hast selbst gemerkt, dass das nicht geht?!“ „Ja, ich weiß, das ich mich entscheiden muss...“ „Hast du das nicht schon? Immerhin bist du hier und hast gesehen, wie es sein könnte...Willst du das wirklich wieder aufgeben?“ „Nein, ich will mit Duncan zusammen sein!“, sagte ich entschieden. „Dann lass ihn nicht länger im Unklaren. Es ist nicht fair, ihn so lange hinzuhalten, zumal er immer mehr Hoffnung in eure Beziehung setzt.“ „Ich werde mit ihm reden....noch heute“, versicherte ich ihm, als wir wieder beim Haus ankamen. „Soll ich ihn raus schicken, wenn ich ihn sehe?“, fragte Lee, da ich Anstalten machte, mich in den Sand zu setzen. „Ja, bitte...Lee....danke!“ „Kein Ding“, lächelte er und verschwand im Haus. Ja, ich bin mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben....

~Duncan~

Nachdem Jamie gegangen war, konnte ich einfach nicht mehr schlafen, weil sie nicht bei mir war. Schon komisch, wie sehr man sich doch an einen Menschen gewöhnen konnte....Also ging ich runter in die Küche und rührte nun gelangweilt in einer Tasse Kaffee herum. Plötzlich schreckte ich auf, denn ich hatte das Klappern der Tür vernommen. Kurz darauf schneite Lee mit den Worten „Deine Freundin will mit dir reden“ in die Küche. „Wie? Worüber denn?“ „Das sagt sie dir selber.“ Was tut der denn so geheimnisvoll? „Wo ist sie?“ Draußen am Strand.“ Besorgt ging ich runter zum Strand, wo Jamie gleich aufstand, als sie mich kommen sah. „Du willst mit mir reden?!“ „Ja Duncan.....Weißt du, ich hatte grade ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit Lee und mir ist so einiges klar geworden, dass ich versucht hatte zu verdrängen...“ „Wovon redest du?“, was zum Teufel hat Ryan ihr jetzt schon wieder gesagt? Solche Gespräche mit ihm können doch nichts gutes bedeuten... „Von uns, unserer Beziehung und meinen Eltern. Sie werden niemals akzeptieren, dass ich mit dir zusammen bin. Lee hat recht, ich muss mich entscheiden zwischen dir und ihnen. Duncan, ich liebe meine Eltern....“ Oh Gott, sie will Schluss machen! Und wem hab ich das zu verdanken? Ryan! „Ich nehm ihn auseinander“, knurrte ich und lief schnurstracks auf das Haus zu. „....aber meine Zukunft liegt bei dir!“, rief sie mir hinterher, was mich abrupt still stehen ließ, „Ich liebe dich, Duncan!“ „Ich liebe dich auch“, seufzte ich erleichtert, als ich sie endlich wieder in meinen Armen hielt, „ich dachte schon, du wolltest...“ „Niemals“, unterbrach sie mich, „auch wenn meine Eltern mich raus schmeißen, was sie ganz sicher tun werden, wenn ich mich nicht einschüchtern lasse, würde ich niemals mit dir Schluss machen!“, beteuerte sie. „Denkst du wirklich, sie gehen soweit?“ Unschlüssig zuckte Jamie mit den Schulter: „Zu zutrauen wäre es meinem Vater. Ich muss unbedingt mit Steff reden, ob ich bei ihr unter kommen kann, bis ich einen Job gefunden hab und mir was eigenes leisten kann.“ „Wieso Steff und Job?“, fragte ich verwirrt, „Was wird aus deinem Studium?“ „Meinen Traum von einer eigenen Praxis werde ich begraben müssen“, seufzte sie traurig, „das kann ich mir dann nicht mehr leisten.“ „Das kommt ja gar nicht in Frage! Erstens ziehst du bei mir ein und zweitens werde ich das mit deinem Studium regeln.“ „Das kommt ja ga...“ Schon hatte ich ihren Mund mit einem leidenschaftlichen Kuss verschlossen. „Ich will keine Widerrede mehr hören! Ich liebe dich und ich tue das gern!“, schon wieder wollte sie den Mund aufmachen um zu protestieren, „Jamie!!“ „Ich bin ruhig, wenn ich noch einen Kuss bekomme“, lächelte sie mich zuckersüß an und ich erfüllte ihr diesen Wunsch nur allzu gern...

~Jamie~

Das mit Duncan nun alles geklärt war, erleichterter mich sehr. Nun blieben nur noch meine Eltern übrig, vor denen ich mich am meisten fürchtete. Aber ich hatte mich entschieden für Duncan und ich würde mich nicht von meinem Vorhaben abbringen lassen. Viel zu schnell ging die Zeit in Malibu vorbei und der Tag der Abreise nahte. Wieder hatten wir getrennte Flüge. Duncan und die anderen kamen einen Flieger später zurück nach London und er versprach, sich direkt nach der Landung zu melden. Nun saß ich im Taxi auf dem Weg nach hause, das nun vor meinem Elternhaus anhielt. Eilig schloss ich die Tür auf, denn ich wollte das alles so schnell wie möglich hinter mich bringen. „Hallo Mum, Hallo Dad“, begrüßte ich meine Eltern, nachdem ich schnell das Gepäck in mein Zimmer gebracht hatte. „Hast du uns nicht was zu sagen, Jamie?“, mein Dad schien sauer zu sein, nur....worüber? „Was meinst du?“, wollte ich überrascht wissen. Jetzt mach schon Jamie! Denk an Duncan! „Ähm...du hast recht, ich muss euch wirklich was sagen....“ „Vielleicht hier rüber?“, hielt Dad mir die Sun unter die Nase. Auf der Titelseite prangte ein großes Foto von Duncan und mir in einen innigen Kuss versunken auf der Bühne.....

„Ist die Presse etwa unfair zu Blue – Sänger Duncan Inglis?

Müssen unsere Popstars schon auswandern, um sich mit ihren Freundinnen zu treffen? Zumindest trifft das auf Boygroup - Sänger Duncan Inglis zu. Blue, die nun auch versuchen, den amerikanischen Musik – Markt zu erobern, gaben ein Konzert in Malibu, auf dem die Jungs ihren Freundinnen eine Liebeserklärung machten. Frauenschwarm Duncan, bis dato offiziell Singel, machte dort die Liebe zu seiner neuen Freundin Jamie Lloyd öffentlich. Stellt sich nun die Frage, warum der sexy Blue – Sänger es so lange geheim gehalten hat?! Wir haben nach geforscht und dazu einige Studenten auf dem Campus befragt, die uns erzählten, dass Jamie früher ein hässliches Entlein und sich á la Britney Spears wie eine Jungfrau benommen hat. Da können wir nur sagen....Gute Arbeit, Duncan! Erstaunlich, wie viel du in sie „rein“ gesteckt hast. Vielleicht solltest du darüber ein Buch schreiben?!“

Diese miesen....Was fällt denen bloß ein? „Warum...“, schrie mein Vater, „...hast du uns angelogen?“ „Weil ich wusste, ihr würdet mich nie im Leben gehen lassen“, verteidigte ich mich. „Sieh doch nur an, was er aus dir gemacht hat“, musterte er mich verächtlich, „...ein kleines Flittchen!“ „Das ist nicht wahr! Duncan hat mir all seine Liebe gegeben und ich will nicht, dass du so über ihn redest“, schrie ich zurück. „Was fällt dir ein, so mit mir zu reden, mit deinem eigenen Vater?!“, noch nie hatte er die Hand gegen mich erhoben, doch jetzt tat er es. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt ich mir meine Wange und presste hervor, dass ich ausziehe. „Das wirst du nicht!“ „Ich bin alt genug, um das allein zu entscheiden“, fauchte ich und verschwand in meinem Zimmer. Mein Vater kam direkt hinter her und knallte die Tür hinter sich zu. „Ich werde das nicht erlauben“, wütete er. „Mir doch egal“, gab ich patzig zurück und stopfte trotzig noch einige persönliche Dinge in meinen Koffer. Aus den Augenwinkeln bekam ich gerade noch mit, wie mein Vater mein Handy aus der Handtasche kramte und die Tür hinter sich zuknallte. Bevor ich auch nur reagieren konnte, schloss er die Tür von außen ab: „Und du bleibst doch hier! Ich lasse nicht zu, dass sich meine einzigste Tochter von diesem Rumtreiber ihr Leben versauen lässt!“ Verzweifelt hämmerte ich mit den Fäusten an die Tür: „Dad, lass mich bitte raus....ich brauche ihn doch....“

~Duncan~

Gleich nachdem wir aus dem Flughafen in London raus waren, rief ich Jamie an. Es hatte gerade zweimal geklingelt, als das Gespräch auch schon angenommen wurde. „Hallo Schatz, ich bin´s Duncan!“ „Meine Tochter will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Also lassen Sie sie in Ruhe!“ Aufgelegt! „Duncan, alles in Ordnung? Du bist ja so blass...“, besorgt blickte Lucy mich an. „Das war ihr Vater. Er sagt, Jamie will nichts mehr mit mir zu tun haben“, erwiderte ich tonlos. „Fuck, ich hab so was befürchtet“, fluchte Lee leise vor sich hin, „ich weiß, was du denkst, Dunc, aber es geht nicht!“ „Du glaubst doch wohl nich, dass ich sie nur eine Sekunde länger als nötig da lasse?!“, empörte ich mich. „Du würdest nur mit ihrem Vater aneinender geraten.“ „Keine schlechte Idee, Lee. Dann kann ich dem mal meine Meinung sagen, diesem verf....“ „DUNCAN!! Los, ab mit dir ins Auto“, Lee schubste mich hinten rein auf den Rücksitz. „Ich will aber zu ihr!“ „Kinder, die was wollen, kriegen was auf die Bollen“, giftete Lee zurück, „du hörst dich an wie ein kleiner trotziger Junge!“ „Sei nicht so frech, Ryan!“ „Ich bring dich jetzt erstmal nach hause, wo du dich abreagieren und beruhigen kannst.“ „Du hast mir gar nichts zu sagen!“ „Halt´s Maul, Inglis oder meine Faust sagt dir gleich mal die Meinung“, zischte er und fuhr mich nach hause, während die anderen in Simon´s Wagen davon fuhren. Ich gab keine Widerworte mehr. Dafür war ich zu verblüfft über Lee´s plötzliche Vernunft, denn im Prinzip hatte er ja recht. „Halt die Ohren steif, Alter“, sagte er leise, während er mir half, das Gepäck auszuladen, „sie kommt zu dir zurück....ganz sicher!“ „Das glaube ich erst, wenn ich sie vor mir sehe“, gab ich traurig zurück und schlurfte mit den Koffern ins Haus. Erschöpft ließ ich mich auf die Couch fallen. Warum zum Teufel lässt sie sich das von ihren Eltern gefallen? Ist ihre Liebe zu mir stark genug, um sich von ihnen zu lösen?

~Jamie~

Tagelang lag ich weinend auf meinem Bett. Dad hatte Mum geschickt, um mir ein schlechte Gewissen einzureden.....und sie hatte es auch geschafft. Ich zweifelte an allem, wofür ich mich entschieden hatte, für Duncan....unsere Liebe...einfach an allem. Seit meiner Rückkehr vor gut einer Woche war ich in meinem Zimmer eingeschlossen und Dad machte keine Anstalten, mich raus zu lassen. Da mein Bad im Nebenzimmer lag, gab es auch keinen Grund mich raus zu lassen. Von Tag zu Tag schmolz mein Widerstand immer mehr, sogar meine alten Sachen trug ich wieder. Die immer noch gepackten Koffer hatte ich unters Bett geschoben. Ich hatte die Hoffnung, dass sie mich bald wenigstens in die Uni lassen würden, aber nichts geschah. Am nächsten Sonntag wurde ich dazu verdonnert, mit in die Kirche zu gehen, um „wieder zu mir selbst zu finden“, wie mein Dad sagte. Schweigend saß ich da und betete, das ich irgendwann aus diesem Alptraum erwachen würde. Nachdem Gottesdienst bat ich meinen Vater, noch ein Weilchen bleiben zu dürfen. „So ist es gut, mein liebes Kind“, tätschelte er mir den Kopf, wie er es schon getan hatte, als ich noch ein kleines Mädchen gewesen bin. Bevor sie gingen, sagten sie mir noch, dass sie in einem der umliegenden Café´s auf mich warten würden. Die Kirche leerte sich allmählich und ich blieb allein zurück. Stumme Tränen liefen meine Wangen hinab, als ich ehrfürchtig das Kreuz über dem Altar betrachtete: „Warum bin ich so feige? Warum tue ich dem Menschen, den ich am meisten liebe, so weh? Er hat mir so viel gegeben, was ich überhaupt nicht verdient hab...“ „Jamie?!“, Jemand legte mir eine Hand auf die Schulter. Es war Pfarrer Clarence. Rasch wischte ich mir über die Augen und reichte ihm die Hand. „Es tut mir leid, ich wollte dich nicht bei deinem Zwiegespräch stören.“ „Nein, schon gut“, erwiderte ich, „mir kann sowieso keiner helfen.“ „Es geht um diesen jungen Mann, mit dem du in der Zeitung zu sehen warst, richtig?“ „Ich will sie damit nicht belästigen“, wehrte ich schnell ab. „Das tust du ganz und gar nicht. Vielleicht fühlst du dich dann besser...“ Stockend erzählte ich ihm alles von vorne bis hinten und endete mit: „Seitdem hat Duncan nichts mehr von mir gehört. Ich mag gar nicht daran denken, was mein Vater ihm erzählt hat.“ „Ich kenne deinen Vater schon sehr, sehr lange und ich weiß, dass er in deiner Erziehung so streng war, weil er nur das Beste für dich wollte...“, seufzte Pfarrer Clarence, doch als ich gerade protestieren wollten, fuhr er fort, „aber diesmal handelt er falsch.“ Habe ich da richtig gehört? Der langjährige Freund meines Vaters stellt sich gegen ihn? „Ich habe dieses Foto von euch beiden gesehen, Jamie, du hättest keinen besseren Mann finden können. Ich kenne Duncan Inglis. Er war immer ein guter Junge und kam früher oft hier her, bevor er berühmt wurde. Vorgestern war er zum ersten mal seit langem wieder hier und hat lange mit mir über eure Beziehung gesprochen. Soll ich dir was sagen? Er hat genau hier gesessen“, Pfarrer Clarence deutete auf mich, „wo du jetzt sitz und er war mindestens genau so verzweifelt wie du.“ „Ich habe mich so frei, so unbeschwert mit Duncan gefühlt. Er hat mich respektiert und nicht unterdrückt.“ „Eine Liebe, wie ihr sie erlebt, ist etwas kostbares, das man nur einmal im Leben erlebt. Das ist eine Sache, die dein Vater nur allzu leicht vergisst.“ „Genau das ist der springende Punkt....mein Vater! Er hat meine Mutter vorgeschickt, die mir fürchterliche Vorwürfe gemacht hat. Ich würde sie verraten....usw. Ich bin wieder schwach geworden, obwohl ich mich eigentlich schon entschieden hatte. Was soll ich denn nur tun? Können Sie mir keinen Rat geben, Pfarrer Clarence?“, flehte ich verzweifelt. „Höre auf dein Herz“, lächelte er aufmunternd und erhob sich, „es wird dir den Weg weisen....“ Dann ging er. Mein Herz will Duncan, doch dazwischen stehen meine Eltern...

~Duncan~

Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon bei Jamie angerufen hatte, denn beim 100. mal hatte ich aufgehört zu zählen. Immer ging nur ihr Vater dran, der mir nicht gerade schmeichelhafte Sachen an den Kopf warf, bevor er auflegte. Lee war mir in diesen Tagen eine große Stütze. Er versuchte, mich aufzubauen und zog sogar mit Steff vorläufig zu mir, damit ich nicht allein war und laut seinen Worten, irgendwelchen Unsinn anstellte. Ja, und meine geliebte Schwester tat alles, um mit Jamie zu reden, aber bisher ohne Erfolg. Ich wurde immer deprimierter und das ausgerechnet, wo wir heute ein Konzert gaben, das live im Fernseh übertragen wurde. Seit Stunden hingen wir nun schon in der Wembley Arena rum, gaben verschieden Zeitschriften Interviews, machten Fotoshootings und andauernd mäkelte jemand an mir rum. Gerade schon wieder! „Duncan, jetzt setz doch mal ein charmantes Lächeln auf. Du guckst ja wie ne saure Zitrone aus der Wäsche.“ Was wollen die eigentlich alle von mir? „Ihr könnt mich alle mal gerne haben“, brauste ich auf und verließ einfach das Shooting. „Duncan Inglis, du schwingst sofort deinen Hintern wieder hier her“, schrie Johnny mir nach. „Mach dir mal nicht ins Hemd“, rief ich über die Schulter zurück, „ich bin schon rechtzeitig zum Konzert wieder da.“ Damit verließ ich die Londoner Wembley Arena und stieg in meinen Mercedes. Ziellos fuhr ich eine Weile durch die Stadt, bis ich irgendwann vor Jamie´s Elternhaus ankam. Ob das Schicksal war? Sollte ich wirklich?

~Jamie~

Das Gespräch mit Pfarrer Clarence hatte mich nicht wirklich weiter gebracht. Traurig verließ ich die Kirche und bat meine Eltern mich nach hause zu bringen, weil es mir nicht gut ginge. Meinem Dad passte das mal wieder nicht, weil den restlichen Tag über Verwandten – Besuche an anstanden und ich unbedingt mit sollte. Aber Mum beschwichtigte ihn und so brachten sie mich nach hause, wo Dad mich wieder in meinem Zimmer einschloss. Zunächst ging ich duschen und hoffte, dadurch die Erinnerungen weg zu wischen, die immer wieder hoch kamen, doch es funktionierte nicht. Stundenlang lag ich wieder auf meinem Bett und ließ die vergangen Zeit Revue passieren, dachte an die selbstbewusste Frau, die ich in Duncan´s Nähe gewesen war. Das Läuten der Türklingel riss mich aus meinen Gedanken. Wer konnte das nur sein? Verwundert öffnete ich das Fenster und mein Herz blieb für eine Sekunde stehen.... „Duncan...“, flüsterte ich kaum hörbar, doch er bemerkte es und blickte zu mir hoch. „Mach mir die Tür auf!“ „Es geht nicht....“ „Mach mir verdammt noch mal endlich die Tür auf“, schrie er wütend. „Ich bin in meinem Zimmer eingesperrt“, sagte ich traurig. „WAS?“, riss Dunc die Augen auf, sah sich grübelnd um und kletterte dann den Baum vor meinem Fenster hoch, „ich bin gleich bei dir!“ „Bitte lass das! Ich will nicht, dass dir was passiert!“ Doch er ließ sich nicht beirren und kletterte zu mir ins Zimmer: „Schon zu spät!“, nun stand er vor mir und starrte mich an, „Gott, was haben sie bloß mit dir gemacht?“ „Es tut mir so leid...“ „Du musst dich für nichts entschuldigen, wenn du jetzt mit mir kommst“, sanft hob er mein Kinn an, so dass ich gezwungen war, in seine Augen zu sehen, in denen sich unendliche Traurigkeit, aber auch ein kleines Fünkchen Hoffnung widerspiegelte. „Ich weiß, ich hatte mich entschieden, aber....“ „....deine Eltern haben dir ein schlechtes Gewissen eingeredet, habe ich recht?!“ Ich nickte und Tränen kullerte meine Wangen hinab: „Das hier ist die Jamie, die wirklich existiert....klein, schwach und unscheinbar....“ „Das ist nicht wahr und das weißt du auch“, hielt Dunc dagegen. „Du machst dir etwas vor.“ „Nein, du machst dir was vor! Komm mit“, er zog mich vor den großen Spiegel und stellte sich hinter mich, „sag mir, was du siehst!“ „Ich sehe ein kleines, unscheinbares Nichts, das niemals hier raus kommen wird.“ „Weißt du, was ich sehe?“, raunte er mir ins Ohr und küsste meinen Nacken, „eine Fassade, hinter der sich eine starke, liebreizende junge Frau versteckt, die mein Herz gestohlen hat. Und weißt du was? Ich kann sie ganz laut schreien hören! Das ist die Frau, die du wirklich bist, Jamie, du musst sie nur raus lassen...“, sanft drehte er mich zu sich um, „....lass sie raus....jetzt...“ Als sich unsere Lippen wieder berührten, merkte ich erst, wie ausgehungert ich nach ihm war. Seine Hände wanderte an meinem Körper auf und ab und hielten mich aufrecht. „Hilf mir! Ich schaffe das nicht allein...“ „Bald wirst du die Kraft dazu haben...“, kam es flüsternd von ihm zurück und der Damm brach. Verlangend rissen wir uns die Sachen vom Körper und stolperten rüber zum Bett. „Na, komm her“, lockte Duncan lächelnd und ich krabbelte zu ihm aufs Bett. Ich verteilte viele Küsse auf seiner Brust, seinem Oberkörper, bevor ich auf ihn glitt und befriedigt feststellte, wie er lustvoll das Gesicht verzog. Das Gefühl, ihn wieder in mir zu spüren, war einfach nicht zu beschreiben, denn ich folgte meinem Herzen. Das war mein Weg zusammen mit Duncan und ich würde mich nicht mehr davon abbringen lassen. Mit einem Seufzen durchfuhr uns der bisher intensivste Höhepunkt, den wir je miteinander erlebten. Erschöpft sank ich auf seine Brust nieder, während Duncan mir zärtlich über den Rücken strich. „Ja, das war meine Jamie“, seufzte Dunc zufrieden. „Kann ich....nimmst du mich mit dir?“, fragte ich nach einer Weile des Schweigens. „Aber natürlich! Ich hätte dich auf keinen Fall hier gelassen und wenn ich dich hätte raus tragen müssen!“ „Duncan, ich liebe dich!“ „Ich liebe dich auch“, drückte er mir einen Kuss auf die Stirn und fluchte gleich darauf los, weil ein schrilles Klingeln diesen schönen Moment zerstörte.....

~Duncan~

„Was will Lee nun schon wieder?“, meckerte ich und fischte nach meiner Hose, in der das Handy war. „Woher weißt du, das er das ist?“ „Weil ich diesen Klingelton extra Lee zugeordnet hab....als Vorwarnung sozusagen, damit ich mir überlegen kann, ob ich dran gehe oder nicht“, grinste ich und Jamie schüttelte nur den Kopf. Ich nahm den Anruf entgegen: „Was willst du Ryan?“ „Wo zum Teufel steckst du?“, fauchte er keuchend. „Warum schnaufst du denn so?“ „Weil ich hier gerade versuche, deinen Arsch zu retten! Wenn Johnny mein Handy nämlich zu fassen kriegt, dann Gute Nacht! Hast du schon mal auf die Uhr geguckt?“ „Nö.“ „Nö? Duncan, in einer Stunde fängt das Konzert an! Du kannst von Glück sagen, dass Johnny schon ne Glatze hat. Für jede Minute, die du nicht da bist, hätte er sich nämlich ein Haar ausgerissen.“ „Ach, der soll sich ma locker machen“, meinte ich relaxt. „Hast du gesoffen?“ „Nein, warum?“ „Weil du kleiner Moralapostel sonst immer der Erst bist, der rum mosert, wenn ich mich mal verspäte!“ „Schon gut, ich bin in ner halben Stunde da“, diese Info gab Lee gleich an Johnny weiter, der im Hintergrund rum brüllte, er wolle mir den Marsch blasen. Okay, Zeit aufzulegen! „Tut mir leid, Schatz, aber wir müssen sofort los! Ich muss in ner halben Stunden in der Wembley Arena sein, wenn ich noch versuchen will, meinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Kannst du schnell deine Sachen packen?“ „Brauch ich nicht...“ „Wie?“ „Ich hab erst gar nicht ausgepackt...“, Jamie hüpfte aus dem Bett, zog die Koffer hervor, und suchte sich Sachen raus. „Was ist mit dem Rest?“, deutete ich auf ihren Kleiderschrank. „Das zieh ich doch eh nicht mehr an....oder magst du diesen Look etwa?“, grinste sie und schlüpfte in ihre Unterwäsche, einen Rock und ein Top. „Es gibt Dinge, wo Männer besser die Klappe halten.“ „Oho, Hallo Steff“, lachte sie auf, verschwand kurz im Bad um kam dann startklar wieder. Währenddessen hatte ich mich in aller Eile angezogen und die Koffer aus dem Fenster befördert, die zum Glück nicht aufgingen. Anschließend kletterten wir aus dem Fenster auf den Baum rüber und dann hinunter. London meinte es heute gut mit uns und verschonte uns von den alltäglichen Stau´s auf den Straßen. Eiligst liefen wir, nachdem ich geparkt hatte, durch den Backstage – Bereich der Wembley Arena zu unserer Garderobe. Abgehetzt riss ich die Tür auf und fragte mich, was der ganze Stress sollte, denn die Jungs saßen dort gemütlich zusammen mit Lucy, Steff und Shelly. „Könnt ihr mir mal verraten, warum ich hier so her gehetzt bin?“ „Jamie!“, Steff sprang kreischend auf und fiel ihm um den Hals, „Was ist passiert? Was haben sie mit dir gemacht? Und wie bist du her gekommen?“ Jamie berichtete in kurzen knappen Sätzen, was geschehen war, während ich mich in mein Showoutfit warf. „Nette Boxershorts, Dunc“, bemerkte Lee spitz, „nur n bisschen langweilig, findest du nicht auch?“ „Ach, weißt du was Lee? Kann ja nicht jeder n Garfield auf dem Hintern haben“, grinste ich, „hey, wird da etwa jemand rot?“ „Genieße es, Inglis. Es ist das erste und letzte Mal, dass du das erlebst. Aber es ist schön, dass du wieder so gute Laune hast.....jetzt weiß ich ja auch warum...“, blickte Lee viel sagend in die Runde, „habt ihr mich nicht dabei vermisst?“ „Um ehrlich zu sein...“ „DUNCAN MATTHEW JAMES INGLIS!! Was bildest du dir eigentlich ein? Erst verbreitest du seit deiner Rückkehr überall schlechte Laune, verlässt ohne Grund das Fotoshooting und haust einfach ab. Ich hab mir nicht nur um das Konzert Sorgen gemacht, sondern auch um dich! Ich hatte schon befürchtet, dich von irgend einem Baum wieder abkratzen zu müssen. Wenn du nicht schon zu alt dafür wärst, würde ich dich jetzt übers Knie legen!“, Johnny schnappte nach seiner Mecker – Attacke nach Luft. „Bist du fertig? Dann schau dich mal um...“, wies ich ihn an. „Was soll denn.....Jamie? Du? Wie kommst du denn hier her?“, fragte er überrascht umarmte Jamie herzlich. „Mein Prinz hat mich gerettet“, lächelte sie und umarmte mich. „Dein Prinz? Wo ist dein edles Ross, Dunc?“ „Oh, Lee war nich dabei“, lachte ich und fing mir für diesen Seitenhieb einen bitterbösen Blick von ihm ein. „Sei nicht sauer auf Duncan, Johnny“, bat Jamie, „Ich bin schuld.“ „Ach nee, ich dachte, da gehören immer zwei zu“, gab Lee seinen Senf wieder dazu, „es hat sich also nichts geääääaaaaaahhhh“, ich hatte mich von Jamie gelöst und Lee am Ohrläppchen gepackt. „Schön brav mitkommen, Ryan, wir haben eine Show zu machen“, lachte ich und zog ihn aus der Garderobe....

~Jamie~

Die Mädels und ich gesellten uns vor Showbeginn in den Bühnengraben, um alles ganz genau verfolgen zu können. Die Jungs waren mega gut drauf und die Arena war wortwörtlich am kochen. Die Fotografen, die in gewissem Abstand neben uns standen, fotografierten, was das Zeug hielt, wobei sie sich auch nicht genierten, uns abzulichten. Doch uns war es egal, wir wollten einfach nur die Show genießen. „Aaaahhh, da war er wieder“, quietschte Steff und deutete auf Duncan, „dein Hüftschwung.“ Falsch gedacht, Mr. Inglis, schmunzelte ich in mich hinein, so schnell bringst du mich nicht mehr in Verlegenheit. Kurz bevor das nächste Lied erklang, sah ich Dunc´s freches Grinsen, was mich stutzen ließ. Irgendwas war da doch im Busch... Ups, zu laut gedacht! Dunc kam in den Bühnengraben und zog mich mit sich auf die Bühne. „Noch mehr Presse? Also mir hat dieser eine Artikel schon gelangt....“ „Ja, aber diesmal bestimme ich hier die Regeln“, er räusperte sich und sprach ins Mikro, „Ihr habt ja sicher alle den Artikel in der „Sun“ gelesen....sehr informativ, oder?! Na ja, auf jeden Fall möchte ich der Presse mal wieder was zu schreiben geben, da sie ja anscheinend langweile hat....und zwar darüber...“, stürmisch zog Dunc mich an sich und küsste mich lang und leidenschaftlich, „.....davon will ich morgen ein großes Foto in der Zeitung sehen, denn es wird der letzte Artikel sein. Danach werde ich nämlich diejenigen verklagen, die meiner Freundin und mir das Leben zur Hölle machen. Ich hoffe, das war deutlich genug“, er warf vernichtenden Blicke in Richtung der Fotografen, die mit rotem Kopf da standen, „Bei euch anderen muss ich mich entschuldigen, diese kleine Rede galt nur den liebenswürdigen Menschen von der Presse. Jetzt geht’s aber erst mal weiter...“ Wow, und das bei einer Live – Show! Jetzt aber erstmal runter von der Bühne! „Wo wollen wir denn hin?“, grinste Duncan, hielt mich zurück und deutete auf die anderen, die ihre Freundinnen ebenfalls auf die Bühne geholt hatten, „Alle sollen sehen, dass wir zusammen gehören...“


“Supersexual”

There´s something in the way you move
Everybody wants you
To me you are a shining star (shining star)
Baby what do I do
To make you see, you´re the one for me (aha)
Baby won´t you realise (come on)

Girl we could be doin´ it, doin´ it, doin´ it, doin´ it
All night long
Makin´ it, makin´ it, makin´ sweet love

It´s the way you move your body
Supersexually, you are the one for me (one for me)
So Baby move your body
A little closer to me, so everybody can see (that´s right)
There´s no doubt that you´re what I want
Everything that I need (no doubt)
Cos you do me supersexually (supersexually come on)

Come over here, so what´s your name? (What´s your name?)
Everybody´s watching (watching)
I´ll buy the drinks, I´ll play the game (play the game)
But only if it´s worth it
I guess you heard it all before
But Baby I ain´t tellin´ lies

Girl we could be doin´ it, doin´ it, doin´ it, doin´ it
All night long
Makin´ it, makin´ it, makin´ sweet love

It´s the way you move your body
Supersexually, you are the one for me
So Baby move your body
A little closer to me, so everybody can see (that´s right)
There´s no doubt that you´re what I want
Everything that I need (no doubt)
Cos you do me supersexually (supersexually)

To me girly like you don´t come everyday (yeah)
I like to have some fun, baby, what do you say? (All nigh long supersexually)

Girl we could be doin´ it, doin´ it, doin´ it, doin´ it
All night long
Makin´ it, makin´ it, makin´ sweet love

It´s the way you move your body
Supersexually, you are the one for me
So Baby move your body
A little closer to me, so everybody can see (oh oh)
There´s no doubt that you´re what I want
Everything that I need (no doubt)
Cos you do me supersexually (supersexually)

It´s the way you move your body
Supersexually, you are the one for me
So Baby move your body
A little closer to me, so everybody can see (that´s right)
There´s no doubt that you´re what I want
Everything that I need (no doubt)
Cos you do me supersexually (supersexually)

It´s the way you move your body
Supersexually, you are the one for me
So Baby move your body
A little closer to me, so everybody can see
There´s no doubt that you´re what I want
Everything that I need
Cos you do me supersexually


Während des Songs schossen die Fotografen reichlich Fotos für die letzte Schlagzeile über Duncan. Das Blitzen hörte gar nicht mehr auf und ich kniff leicht die Augen zusammen. „Alles okay?“ „Ja, jetzt schon“, lächelte ich und gab den Fotografen noch etwas zu knipsen...

~Duncan~

So, ich glaube, die Presse weiß jetzt, das sie sich besser nicht mit mir anlegen sollten. Ich lasse mir das nicht mehr bieten! „Hey Dunc, denen hast du´s aber gegeben“, meinte Lee schadenfroh nach dem Konzert. „Man sollte es sich besser nicht mit mir verscherzen...“ „Oh man, wenn das jetzt nicht doppeldeutig war“, lachte Lee. Währenddessen schlang ich meine Arme um Jamie: „Wollen wir nach hause, Schatz?“ „Können wir vielleicht vorher noch bei meinen Eltern vorbei fahren?“, bat sie, „ich möchte noch mal mit ihnen reden...“ „Sicher“, nickte ich ernst und wir machten uns auf den Weg. Man konnte ihr ansehen, wie sehr sie unter der Situation litt, aber diesmal würde sie stark bleiben. Dessen war ich mir ganz sicher. Nicht noch einmal würde sie unsere Liebe aufs Spiel setzen. Schließlich parkte ich den Wagen und Jamie schloss vorsichtig die Tür auf. „Bist du dir sicher, dass du das durch stehst?“, fragte ich behutsam. Sie zuckte mit den Schultern: „Habe ich eine Wahl?! Leise betraten wir das Haus. Im Wohnzimmer brach ein gewaltiges Donnerwetter über uns herein....

~Jamie~

Dad schrie und schrie ohne auch nur einmal Luft zu holen. Er hatte zufällig das Konzert im Fernseh gesehen und war schlichtweg am ausrasten. „Nehmen Sie endlich die Finger von meiner Tocher“, fuhr er Duncan an, der sich davon jedoch nicht beeindrucken ließ. Demonstrativ schlang er die Arme um mich: „Warum sollte ich die Finger von meiner zukünftigen Frau lassen?!“ Dieser schlichte einfach Satz, der mein Herz einen kleinen Hüpfer machen ließ, trieb meinen Vater nur noch mehr zur Raserei und er war kurz davor auf Duncan los zu gehen. Mum schaffte es gerade noch, ich davon abzuhalten: „Bitte Kind, sei vernünftig!“ „Das bin ich, Mum! Zum ersten mal in meinem Leben bin ich vernünftig! Ich liebe euch, das müsst ihr mir glauben, aber ich bin erwachsen geworden. Es macht mich traurig, dass ihr euch nicht für mich freuen könnt, immerhin habe ich die Liebe meines Lebens gefunden. Er hat mir gezeigt, was es heißt respektiert zu werden und wie es ist....zu leben! Ich liebe Duncan und nichts und niemand wird mich dazu bringen, ihn zu verlassen, auch nicht ihr beide. Wenn ihr mich nicht verlieren wollt, müsst ihr unsere Beziehung akzeptieren.“ „Das werde ich niemals“, stur verschränkte Dad die Arme vor der Brust. „Es tut mir wirklich leid, dass du das alles so verbissen siehst. Dann musst du aber auch damit leben, dass ich nie wieder zurück kommen werde....Leb wohl, Vater“, ich griff nach Dunc´s Hand und verließ traurig mein Elternhaus. Wortlos setzten wir uns ins Auto und fuhren an der Themse entlang, wo ich Duncan bat, anzuhalten. Händchenhaltend gingen wir runter an den Fluss und sahen auf das Wasser. Duncan´s Nähe heiterte mich etwas auf, doch als er mich dann von hinten umarmte, kullerten vereinzelte Tränen meine Wangen hinunter. „Schon gut, Süße, ich weiß, wie das ist....sehr gut sogar“, versuchte er mich zu trösten. „Ich will gar nicht weiter darüber nachdenken“, schniefte ich und wischte mir energisch über das Gesicht, „Ich will meine Freiheit genießen und darauf hoffen, dass es sich mein Vater doch noch irgendwann anders überlegt...“ Es herrschte eine angespannte Stille zwischen uns. Was war denn auf einmal los? „Warum bist du so ruhig? Hab ich was falsches gesagt?“, fragte ich ängstlich. „Es ist nur....ach, nicht so wichtig...“, wich Dunc aus. „Doch, das ist es. Sag mir, was los ist!“ „Ich kann verstehen, dass du deine Freiheit willst....aber das war vorhin erst gemeint, was ich zu deinem Vater sagte....“ Lächelnd blickte ich ihm direkt in die Augen: „Lass es mich anders formulieren....Ich will meine Freiheit mit dir teilen....als deine Frau, Geliebte und beste Freundin!“ „Wirklich?“ „Ja, ich kann mir nichts schöneres vorstellen“, fiel ich ihm überglücklich um den Hals. Eine unendlich lange Zeit standen wir eng umschlungen an der Themse. Meine Gedanken wanderten nicht zurück in die Vergangenheit, denn diese konnte man nicht ändern. Jetzt wollte ich nur noch in die Zukunft sehen, eine Zukunft mit Duncan an meiner Seite, in der ich frei, doch trotzdem ohne Zwang gebunden war. Und irgendwann, so hoffte ich, würden mich auch meine Eltern unterstützen....irgendwann....

~ENDE~



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